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Laufdiagnostik für Laufschnecken?

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RezeptionIn meinem letzten Blogbeitrag hatte ich Euch erzählt, warum ich mich zu einer Leistungsdiagnostik angemeldet hatte und versprochen, darüber ausführlich zu berichten:

Letzten Freitag (06.09.2013) war es so weit. Nach der Arbeit machte ich mich auf den Weg nach Gelsenkirchen zum Sport- und Reha-Zentrum “medicos auf Schalke”.
Das einzige, was ich beachten sollte, war mich zwei bis drei Tage vorher nicht besonders stark zu belasten und zwei bis drei Stunden vorher nichts mehr zu essen.
Davon, dass ich nicht aufgeregt sein sollte, hatten sie zum Glück nichts gesagt…

Rezeption LD

Ich war ganz schrecklich aufgeregt. Warum weiß ich gar nicht so genau, aber das ist fast normal bei mir.
Zunächst an der Rezeption angemeldet – das Medicos wirkt wie ein riesiges Hotel, dann den Weg zur Abteilung Leistungsdiagnostik gesucht, was für mich Orientierungslegastheniker schon die erste Herausforderung war.
Danach zur Umkleide und in die Sportklamotten geworfen.
Als erstes stand das Ruhe-EKG und die sportmedizinische Untersuchung auf dem Programm.
Beim Ruhe-EKG meinte die nette Helferin Frau S. zu mir, “Sie haben einen Puls von 65, von Aufregung kann gar keine Rede sein!”
– Hm, fühlte sich aber doch anders an…
Der Arzt schaute sich das EKG an, stellte wahnsinnig viele Fragen zu meinem Gesundheitszustand, hörte auf Herz und Lunge, kontrollierte Bauch, Rücken und Gelenke, maß den Blutdruck (140/100, also doch ein bissl aufgeregt.) – danach hatte er keine Bedenken, mich aufs Laufband zu schicken.

Das schwierigste an der ganzen Laufdiagnostik war, glaube ich, mich so zu verkabeln, dass alle EKG-Elektroden und der Pulsgurt an der richtigen Stelle saßen und nicht verrutschten. Dazu bekam ich noch einen schicken Netzstrumpf übergezogen, um alles an der richtigen Stelle zu halten. Sehr sexy. Auf den riesigen Spiegel, in dem ich mich so während des Laufens, T-Shirt-los und voll verkabelt bewundern konnte, hätte ich nur zu gern verzichtet!
Und nur damit Ihr nicht auf die Idee kommt – Fotos gibt es davon zum Glück keine… ;)

Zunächst wurde noch im Stehen der erste Laktatwert gemessen. Dazu wird aus dem Ohrläppchen ein Tropfen Blut genommen, was überhaupt nicht weh tat.
Danach bestand meine Aufgabe nur noch darin, zu laufen. Alles weitere wurde mir immer angesagt, erklärt und sich wirklich total nett um mich gekümmert.
Los ging es mit gemütlichem walken (5 km/h). Jede Phase dauert drei Minuten, dann springt man breitbeinig vom Laufband und steht, während wieder ein Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen entnommen wird. Anschließend steigt man wieder ein, und die Geschwindigkeit wurde jeweils um ein weiteres km/h gesteigert.
Bei sieben km/h ging es mir noch gut, der Blutdruck inzwischen bei 180/100 – aber alles noch locker, und ich konnte mich nebenbei noch unterhalten.

Naturgemäß wurden die 3-Minuten-Abschnitte für mich immer anstrengender und die Dauer gefühlt immer länger. Ab neun km/h wurde jedes Mal der Blutdruck gemessen, Laktat natürlich ebenfalls.
Was mir selbst beim Laufen und dem Blick in den Spiegel auffiel, war meine Lippenfarbe. Ich hatte ganz extrem blaue Lippen. Na gut, ich beobachte mich ja sonst auch nie beim Laufen…

Vor Beginn der Laufdiagnostik hatte ich geschätzt, dass ich bis 11-12 km/h kommen würde. Das schaffte ich allerdings nicht ganz. Bei elf km/h legten mir die beiden Helferinnen nah, doch nur noch eine Minute zu versuchen, da auch der Blutdruck kontinuierlich in den Keller (100/60 zum Schluss) gegangen war, und sie mich nicht vom Laufband kippen sehen wollten…
Insgeheim war ich aber froh, dass ich nicht entscheiden musste, wann ich aufhöre, weil ich nie wirklich weiß, wann ich wirklich nicht mehr kann, oder ob ich nur einfach keine Lust mehr habe, weil es mir zu anstrengend wird. Also denke ich, dass der höchste Puls (173 bpm) bei diesem Test nicht zwangsläufig auch mein Maximalpuls ist.

