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Laufdiagnostik für Laufschnecken?

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RezeptionIn meinem letzten Blogbeitrag hatte ich Euch erzählt, warum ich mich zu einer Leistungsdiagnostik angemeldet hatte und versprochen, darüber ausführlich zu berichten:

Letzten Freitag (06.09.2013) war es so weit. Nach der Arbeit machte ich mich auf den Weg nach Gelsenkirchen zum Sport- und Reha-Zentrum “medicos auf Schalke”.
Das einzige, was ich beachten sollte, war mich zwei bis drei Tage vorher nicht besonders stark zu belasten und zwei bis drei Stunden vorher nichts mehr zu essen.
Davon, dass ich nicht aufgeregt sein sollte, hatten sie zum Glück nichts gesagt…

Rezeption LD

Ich war ganz schrecklich aufgeregt. Warum weiß ich gar nicht so genau, aber das ist fast normal bei mir.
Zunächst an der Rezeption angemeldet – das Medicos wirkt wie ein riesiges Hotel, dann den Weg zur Abteilung Leistungsdiagnostik gesucht, was für mich Orientierungslegastheniker schon die erste Herausforderung war.
Danach zur Umkleide und in die Sportklamotten geworfen.
Als erstes stand das Ruhe-EKG und die sportmedizinische Untersuchung auf dem Programm.
Beim Ruhe-EKG meinte die nette Helferin Frau S. zu mir, “Sie haben einen Puls von 65, von Aufregung kann gar keine Rede sein!”
– Hm, fühlte sich aber doch anders an…
Der Arzt schaute sich das EKG an, stellte wahnsinnig viele Fragen zu meinem Gesundheitszustand, hörte auf Herz und Lunge, kontrollierte Bauch, Rücken und Gelenke, maß den Blutdruck (140/100, also doch ein bissl aufgeregt.) – danach hatte er keine Bedenken, mich aufs Laufband zu schicken.

Das schwierigste an der ganzen Laufdiagnostik war, glaube ich, mich so zu verkabeln, dass alle EKG-Elektroden und der Pulsgurt an der richtigen Stelle saßen und nicht verrutschten. Dazu bekam ich noch einen schicken Netzstrumpf übergezogen, um alles an der richtigen Stelle zu halten. Sehr sexy. Auf den riesigen Spiegel, in dem ich mich so während des Laufens, T-Shirt-los und voll verkabelt bewundern konnte, hätte ich nur zu gern verzichtet!
Und nur damit Ihr nicht auf die Idee kommt – Fotos gibt es davon zum Glück keine… ;)

Zunächst wurde noch im Stehen der erste Laktatwert gemessen. Dazu wird aus dem Ohrläppchen ein Tropfen Blut genommen, was überhaupt nicht weh tat.
Danach bestand meine Aufgabe nur noch darin, zu laufen. Alles weitere wurde mir immer angesagt, erklärt und sich wirklich total nett um mich gekümmert.
Los ging es mit gemütlichem walken (5 km/h). Jede Phase dauert drei Minuten, dann springt man breitbeinig vom Laufband und steht, während wieder ein Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen entnommen wird. Anschließend steigt man wieder ein, und die Geschwindigkeit wurde jeweils um ein weiteres km/h gesteigert.
Bei sieben km/h ging es mir noch gut, der Blutdruck inzwischen bei 180/100 – aber alles noch locker, und ich konnte mich nebenbei noch unterhalten.

Naturgemäß wurden die 3-Minuten-Abschnitte für mich immer anstrengender und die Dauer gefühlt immer länger. Ab neun km/h wurde jedes Mal der Blutdruck gemessen, Laktat natürlich ebenfalls.
Was mir selbst beim Laufen und dem Blick in den Spiegel auffiel, war meine Lippenfarbe. Ich hatte ganz extrem blaue Lippen. Na gut, ich beobachte mich ja sonst auch nie beim Laufen…