Hauptbelastungsdaten

Zwischendurch kam auch noch einmal der Arzt und schaute aufs EKG, alle fragten immer ganz lieb, ob es mir noch gut ginge – aber ich fühlte mich ganz okay. Kaputt zwar, aber eben nicht schwindelig oder schlecht. Ich wollte nur nach dem Test ganz dringend “ausgehen”, das letzte Mal stehen bleiben fiel mir sehr schwer.

Mit Wasser und Handtuch versorgt, die Kabel wieder entwirrt und abgemacht, war ich erstmal entlassen und konnte in Ruhe duschen gehen. Das Zentrum ist wirklich riesig, alles ganz neu und sehr schick eingerichtet. Sehr angenehmes Ambiente. Man merkt auch nicht, dass man “Auf Schalke” ist, auch wenn das für mich fußballneutralen Menschen vollkommen unerheblich gewesen wäre…

Als nächstes erklärte mir Frau L. sehr nett und ausführlich, was die Auswertung der Leistungsdiagnostik nun für mich bedeutet.:
Wesentliches Ergebnis ist, dass ich bisher meistens “zu schnell” gelaufen bin. Das hört sich für alle halbwegs sportlichen Menschen, die meine bisherigen Zeiten kennen, schon ziemlich lustig an – ist es aber nicht. Mein Trainingsbereich, um Grundlagenausdauer zu trainieren (GA1), liegt bei einem Puls bis 135 bpm. Gelaufen bin ich aber meistens um die 150 bpm, oder höher wenn ich mal ein bisschen schneller wollte…
Dadurch fehlt es eben an der richtigen Grundlage: ich habe meinen Körper immer in den anaeroben Bereich gebracht, also in den Bereich, in dem er nicht mehr ausreichend Sauerstoff bekommt.
Kurz erklärt: Um die Muskeln mit Energie zu versorgen, reicht normalerweise die Atmung. Die Sauerstoffaufnahme ist bei Belastungen im niedrigeren Bereich (aerober Bereich) auch über einen längeren Zeitraum ausreichend. Wenn dann aber die Intensität des Trainings steigt, desto mehr Energie müssen sich die Muskeln aus anderen Quellen besorgen, da der aufgenommene Sauerstoff nicht mehr ausreicht. Nun wird Glucose / d.h. die Kohlehydratspeicher abgebaut, und es entstehen hohe Laktatwerte oberhalb der anaeroben Schwelle. Hierdurch übersäuern die Muskelzellen, so dass die Leistungsfähigkeit der Muskeln rasant abnimmt. Das Training wird dadurch ineffektiv, man baut kaum Fett ab und riskiert schlimmstenfalls sogar Verletzungen.

Ich werde also zukünftig NOCH langsamer laufen. Zweimal in der Woche im GA1-Bereich, dafür für etwa eine Stunde oder länger. An meinem dritten Trainingstag “darf” ich dann etwas mehr, kleinere Intervalle, Berge oder GA2.
Langfristig soll sich dadurch eine Verschiebung der Laktat- und Leistungskurve ergeben, d.h. man wird durch das langsame Laufen schneller. Klingt komisch, probiere ich nun aber mal aus…

LeistungskurveNach der Auswertung der Leistungsdiagnostik und der ermittelten Werte gab es noch ein Gespräch mit dem Arzt. Auch er nahm sich noch einmal viel Zeit, um alles mit mir zu besprechen, ging auf meine Fragen zu meiner Schilddrüsen-Unterfunktion ein und beruhigte mich, dass mit meinem EKG alles in Ordnung war. Das Absacken des Kreislaufs bei so hohen Laktatwerten ist ebenfalls ganz normal und nicht Besorgnis erregend. Meine blauen Lippen, die auch den Helferinnen aufgefallen waren (“tragen Sie Lippenstift???”), waren ein sichtbares Zeichen für die sinkende Sauerstoffversorgung, aber eben normal zu diesem Zeitpunkt.