Vor Beginn der Laufdiagnostik hatte ich geschätzt, dass ich bis 11-12 km/h kommen würde. Das schaffte ich allerdings nicht ganz. Bei elf km/h legten mir die beiden Helferinnen nah, doch nur noch eine Minute zu versuchen, da auch der Blutdruck kontinuierlich in den Keller (100/60 zum Schluss) gegangen war, und sie mich nicht vom Laufband kippen sehen wollten…
Insgeheim war ich aber froh, dass ich nicht entscheiden musste, wann ich aufhöre, weil ich nie wirklich weiß, wann ich wirklich nicht mehr kann, oder ob ich nur einfach keine Lust mehr habe, weil es mir zu anstrengend wird. Also denke ich, dass der höchste Puls (173 bpm) bei diesem Test nicht zwangsläufig auch mein Maximalpuls ist.

Hauptbelastungsdaten

Zwischendurch kam auch noch einmal der Arzt und schaute aufs EKG, alle fragten immer ganz lieb, ob es mir noch gut ginge – aber ich fühlte mich ganz okay. Kaputt zwar, aber eben nicht schwindelig oder schlecht. Ich wollte nur nach dem Test ganz dringend “ausgehen”, das letzte Mal stehen bleiben fiel mir sehr schwer.

Mit Wasser und Handtuch versorgt, die Kabel wieder entwirrt und abgemacht, war ich erstmal entlassen und konnte in Ruhe duschen gehen. Das Zentrum ist wirklich riesig, alles ganz neu und sehr schick eingerichtet. Sehr angenehmes Ambiente. Man merkt auch nicht, dass man “Auf Schalke” ist, auch wenn das für mich fußballneutralen Menschen vollkommen unerheblich gewesen wäre…

Als nächstes erklärte mir Frau L. sehr nett und ausführlich, was die Auswertung der Leistungsdiagnostik nun für mich bedeutet.:
Wesentliches Ergebnis ist, dass ich bisher meistens “zu schnell” gelaufen bin. Das hört sich für alle halbwegs sportlichen Menschen, die meine bisherigen Zeiten kennen, schon ziemlich lustig an – ist es aber nicht. Mein Trainingsbereich, um Grundlagenausdauer zu trainieren (GA1), liegt bei einem Puls bis 135 bpm. Gelaufen bin ich aber meistens um die 150 bpm, oder höher wenn ich mal ein bisschen schneller wollte…
Dadurch fehlt es eben an der richtigen Grundlage: ich habe meinen Körper immer in den anaeroben Bereich gebracht, also in den Bereich, in dem er nicht mehr ausreichend Sauerstoff bekommt.
Kurz erklärt: Um die Muskeln mit Energie zu versorgen, reicht normalerweise die Atmung. Die Sauerstoffaufnahme ist bei Belastungen im niedrigeren Bereich (aerober Bereich) auch über einen längeren Zeitraum ausreichend. Wenn dann aber die Intensität des Trainings steigt, desto mehr Energie müssen sich die Muskeln aus anderen Quellen besorgen, da der aufgenommene Sauerstoff nicht mehr ausreicht. Nun wird Glucose / d.h. die Kohlehydratspeicher abgebaut, und es entstehen hohe Laktatwerte oberhalb der anaeroben Schwelle. Hierdurch übersäuern die Muskelzellen, so dass die Leistungsfähigkeit der Muskeln rasant abnimmt. Das Training wird dadurch ineffektiv, man baut kaum Fett ab und riskiert schlimmstenfalls sogar Verletzungen.

Ich werde also zukünftig NOCH langsamer laufen. Zweimal in der Woche im GA1-Bereich, dafür für etwa eine Stunde oder länger. An meinem dritten Trainingstag “darf” ich dann etwas mehr, kleinere Intervalle, Berge oder GA2.
Langfristig soll sich dadurch eine Verschiebung der Laktat- und Leistungskurve ergeben, d.h. man wird durch das langsame Laufen schneller. Klingt komisch, probiere ich nun aber mal aus…

LeistungskurveNach der Auswertung der Leistungsdiagnostik und der ermittelten Werte gab es noch ein Gespräch mit dem Arzt. Auch er nahm sich noch einmal viel Zeit, um alles mit mir zu besprechen, ging auf meine Fragen zu meiner Schilddrüsen-Unterfunktion ein und beruhigte mich, dass mit meinem EKG alles in Ordnung war. Das Absacken des Kreislaufs bei so hohen Laktatwerten ist ebenfalls ganz normal und nicht Besorgnis erregend. Meine blauen Lippen, die auch den Helferinnen aufgefallen waren (“tragen Sie Lippenstift???”), waren ein sichtbares Zeichen für die sinkende Sauerstoffversorgung, aber eben normal zu diesem Zeitpunkt.

Meine neuen Trainingsbereiche:

Trainingsbereiche

Was Euch sicher noch interessiert, ist meine Einschätzung, ob sich so eine Leistungsdiagnostik auch für so Laufschnecken und Freizeitläufer wie mich lohnt, oder?
Mein Fazit dazu ist – Ja. Wenn man ein wenig beratungsresistent ist wie ich, hilft einem so eine hochprofessionelle Untersuchung dabei, den “richtigen” Trainingsbereich zu finden.
Ich hätte auch alternativ auf viele der gut gemeinten Tipps und Ratschläge der wirklich erfahrenen Läufer um mich herum hören können – dabei hätte ich das Geld gespart. Aber da ich die nie so wirklich ernst genommen habe und meinte, ich könnte gar nicht so langsam laufen – glaube ich zumindest jetzt den bunten Ergebnissen auf Papier…
(Ich erinnere mich noch gut, dass mein Kollege und Triathlon-Experte M. mir einmal sagte “Du trainierst mit zu hohem Puls. Fang doch mal mit walken an!” – Das wollte ich ja gar nicht hören… :) ) 

Medicos auf SchalkeZudem weiß ich nun, dass mein Herz und Kreislauf in Ordnung ist, und woran es lag, dass ich so überhaupt nicht vorwärts kam mit meinem Training.

Statt also die Laufschuhe an den Nagel zu hängen, habe ich wieder neue Motivation für mein Hobby und fange einfach noch einmal mit dem “Grundgerüst”, der Grundlagenausdauer an.

Zitat Frau L. “In Ausdauer steckt das Wort Dauer”, heißt also, ich muss Geduld mit mir haben und dafür schon einen längeren Zeitraum einplanen, als ich es gern hätte…

Sonntag und Freitag letzter Woche habe ich das ganze auch direkt umgesetzt und bin 60 Minuten bei 133 bpm und 70 Minuten bei 137 bpm gelaufen. Sehr langsam, sehr entspannt und nur mit Gehpausen, wenn der Puls an Steigungen jenseits der 150 Schläge kletterte.

Über die Distanz bzw. die Pace spreche ich dabei nicht, das hört sich fast ein wenig lächerlich an –
aber ich laufe ja nicht für andere, sondern für mich.
Und genau aus diesem Grund hat sich die Leistungsdiagnostik auch wirklich gelohnt.
Weil sie MIR hilft!

“Medicos auf Schalke” kann ich dazu auch vollstens empfehlen. Ich habe mich bei Frau S. und Frau L., aber auch bei Herrn Dr. M. sehr gut aufgehoben gefühlt. Auch hatte ich nicht das Gefühl, als “Laufschnecke” belächelt zu werden. Ich kann mir durchaus vorstellen, wenn ich jetzt wirklich dran bleibe, das ganze in einem oder eineinhalb Jahren noch einmal zu wiederholen und die Ergebnisse zu vergleichen.

Jetzt seid Ihr dran!
Habt Ihr auch schon einmal eine Leistungsdiagnostik machen lassen? Oder daran gedacht?
Mit welchen (neuen) Erkenntnissen?
Wie ist Eure Meinung?
Ich freue mich über jeden Kommentar!

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Nervös…

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… bin ich jetzt doch schon ziemlich.

Nächsten Sonntag steht der “Brooks Münster City Run” auf dem Programm. Worum es geht, habe ich ja schon in meinem letzten Artikel „Wettkampf in Sicht“ beschrieben.