Meine neuen Trainingsbereiche:

Trainingsbereiche

Was Euch sicher noch interessiert, ist meine Einschätzung, ob sich so eine Leistungsdiagnostik auch für so Laufschnecken und Freizeitläufer wie mich lohnt, oder?
Mein Fazit dazu ist – Ja. Wenn man ein wenig beratungsresistent ist wie ich, hilft einem so eine hochprofessionelle Untersuchung dabei, den “richtigen” Trainingsbereich zu finden.
Ich hätte auch alternativ auf viele der gut gemeinten Tipps und Ratschläge der wirklich erfahrenen Läufer um mich herum hören können – dabei hätte ich das Geld gespart. Aber da ich die nie so wirklich ernst genommen habe und meinte, ich könnte gar nicht so langsam laufen – glaube ich zumindest jetzt den bunten Ergebnissen auf Papier…
(Ich erinnere mich noch gut, dass mein Kollege und Triathlon-Experte M. mir einmal sagte “Du trainierst mit zu hohem Puls. Fang doch mal mit walken an!” – Das wollte ich ja gar nicht hören… :) ) 

Medicos auf SchalkeZudem weiß ich nun, dass mein Herz und Kreislauf in Ordnung ist, und woran es lag, dass ich so überhaupt nicht vorwärts kam mit meinem Training.

Statt also die Laufschuhe an den Nagel zu hängen, habe ich wieder neue Motivation für mein Hobby und fange einfach noch einmal mit dem “Grundgerüst”, der Grundlagenausdauer an.

Zitat Frau L. “In Ausdauer steckt das Wort Dauer”, heißt also, ich muss Geduld mit mir haben und dafür schon einen längeren Zeitraum einplanen, als ich es gern hätte…

Sonntag und Freitag letzter Woche habe ich das ganze auch direkt umgesetzt und bin 60 Minuten bei 133 bpm und 70 Minuten bei 137 bpm gelaufen. Sehr langsam, sehr entspannt und nur mit Gehpausen, wenn der Puls an Steigungen jenseits der 150 Schläge kletterte.

Über die Distanz bzw. die Pace spreche ich dabei nicht, das hört sich fast ein wenig lächerlich an –
aber ich laufe ja nicht für andere, sondern für mich.
Und genau aus diesem Grund hat sich die Leistungsdiagnostik auch wirklich gelohnt.
Weil sie MIR hilft!

“Medicos auf Schalke” kann ich dazu auch vollstens empfehlen. Ich habe mich bei Frau S. und Frau L., aber auch bei Herrn Dr. M. sehr gut aufgehoben gefühlt. Auch hatte ich nicht das Gefühl, als “Laufschnecke” belächelt zu werden. Ich kann mir durchaus vorstellen, wenn ich jetzt wirklich dran bleibe, das ganze in einem oder eineinhalb Jahren noch einmal zu wiederholen und die Ergebnisse zu vergleichen.

Jetzt seid Ihr dran!
Habt Ihr auch schon einmal eine Leistungsdiagnostik machen lassen? Oder daran gedacht?
Mit welchen (neuen) Erkenntnissen?
Wie ist Eure Meinung?
Ich freue mich über jeden Kommentar!

So wird das nix

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Zwischenstand nach zwei vorsichtigen Laufversuchen nach langer Pause – Immer noch… Daumen runter  Vor Wut kochen nix.

Am Mittwoch sagte meine Physiotherapeutin zu mir “Gehst Du heute laufen?” – Und ich war total happy, dass sie meinte, ich könnte mal einen vorsichtigen Versuch wagen. Sie riet mir zu einem kurzen Lauf mit Be- und Entlastung durch Laufen und gehen im Wechsel.
Also machte ich früh Feierabend und schwang mich in die Laufklamotten, um das herrliche Wetter vor dem Sonnenuntergang noch auszunutzen. Sonne pur!

Ich startete mit zwei Minuten laufen und einer Minute Gehpause im Wechsel. Dabei versuchte ich so gut wie möglich, auf einen ordentlichen Laufstil zu achten und nach Möglichkeit mit dem Mittelfuß zu landen ohne zu stark einzuknicken. Dabei musste ich feststellen, dass eine “saubere Technik” in dem Schneckentempo, in dem ich sonst so laufe, fast unmöglich ist. Da muss ich noch viel üben oder brauche in irgend einer Form professionelle Anleitung…
Als der Knöchel recht schnell müde wurde, hörte ich auch brav auf. War somit nur ungefähr 25 Minuten unterwegs.