Und ich stelle mir tausend Fragen, anstatt “einfach zu laufen” am nächsten Wochenende:

 

  • Laufe ich mit Musik oder ohne?
    (Ich laufe im Training IMMER mit Musik. Würde sie mir nicht fehlen, wenn ich sie dann mal weglasse?)
  • Nehme ich was zu trinken mit im Gürtel?
    (Nehme ich sonst auch immer auf den “längeren” Strecken. Wobei so ein Gürtel ja nicht wirklich bequem ist.)
  • Welches Tempo laufe ich?
    (Ich glaube, ich brauche so etwas wie eine “Vorgabe” – aber da hoffe ich einfach auf
    Markus. Ich möchte nicht darüber nachdenken müssen, ob ich nicht doch schneller könnte, wollte oder müsste…)
  • Was für eine Zeit ist realistisch?
  • Was ist wohl für ein Wetter am Sonntag?
    (Ich hoffe auf kühl und bedeckt. Warm ist Gift für mich.)
  • Schaue ich zwischendurch auf den Puls?
    (Oder blende ich den am besten auf dem FR410 aus?)
  • Welche Anzeige am FR410 brauche ich, ohne mich ablenken zu lassen?
  • Wie hält man FÜNF Runden aus?
  • Was ziehe ich an?
  • Wann fahren wir los?
  • Wo parken wir am besten?
  • Was esse ich vorher?
  • Wie ertragen mich meine Mitläufer und Mitmenschen am nächsten Sonntag???
    Zwinkerndes Smiley

Falls Ihr Antworten, Baldrian oder sonstige Tipps für mich habt, lasst es mich wissen!

Wettkampf in Sicht

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Wettkampf in Sicht

Über Facebook oder Twitter bekommt Ihr ja schon im groben mit, ob ich gerade mal wieder fleißig laufe oder eine Null-Bock-Phase verbringe…

Und da merkt Ihr – aktuell läuft es ganz prima. Ich trainiere dreimal in der Woche, wenn ich nicht gerade in Partyvorbereitungen stecke, denn da fiel aus Zeitmangel mal eben eine ganze Woche aus.

Der Grund für meine momentane Motivation ist ein Ziel, das ich mir ein kleines bisschen willkürlich und mehr oder weniger als Schnapsidee ausgedacht habe:

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Mit FrauRadLos und Kaeterakete haben wir mal so nebenbei bei Twitter über ein mögliches Treffen geplaudert, als Markus den „Brooks-Münster-City-Run“ als Vorschlag in den Ring warf. Und irgendwie keimte da die irre Idee auf, ich könnte doch mal wieder an einem Wettkampf teilnehmen.

Allerdings war es vom Zeitpunkt der Idee bis zum Wettkampftag am 07.07. nur sieben Wochen (von denen ich jetzt gerade eine schonmal versemmelt habe). 10 km sind zwar selbst für mich zu schaffen – das Problem ist dabei nur, dass ich so furchtbar langsam bin und sicherlich eine der Allerletzten sein werde. Das ist nicht untertrieben, sondern ziemlich sicher.
Allerdings sollte mich das auch nicht unbedingt so arg belasten, denn dann wäre ich immer noch besser als alle diejenigen, die an diesem Tag auf der Couch liegen bleiben…

Was mich zusätzlich motiviert, ist das aberwitzige Angebot von Markus im Sinne von „wenn Du das wirklich durchziehst, laufe ich mit Dir!“ – Das fand ich ja erstmal etwas bedenklich, der unterschwellig hörbare Zweifel an meinem Vorhaben spornt mich aber doch an! *grins*
So langsam, wie ich laufe, kann aber doch kein „normaler Läufer“ laufen… !?

Aber den Vorteil, im Wettkampf jemanden “Erfahrenes“ neben mir laufen zu haben, der mich ein bisschen „anschubst“ und bei dem ich vielleicht nicht ganz so viel jammern werde, wie ich es machen würde, wenn ich allein unterwegs wäre, werde ich aller Voraussicht nach gerne und dankend annehmen!
(Falls mein Zugpferd es sich dann doch kurzfristig anders überlegt, kann ich das aberauch gut nachvollziehen und es wäre kein Drama.)

Normalerweise hasse ich es ja, RUNDEN zu laufen, aber in Münster werden es fünf Runden à zwei Kilometer mitten durch die Stadt sein. Sehr zuschauerfreundlich – meine Fans werden mich also häufig zu sehen bekommen, sofern sie es so lange am Rand aushalten oder nicht lieber vorher schonmal zum Bierstand abdriften … :D

Der <3-Mann hat sich beim Fußballspielen einen Muskelfaserriss zugezogen und fällt leider die nächste Zeit wohl fürs Laufen aus. Bedeutet – keine aktive Teilnahme für ihn am BMCR – aber die wesentlich wichtigere Aufgabe des Supporters…

Ansonsten freue ich mich darauf, viele Leute in Münster zu treffen, die man schon von Twitter, Facebook oder aber auch schon „in echt“ kennt. Ich habe so im Gefühl, da könnten schon einige „Bekannte“ zusammen kommen!

So langsam häufen sich bei mir allerdings auch die Gedanken „Was hast Du Dir nur dabei gedacht?“ oder „Was hast Du wieder angestellt?“ ;))

Wer von Euch ist alles dabei? Ihr könnt Euch noch anmelden! ;)

Skiurlaub Nauders 23.02.-02.03.2013

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Achtung SkifahrerAuch wenn ich denke, dass es jetzt endlich Frühling werden sollte und die Sonne sich auch mal wieder zeigen könnte, muss ich mich wohl beeilen, um meine Schnee- und Skiurlaubs-Bilder noch halbwegs in der „richtigen Jahreszeit zu veröffentlichen…

In diesem Jahr ging es nach Nauders in Südtirol. Das ist unser „Lieblings-Skigebiet“, einfach weil wir dort schon so oft waren, es gemütlich-ruhig ist und auch das Skigebiet unseren Anforderungen vollkommen entspricht.

Pension TirolIn diesem Jahr gab es dennoch eine Premiere: Wir waren mit Freunden (zwei Paare und ein Kleinkind) unterwegs.
Als Unterkunft hatten wir uns diesmal die „Pension Tirol“ ausgesucht.

Leider begann der Urlaub eher besch…eiden. Auf der Hinfahrt hatte unsere Freundin noch mit
Magenproblemen gekämpft, pünktlich am Abend hatte es mich dann auch erwischt, und ich musste
das wirklich tolle Buffet im Hotel unangetastet stehen lassen und mich mit einem Tee begnügen…

So fiel auch der erste Skitag für mich aus, da ich in der Nacht ständig auf gewesen war und ich mich
auch am Tag nicht allzu weit von den sanitären Einrichtungen weg bewegen wollte…
Meine Skigruppe zog also ohne mich auf den Berg. Das einzige das zu mir hielt, war das Wetter, denn es war reichlich ungemütlich – es schneite fast den ganzen Tag leicht vor sich hin und war trüb und nass.
Erst am Nachmittag machte ich mich auf den Weg ins Dorf, um Cola und Salzstangen einzukaufen.

Okay, das Bild ist ein paar Tage später entstanden ;)

An den darauf folgenden Tagen ging es mir schon besser, auch wenn der Appetit nicht wiederkehren wollte und es der erste Urlaub wurde, in dem ich nicht zu- sondern tatsächlich noch was abgenommen habe… Aber das schadet ja bekanntlich nicht, die Umstände und dann noch im Urlaub waren nur eben nicht so schön.

Aber ich konnte mit auf die Piste und bin ab Montag dann auch mit den anderen Ski gefahren. Für meine Verhältnisse auch ganz passabel. Das gute ist eben an dem Skigebiet, dass ich inzwischen fast jede Piste kenne und weiß, welche ich wann gut fahren kann.
Auch das Wetter wurde kontinuierlich besser, wir konnten zum Schluss bei herrlichstem Kaiserwetter die Pisten genießen.

Kirchturm im ReschenseeAn einem Nachmittag fuhren wir zum nahe gelegenen Reschensee in Italien. Das war auch das einzige Mal, das ich die “richtige” Kamera mitgenommen habe, sehr viele Fotos gibt es aus diesem Urlaub also nicht.
Wir spazierten ein bisschen um den versunkenen Kirchturm herum und genossen das tolle Wetter.
Die Geschichte des Reschensees und die unschöne Geschichte der Flutung eines ganzen Dorfes ist schon sehr interessant. Als ich nachts mal wieder (aus bestimmten Gründen) auf war, habe ich das bei Wikipedia und einer anderen Webseite mal ausgiebig nachgelesen.