Was ich mir überhaupt nicht erklären kann, ist der viel zu hohe Puls:
image

Das ist doch nicht normal, oder? Ich war wirklich nicht schnell. Es fühlte sich aber auch so an. Richtig schwerfällig. So war ich irgendwie gefrustet, anstatt das herrliche Laufwetter und die Bewegung durch die bunten Herbstfarben zu genießen…

EinlagenDie neuen Einlagen (die eigentlich propriozeptiv = aktivierend sein sollten,) fühlen sich auch äußerst seltsam an. Sie sind betont hoch, stützen meiner Meinung nach also eher noch mehr als die vorherigen. Davon wollte ich doch weg. Leider hatte der Orthopädietechniker noch keine Zeit. mir zu erklären, wie das nun funktionieren soll…

Ansonsten versuche ich momentan, mit allen Tricks und Hilfsmitteln etwas für meinen Knöchel zu tun. Ich salbe wieder fleißig vor dem Schlafengehen, habe mir ein Balancepad für Stabilitätsübungen gekauft, “laufe” auf dem gelenkschonenden Trampolin und gehe fleißig zweimal in der Woche zur Physio. Dort versucht meine liebe Physiotherapeutin alles erdenkliche, um meinen Knöchel wieder ins Lot zu bringen. Ultraschallanwendungen, Kinesio-TapeKinesio-Tape, Mobilisierung, Stabilitätsübungen – alles mit sehr viel Engagement und Hingabe. Führt zwar manchmal dazu, dass ich nach der Behandlung nass geschwitzt von der Liege steige, was daran liegt, dass die Mobilisierung der Sehnen und Strukturen eher schmerzhaft als unmittelbar wohltuend ist. Aber wenn es hilft, jammere ich nur ein bisschen vor mich hin…

Den zweiten vorsichtigen Laufversuch habe ich am Samstag gestartet. Wieder war das Wetter ein Traum – Sonne und quitschbunte Blätter in jeglichen Herbstfarben.
Der Lauf hingegen war ähnlich deprimierend wie am Mittwoch. Puls wieder jenseits von allem, was ich kenne (außer von “Tempoläufen”) und ein leises Zwicken im Knöchel.

Normalerweise bin ich zwar nicht so eine Heulsuse, aber während des Laufs war ich zeitweise echt den Tränen nah. Dann habe ich aber mit mir selbst geschimpft und musste fast wieder über mich lachen…

Hinzu kommt, dass diese winzige Laufrunde zur Abwechslung auch noch ziemliche Schienbeinschmerzen (Muskelkater?) hinterlassen hat, an denen ich mich zusätzlich erfreuen kann. Auch am Folgetag merke ich den Knöchel wieder.

Vielleicht sollte ich einfach ohne irgendwelche Vorgaben vor mich hin zockeln und entspannen, so wie ich es sonst auch gemacht habe –
aber dann wird sich nichts an meiner Lauftechnik ändern und die Entzündung im Knöchel voraussichtlich immer wieder auflodern. Blöde Situation. Ich weiß einfach nicht, was das Richtige im Moment ist…

Den Plan, am Silvesterlauf teilzunehmen, habe ich schon verworfen. Schade, aber so wird das nix.

Falls Ihr also irgendwelche Tipps, Tricks, Hausmittel oder Voodoo-Zauber für mich habt, ich nehme ALLES! Falls nicht, freue ich mich trotzdem über jeden Kommentar!

Zwinkerndes Smiley

 

 

Pause?

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Eine Woche Laufpause liegt hinter mir. Seit dem Herbstlauf letzte Woche war ich nur ein einziges Mal laufen.
Sonntag sollte es eine gemütliche, flache Runde werden, um ohne Trainingsplan- oder Wettkampfdruck zu entspannen.

Das Wetter war auch total herrlich, ein toller sonniger Herbsttag und lud geradezu zu einem schönen Lauf ein…

Leider wurde es aber irgendwie nix. Die rechte Wade fühlte sich immer noch irgendwie gezerrt an, und der linke Knöchel meldete sich wie schon lange nicht mehr…
Es wurde also eine Humpelei schlechthin, ich war so langsam unterwegs, dass man das kaum noch als Laufen bezeichnen konnte. Und nach vier km hatte ich dann den Kaffee auf und ging zurück zum Auto.

im000009Montag hatte ich dann einen Termin bei meinem Orthopäden, um mit ihm das Ergebnis der MRT-Bilder von letzter Woche zu besprechen.

Der Radiologe im Krankenhaus hatte mir schon gesagt, dass ich eine Sehnen-scheidenentzündung habe und damit wohl erst mal “nicht auf Zeit” laufen solle. Immerhin sei nichts am Knochen oder an den Bändern kaputt.
Der Orthopäde würde mir aber mehr dazu sagen können.