Mittwoch fuhren wir nach Italien ins Skigebiet „Schöneben“, das wie es der Name schon erahnen lässt, wirklich schön flach mit breiten Pistenautobahnen ist. Auch hier hatten wir tolles Wetter und genossen die Sonne ausgiebig.

Am Donnerstag beschlossen wir, einen Tag Pause zu machen, da wir eh einen „5 in 6“ – Skipass hatten.

Stattdessen bummelten wir ein wenig nach dem Frühstück herum und fuhren dann nach Samnaun zum Shopping in die Schweiz. Um die Möglichkeit des zollfreien Einkaufs zu nutzen, kauften wir Parfum, ein paar hochprozentige Mitbringsel und Zigaretten für unseren krank in der Pension gebliebenen Freund ein. (Der nächste, den es erwischt hatte)

Auch bei unserem Ausflug nach Samnaun hatten wir wieder super Glück mit dem Wetter, so dass wir herrlich in der Sonne eine riesige Pizza bzw. ein Stück Kuchen essen konnten.

Samnaun Samnaun

Am letzten Skitag strahlte die Sonne, und wir fuhren noch einmal in Nauders Ski. Schön für meinen <3-Mann ist ja wirklich, dass außer mir Ski-Schnecke auch noch seine Freunde dabei waren, mit denen er dann auch anspruchsvollere Pisten in schwarz und vor allem in höherem Tempo fahren konnte. So konnte ich mich immer nett an der Hütte ausruhen oder eben auch allein ins Tal fahren und mich schonmal in Richtung Pension begeben, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Rundherum war es ein gelungener Urlaub. Leider dauerte die Rückfahrt diesmal fast zwölf Stunden, das war sehr anstrengend und nervenaufreibend.
Fast so, dass man jetzt direkt schon wieder Urlaub gebrauchen könnte…Bank im Schnee

Hat Euch Nauders gefallen? Lust auf mehr Schnee- und Skiurlaubs-Fotos?
Fahrt Ihr auch Ski? Rasant oder eher so wie ich im Schneckentempo auf den Brettern?
Über Eure Meinung zu Skifahren, Schnee oder sonst was freue ich mich wie immer in den Kommentaren…

 Zwinkerndes Smiley

Hier findet Ihr die Beiträge zu den Skiurlauben der vergangenen Jahre:

>>> Nauders 2011

>>> Nauders 2010

Samnaun

So wird das nix

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Zwischenstand nach zwei vorsichtigen Laufversuchen nach langer Pause – Immer noch… Daumen runter  Vor Wut kochen nix.

Am Mittwoch sagte meine Physiotherapeutin zu mir “Gehst Du heute laufen?” – Und ich war total happy, dass sie meinte, ich könnte mal einen vorsichtigen Versuch wagen. Sie riet mir zu einem kurzen Lauf mit Be- und Entlastung durch Laufen und gehen im Wechsel.
Also machte ich früh Feierabend und schwang mich in die Laufklamotten, um das herrliche Wetter vor dem Sonnenuntergang noch auszunutzen. Sonne pur!

Ich startete mit zwei Minuten laufen und einer Minute Gehpause im Wechsel. Dabei versuchte ich so gut wie möglich, auf einen ordentlichen Laufstil zu achten und nach Möglichkeit mit dem Mittelfuß zu landen ohne zu stark einzuknicken. Dabei musste ich feststellen, dass eine “saubere Technik” in dem Schneckentempo, in dem ich sonst so laufe, fast unmöglich ist. Da muss ich noch viel üben oder brauche in irgend einer Form professionelle Anleitung…
Als der Knöchel recht schnell müde wurde, hörte ich auch brav auf. War somit nur ungefähr 25 Minuten unterwegs.