Der riet dann mal wieder zu einer Pause (wie lange, schreibe ich wohlweißlich mal nicht  Trauriges Smiley),
zu Tabletten (Celebrex), Physiotherapie und Elektrotherapie.

Das mit der Pause beschäftigt mich jetzt doch ein wenig mehr. Ich habe dem Doc gesagt, dass ich ja schon im Sommer auf seinen Rat hin einen ganzen Monat Pause gemacht habe, wo ich kein bisschen gelaufen bin, und ich danach ja auch schmerzfrei war. Nur mit dem Training fingen eben auch wieder die Schmerzen an…

Meine Sorge ist nun die, dass das wieder so sein wird, dass die Entzündung zur Ruhe kommt (durch die Tabletten und die Pause), sich aber an der Ursache nichts ändert und mit Trainingsbeginn wieder alles von vorn losgeht.

Ursache ist wohl meine suboptimale Fußstellung mit Knick-Senk-wasweißich-Füßen. Dadurch ist die ganze Statik nicht so, wie sie sein sollte, und die Sehne wird immer wieder gereizt. Meine Einlagen sind schon ganz gut, um das Fußgewölbe zu unterstützen, ändern aber ebenso wenig an der Ursache des Problems. Und leicht bin ich eben auch nicht.

Der Orthopäde war da etwas zuversichtlicher als ich, dass man das hinbekommen kann und ich auch den Silvesterlauf mitmachen kann. Auf meine Sorge hin, dass ich wegen des fehlenden Trainings dann aber allenfalls als Letzte ins Ziel käme, meinte er, er würde mich dann eben ins Ziel ziehen…

Zwinkerndes Smiley Tolle Aussichten!

Direkt noch am Montag  bekam ich dann den ersten von zehn Physio-Terminen bei FitPlus.
Meine Physiotherapeutin kenne ich noch aus unserer Schulzeit, sie meine “Krankengeschichte” schon ein wenig über Facebook ;) Beste Voraussetzungen also, um direkt durchzustarten…

Donnerstag hatte ich auch direkt morgens eine Behandlung vor der Arbeit, -wieder mobilisierte sie meinen Knöchel, lockerte die verspannte Wadenmuskulatur und die Sehne unter dem Fuß. Schön ist was anderes, aber aushaltbar – und wenn es hilft… soll man ruhig merken, dass da was passiert!
Wir werden demnächst dann auch Übungen erarbeiten, und ich hoffe, dass ich mit regelmäßigem Training soweit Stabilität in meine Flunken bringen kann, dass ich langfristig keine Probleme mehr haben werde. An meiner Lauftechnik muss ich sicherlich auch arbeiten, – wie ich das mache weiß ich noch nicht so ganz – wird sich aber sicher auch eine Möglichkeit finden.

Dass ich diese Woche nicht gelaufen bin, fiel mir noch nicht so schwer. Mittwoch waren wir Blut spenden, danach bin ich ohnehin immer so müde und sporteln fällt mir dann auch noch 1-2 Tage schwer. Aber jetzt fange ich an zu überlegen, wann ich denn das erste Läufchen wagen soll…
Der Silvesterlauf rückt auch immer näher, und eigentlich hatte ich ja auch vor, meinen Mika-Chip beim Martinilauf auszuführen.

Jetzt frage ich mich, wie lange ich gar nicht laufe und wann ich wieder einsteigen soll…

Was würdet Ihr machen???

Sehnenscheidenentzündung

Sehnenscheidenentzündung?

Ich glaub‘, ich „spinne“… jetzt regelmäßig bei McFit!!!

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Vor einiger Zeit habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht, dass ich eigentlich ganz gern mal wieder zum „Spinning“ gehen würde, nur leider fiel mir kein Anbieter ein, wo ich hätte hingehen können. Also habe ich einfach mal meinen Radl-Experten Michael angequatscht, ob er nicht eine Idee oder einen Tipp für mich hätte.

Und tatsächlich – er sagte „bei McFit“…
Häh? Wie jetzt?

Seit dem 31.08. hat in Bochum-Wattenscheid eins der neuen Evolution-Studios von McFit eröffnet, in dem das zusätzliche Angebot von Kursen, Spinning, Power Plate, Box-Workout und Express-Workout angeboten wird.

Gesagt, getan – ich war ziemlich gespannt auf das nigelnagelneue Studio und das neue Angebot. Ich konnte mir unter dem Begriff „Cybertraining“ eigentlich überhaupt nichts vorstellen… Ob das in etwa so wäre, wie wenn man im Flugzeug von einer Zeichenfigur die Notausgänge erklärt bekomme, wurde ich gefragt.
Keine Ahnung, ich ließ mich überraschen!

In der zweiten Woche nach der Eröffnung habe ich dann endlich mal Zeit gefunden, nach Bochum-Wattenscheid zu fahren, was für mich nicht wirklich viel weiter entfernt ist als das McFit-Studio, in dem ich sonst trainiere.

Schon beim Reinkommen war ich ziemlich überfordert. Auf drei Ebenen gab es Trainingsbereiche, ich hatte null Ahnung, wo ich jetzt hin musste. Am Empfang habe ich dann einfach mal um Hilfe gefragt, und der nette Trainer erklärte mir dann, in welchen Etagen welche Trainingsbereiche zu finden sind.

express-workout-bochum-mcfit-bochum© McFit: Express-Workout

lounge-bochum-mcfit-bochum© McFit: Lounge im Eingangsbereich

Alles ist nagelneu, sieht mega-modern und futuristisch aus! Sehr chic. Eine Etage tiefer war ich dann im „Cybertraining-Bereich“ angekommen. Es gibt dort jeweils einen Kursraum für Spinning, für Power-Plates und für Kurse.

Im Internet hatte ich mir den aktuellen Kursplan angeschaut und mir einen Yoga-Kurs um 19 Uhr ausgesucht und wollte anschließend noch Spinning ausprobieren.
Durch Fensterscheiben auf der Rückseite der Räume konnte man die laufenden Kurse beobachten.

cybertraining-kurse-mcfit-bochum© McFit: Kursraum Cybertraining

power-plate-mcfit-bochum© McFit: Power Plates

Mit mir gemeinsam wollten noch vier andere Teilnehmer den Yoga-Kurs machen, und so betraten wir den Kursraum, holten uns eine Matte und warteten auf den Start. Pünktlich um sieben ging es los, und „Marc“, der nette (echte) Mensch am großen Bildschirm vorne, führte uns durch ein etwa 50-minütiges Yoga-Programm mit klassischen Yoga-Elementen.

Letztendlich war das so, als wenn man vor dem Fernseher eine Yoga-DVD anschaut, nur dass der Bildschirm viiiiiiiiel größer ist ;-) und dass man nicht allein vor sich hin sportelt.
Die Übungen ließen sich auch für einen Yoga-Neuling wie mich halbwegs hinbekommen, und im Zweifel konnte man (frau) ja auch noch einmal bei den Mit-Teilnehmern abgucken. Es war aber alles sehr gut erklärt und nicht zu schwierig.
Wenn „Marc“ allerdings gegen Ende der Stunde noch ein einziges Mal „Genieße Dich…“ gesagt hätte, wäre ich versucht gewesen, meine Schuhe in den Bildschirm zu werfen!!! ;-)

Nach der Entspannungsphase ging es dann gleich für mich weiter zum 30-minütigen Spinning-Kurs „Basic“, wo man eine Einführung ins Spinning bekommen konnte.

18 Spinningräder finden sich in diesem Raum, alle in jede Richtung in der Größe verstellbar und wie alles andere auch nagelneu. Hier war es schon ein bisschen voller, aber nicht einmal die Hälfte der Räder war letztendlich besetzt.

Auch hier erklärte uns die Grundlagen des Spinnings eine nette Trainerin vorn am Bildschirm. Wirklich sympathisch gemacht, man vergisst beinahe, dass man nur auf einen LED-Schirm schaut. Diesmal war ich froh, dass ich mir nur die „Basic-Variante“ ausgesucht hatte, die nur eine halbe Stunde dauert, denn nach der Yogastunde war ich schon ziemlich kaputt und kam auf dem Radl schon ordentlich ins Schwitzen.

Hier noch einmal ein Bild von Samstag, da saß ich um acht Uhr (MORGENS!) schon im Spinning-Sattel, weil ich es zeitlich nicht anders hinbekommen hätte – und das Training einfach total viel Spaß macht und mich richtig schön zum Schwitzen bringt!
Diesmal hatte ich mir den Kurs “Intervall Basic” ausgesucht. Nach ungefähr 40 Minuten waren wir beim Cool Down angelangt und ich fit und munter für den Tag.
Hier sieht man noch einmal ganz gut, wie das Training funktioniert: Auf dem Bildschirm ist “Arianna”, die Trainerin, der Fortschritt der Trainingseinheit und das Level der Intervalle in Form von kleinen Balken.
 