Was ich mir überhaupt nicht erklären kann, ist der viel zu hohe Puls:
image

Das ist doch nicht normal, oder? Ich war wirklich nicht schnell. Es fühlte sich aber auch so an. Richtig schwerfällig. So war ich irgendwie gefrustet, anstatt das herrliche Laufwetter und die Bewegung durch die bunten Herbstfarben zu genießen…

EinlagenDie neuen Einlagen (die eigentlich propriozeptiv = aktivierend sein sollten,) fühlen sich auch äußerst seltsam an. Sie sind betont hoch, stützen meiner Meinung nach also eher noch mehr als die vorherigen. Davon wollte ich doch weg. Leider hatte der Orthopädietechniker noch keine Zeit. mir zu erklären, wie das nun funktionieren soll…

Ansonsten versuche ich momentan, mit allen Tricks und Hilfsmitteln etwas für meinen Knöchel zu tun. Ich salbe wieder fleißig vor dem Schlafengehen, habe mir ein Balancepad für Stabilitätsübungen gekauft, “laufe” auf dem gelenkschonenden Trampolin und gehe fleißig zweimal in der Woche zur Physio. Dort versucht meine liebe Physiotherapeutin alles erdenkliche, um meinen Knöchel wieder ins Lot zu bringen. Ultraschallanwendungen, Kinesio-TapeKinesio-Tape, Mobilisierung, Stabilitätsübungen – alles mit sehr viel Engagement und Hingabe. Führt zwar manchmal dazu, dass ich nach der Behandlung nass geschwitzt von der Liege steige, was daran liegt, dass die Mobilisierung der Sehnen und Strukturen eher schmerzhaft als unmittelbar wohltuend ist. Aber wenn es hilft, jammere ich nur ein bisschen vor mich hin…

Den zweiten vorsichtigen Laufversuch habe ich am Samstag gestartet. Wieder war das Wetter ein Traum – Sonne und quitschbunte Blätter in jeglichen Herbstfarben.
Der Lauf hingegen war ähnlich deprimierend wie am Mittwoch. Puls wieder jenseits von allem, was ich kenne (außer von “Tempoläufen”) und ein leises Zwicken im Knöchel.

Normalerweise bin ich zwar nicht so eine Heulsuse, aber während des Laufs war ich zeitweise echt den Tränen nah. Dann habe ich aber mit mir selbst geschimpft und musste fast wieder über mich lachen…

Hinzu kommt, dass diese winzige Laufrunde zur Abwechslung auch noch ziemliche Schienbeinschmerzen (Muskelkater?) hinterlassen hat, an denen ich mich zusätzlich erfreuen kann. Auch am Folgetag merke ich den Knöchel wieder.

Vielleicht sollte ich einfach ohne irgendwelche Vorgaben vor mich hin zockeln und entspannen, so wie ich es sonst auch gemacht habe –
aber dann wird sich nichts an meiner Lauftechnik ändern und die Entzündung im Knöchel voraussichtlich immer wieder auflodern. Blöde Situation. Ich weiß einfach nicht, was das Richtige im Moment ist…

Den Plan, am Silvesterlauf teilzunehmen, habe ich schon verworfen. Schade, aber so wird das nix.

Falls Ihr also irgendwelche Tipps, Tricks, Hausmittel oder Voodoo-Zauber für mich habt, ich nehme ALLES! Falls nicht, freue ich mich trotzdem über jeden Kommentar!

Zwinkerndes Smiley

 

 

Pause?

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Eine Woche Laufpause liegt hinter mir. Seit dem Herbstlauf letzte Woche war ich nur ein einziges Mal laufen.
Sonntag sollte es eine gemütliche, flache Runde werden, um ohne Trainingsplan- oder Wettkampfdruck zu entspannen.

Das Wetter war auch total herrlich, ein toller sonniger Herbsttag und lud geradezu zu einem schönen Lauf ein…

Leider wurde es aber irgendwie nix. Die rechte Wade fühlte sich immer noch irgendwie gezerrt an, und der linke Knöchel meldete sich wie schon lange nicht mehr…
Es wurde also eine Humpelei schlechthin, ich war so langsam unterwegs, dass man das kaum noch als Laufen bezeichnen konnte. Und nach vier km hatte ich dann den Kaffee auf und ging zurück zum Auto.

im000009Montag hatte ich dann einen Termin bei meinem Orthopäden, um mit ihm das Ergebnis der MRT-Bilder von letzter Woche zu besprechen.