Was ich ein bisschen vermisse, ist etwas lautere und fetzigere Musik beim Spinning, das würde mich noch mehr mitreißen, aber wenn man (frau) mal später genau weiß, was Ariane so ansagt, kann man ja auch noch eigene Musik mitnehmen…

Spinning bei McFit

© An-Kas: Cybertraining Spinning bei McFit Bochum-Wattenscheid

Was ich jetzt noch unbedingt mal ausprobieren muss, ist dieses Wackeldings (Power Plate) Zwinkerndes Smiley. Und noch ganz viele verschiedene Kurse, da bin ich schon ganz gespannt drauf!
Ich denke, man sieht mich jetzt öfter in Bochum-Wattenscheid!

Dafür, dass ich für das zusätzliche Angebot keinen Cent mehr bezahlen muss als meinen normalen McFit-Mitgliedsbeitrag, ist das ein absolut mega-geniales Angebot! Ich bin da ehrlich überzeugt von, auch wenn dieser Beitrag ein wenig nach Werbung aussieht.
Meine Begeisterung ist also echt, und wenn ich nicht schon Mitglied wäre…*gg*

Mein Fazit dazu ist also: Ich glaub‘, ich „spinne“… jetzt regelmäßig bei McFit!!!

Die oberen Fotos habe ich netter Weise (und ganz uneigennützig *gg*) von McFit für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt bekommen. Herzlichen Dank!
Wenn Ihr noch mehr über das Studio in Bochum-Wattenscheid oder das Cybertraining erfahren wollt, schaut doch mal auf den Seiten von McFit vorbei oder folgt @mcfit bei Twitter!!!

laufmotivationslos

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Sport? Laufen?

Im Moment gar nicht. – Warum nicht?

In der letzten Zeit habe ich einfach keine Lust. Ich kann mich nicht aufraffen.

Ich will möchte einfach nicht.

Ich habe erst recht keinen Bock auf Sport oder Laufen, wenn ich dazu gedrängt werde.

“Geh’ doch mal wieder Laufen!” …

”Wolltest du nicht mal wieder ins Fitnessstudio?” …

…sind definitiv keine Motivation für mich. Wenn ich loslaufe, ohne wirklich Lust dazu zu haben, weiß ich jetzt schon, dass es scheiße wird. Es kann dann einfach nichts werden.

Also warte ich jetzt einfach darauf, dass ich von ganz allein wieder drauf komme, dass Laufen toll ist und es mir wieder Spaß macht. Währenddessen beschäftige mich mit anderen Dingen.

(Auch wenn ich weiß, dass ich ausgeglichener, entspannter und fitter wäre, wenn ich was sportliches tun würde.)

Laufschuhe_modern

Laufschuh – Kauf

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Zuerst die gute Tat des Tages: Mit ein paar Arbeitskolleginnen und –kollegen gingen wir zur Blutspende beim DRK, ließen einen halben Liter Lebenssaft dort, bekamen die Tafel Schokolade (wegen der wir alle eigentlich nur zum Blutspenden gehen) und hatten viel Spaß zusammen…

Danach konnte den wichtigen Termin am Nachmittag wahrnehmen –
Neue Schuhe kaufen! Aber erstmal der Reihe nach:

Vielleicht hat der eine oder andere schon mein Gejammer bei Twitter & Co. mitbekommen, denn bei den letzten ungefähr vier Läufen hatte ich immer Probleme: erst undefinierbare Schmerzen bzw. ein Taubheitsgefühl vom rechten Knie ausgehend – mal nicht so doll, mal so arg dass ich aufhören musste…

Am Montag wollte ich dann das schöne Osterwetter ausnutzen und bin zu meiner Lieblingsstrecke zum Schlosspark gefahren. Beim Laufen habe mich bemüht, „ordentlich“ zu laufen und habe 6,3 km durchgehalten, wobei das rechte Bein sich zwar bemerkbar machte, es aber mit einem bisschen Zähnezusammenbeißen auszuhalten war.

Ergebnis war allerdings, was sich abends schon ankündigte: Ich konnte gestern kaum mehr gehen. Meine rechte Hüfte tat höllisch weh vor Muskelkater. Ich bin so herumgehumpelt, dass mich meine Kollegin an der Pforte fragte „Na, haste Sport gemacht?!“ ;-)

Okay, ich muss also eine Lösung finden, denn ich will wieder durchstarten!