Der Radiologe im Krankenhaus hatte mir schon gesagt, dass ich eine Sehnen-scheidenentzündung habe und damit wohl erst mal “nicht auf Zeit” laufen solle. Immerhin sei nichts am Knochen oder an den Bändern kaputt.
Der Orthopäde würde mir aber mehr dazu sagen können.

Der riet dann mal wieder zu einer Pause (wie lange, schreibe ich wohlweißlich mal nicht  Trauriges Smiley),
zu Tabletten (Celebrex), Physiotherapie und Elektrotherapie.

Das mit der Pause beschäftigt mich jetzt doch ein wenig mehr. Ich habe dem Doc gesagt, dass ich ja schon im Sommer auf seinen Rat hin einen ganzen Monat Pause gemacht habe, wo ich kein bisschen gelaufen bin, und ich danach ja auch schmerzfrei war. Nur mit dem Training fingen eben auch wieder die Schmerzen an…

Meine Sorge ist nun die, dass das wieder so sein wird, dass die Entzündung zur Ruhe kommt (durch die Tabletten und die Pause), sich aber an der Ursache nichts ändert und mit Trainingsbeginn wieder alles von vorn losgeht.

Ursache ist wohl meine suboptimale Fußstellung mit Knick-Senk-wasweißich-Füßen. Dadurch ist die ganze Statik nicht so, wie sie sein sollte, und die Sehne wird immer wieder gereizt. Meine Einlagen sind schon ganz gut, um das Fußgewölbe zu unterstützen, ändern aber ebenso wenig an der Ursache des Problems. Und leicht bin ich eben auch nicht.

Der Orthopäde war da etwas zuversichtlicher als ich, dass man das hinbekommen kann und ich auch den Silvesterlauf mitmachen kann. Auf meine Sorge hin, dass ich wegen des fehlenden Trainings dann aber allenfalls als Letzte ins Ziel käme, meinte er, er würde mich dann eben ins Ziel ziehen…

Zwinkerndes Smiley Tolle Aussichten!

Direkt noch am Montag  bekam ich dann den ersten von zehn Physio-Terminen bei FitPlus.
Meine Physiotherapeutin kenne ich noch aus unserer Schulzeit, sie meine “Krankengeschichte” schon ein wenig über Facebook ;) Beste Voraussetzungen also, um direkt durchzustarten…

Donnerstag hatte ich auch direkt morgens eine Behandlung vor der Arbeit, -wieder mobilisierte sie meinen Knöchel, lockerte die verspannte Wadenmuskulatur und die Sehne unter dem Fuß. Schön ist was anderes, aber aushaltbar – und wenn es hilft… soll man ruhig merken, dass da was passiert!
Wir werden demnächst dann auch Übungen erarbeiten, und ich hoffe, dass ich mit regelmäßigem Training soweit Stabilität in meine Flunken bringen kann, dass ich langfristig keine Probleme mehr haben werde. An meiner Lauftechnik muss ich sicherlich auch arbeiten, – wie ich das mache weiß ich noch nicht so ganz – wird sich aber sicher auch eine Möglichkeit finden.

Dass ich diese Woche nicht gelaufen bin, fiel mir noch nicht so schwer. Mittwoch waren wir Blut spenden, danach bin ich ohnehin immer so müde und sporteln fällt mir dann auch noch 1-2 Tage schwer. Aber jetzt fange ich an zu überlegen, wann ich denn das erste Läufchen wagen soll…
Der Silvesterlauf rückt auch immer näher, und eigentlich hatte ich ja auch vor, meinen Mika-Chip beim Martinilauf auszuführen.

Jetzt frage ich mich, wie lange ich gar nicht laufe und wann ich wieder einsteigen soll…

Was würdet Ihr machen???

Sehnenscheidenentzündung

Sehnenscheidenentzündung?