Asics GT2090Eigentlich hatte ich schon lange vor, mir ein neues Paar Laufschuhe zu gönnen, aber irgendwie kamen immer wieder Termine dazwischen, oder ich lief mal wieder nicht so regelmäßig, dass ich es albern fand, direkt wieder mit einem neuen Paar einzusteigen.

Unabhängig davon, dass ich jetzt wieder Probleme beim Laufen bzw. tierischen Muskelkater hatte, fiel mir auf, dass mein Lieblingslaufschuh (ein schwarzer Asics GT 2090) allmählich auseinander fällt. Er löst sich vorne am „Knick“ auf, die Hacke ist völlig ausgefranst und total abgelaufen ist er auch noch.

Asics Gel Foundation Mein zweites Paar (Asics Gel Foundation) sieht noch etwas besser aus, ist aber mindestens genauso alt wie der schwarze.

Damit stiefelte ich also zu dem Laufladen, dessen Inhaber mir für seine kompetente Laufschuhberatung empfohlen worden war. Es handelt sich um einen Orthopädietechniker mit einem Schuh- und Laufladen, der auch selbst läuft.

In eineinhalb Stunden intensiver Beratung und nach der Analyse meiner Füße, meiner Haltung, meiner Muskulatur und natürlich meiner Bewegungen auf dem Laufband stellte sich folgendes heraus:

Ich habe ein ziemlich abgesenktes Fußgewölbe, knicke also deutlich nach innen. Die Einlagen, die ich bisher verwendet habe, sind Mist. Besser als ohne, aber eben nicht ideal für meine Füße. Da sind natürlich neue fällig, wollte ich mich ja ohnehin drum kümmern. (Wenn ich jetzt eh einen Termin wegen des Rezepts für die Einlagen beim Orthopäden machen muss, kann der sich ja auch mal mein rechtes Bein ansehen.)

(Der nette Laufschuhverkäufer meint, ich müsste mehr Übungen für die Rumpfmuskulatur machen, dann würde sich wohl auch das mit dem Muskelkater in der Hüfte geben…)

Ich habe drei Paar passende Laufschuhe angehabt. Der Nachfolger des GT2090, ein GT30irgendwas (mein schwarzer Asics ist echt schon sechs Jahre alt, wie ich erfuhr) war nicht optimal, da die Stütze zu schwach war, wie man auf dem Video erkennen konnte. Mit den neuen Einlagen, die ich noch bekommen werde, könnte man das zwar hinbekommen – aber die anderen beiden waren besser und dazu noch günstiger.

Ich hätte zwar gerne wieder einen schwarzen Laufschuh, das war es mir aber nicht wert, 125 Euros dafür zu löhnen, wo hingegen die anderen beiden zur Auswahl stehenden Schuhe wesentlich günstiger waren. Da ich mich bei der Entscheidung zwischen dem Asics Gel Foundation 8 und dem rot-weißen Brooks Adrenaline GTS 9 sehr schwer tat, machte mir der nette Laufschuhverkäufer ein aus meiner Sicht gutes Angebot, wenn ich beide Paare nehme. Es sind zwar Auslaufmodelle, das ist mir aber total wurscht, Hauptsache ich kann damit blasenfrei laufen. Wahrscheinlich hätte ich sonst aus der Gewohnheit heraus wieder den Asics gekauft, jetzt kann ich aber doch mal einen anderen Hersteller ausprobieren. Bequem fühlt er sich jedenfalls auch an! Und ich habe zwei Paare (fast) zum Preis von einem bekommen. Wenn sie sich jetzt bei den ersten Läufen bewähren, bin ich zufrieden. Mit der Beratung war ich es jedenfalls…

neuer Brooks Adrenalineneuer Gel FoundationEin bisschen Sorgen macht mir allerdings, dass sich nach den paar Metern auf dem Laufband wieder mein Knie bemerkbar machte. Autsch.

Hm, spätestens am Freitag will ich meine neue Errungenschaft ausprobieren! Dann hoffentlich ohne Zwicken oder Zwacken!

Macht Ihr eigentlich auch so ein Aufhebens um neue Laufschuhe? Das war jetzt schon viel Aufwand, eineinhalb Stunden lang ein neues Paar zu finden. Wie macht Ihr das? Auch mit so einer intensiven Beratung oder einfach so aufgrund Eurer Erfahrungen?

Meine beiden “Alten” werden jetzt allerdings auf die große Reise mit den Müllmännern gehen.
(Oder verwahre ich sie erstmal noch, falls die neuen???)

die alten Treter