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Alltag und so – 20.11.2009

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Heute mal ein bisschen Alltag, passend zum Blogtitel…

Die letzte Zeit ist bei mir arbeitsmäßig etwas stressig, da ich fünf Wochen lang Schulungen für SAP-Anwender halte. Ein Kurs geht jeweils drei Tage lang, was bedeutet, dass ich neben der Vor- und Nachbereitung der Kurse meine normale Arbeit in den restlichen zwei Tagen oder am Wochenende erledigen muss…

Auch wenn die Variante, dass wir diese Schulungen jetzt “Inhouse” machen, eher eine Notlösung war, habe ich mich trotzdem gefreut, dass man mir und einem Kollegen das als Team durchaus zutraut. Und nach den ersten beiden Wochen kann ich auch behaupten, dass es besser klappt, als ich es gehofft hatte. Die Teilnehmer sind alle supernett, ich bin nicht mehr so nervös wie am ersten Schulungstag, es läuft – und unsere Kritiken sind überwältigend gut!
(Das ist toll fürs Ego und musste ich jetzt mal hier erwähnen *gg* )
Es macht mir sehr viel Spaß, auch wenn es viel anstrengender ist, als ich dachte. Obwohl wir um halb vier Feierabend machen, bin ich danach sowas von ausgepowert und total müde. Viel mehr, als wenn ich bis abends meine “normale” Arbeit mache.

Heute habe ich mir um eins einen ganz frühen Feierabend gegönnt, um endlich mal wieder zu laufen und das tolle Wetter zu nutzen. Um meinem inneren Schweinehund keine Gelegenheit zu geben, mir meine Couch schmackhaft zu machen, hatte ich mich heute mal gut vorbereitet und meine Laufsachen mit ins Büro genommen. Also konnte ich direkt nach der Arbeit in den Wald fahren und wollte zwei lockere Runden, d.h. insgesamt etwa sieben Kilometer laufen. Tempo sollte egal sein, einfach nur um Sonne zu tanken und entspannt wieder reinzukommen, schließlich hatte ich mal wieder eine faule Laufpause von zwei Wochen eingelegt.

Allerdings fiel es mir heute total schwer. Mir war die ganze Zeit total warm, was an den sommerlichen Temperaturen, meiner langen Hose plus Jacke oder daran gelegen haben könnte, dass ich irgendwas ausbrüte.
Also zockelte ich in Zeitlupentempo durch den Wald, mein Hörbuch “weiblich, ledig, untot” als Ablenkung dabei. Für das Schneckentempo fand ich meinen Puls zu hoch, kam einfach nicht in mein Wohlfühltempo und war nach drei Kilometern so schlapp, dass ich nach einer Runde zurück zum Auto ging. So hatte ich mir meinen Freitagnachmittag-Genusslauf nicht vorgestellt und bin ziemlich unzufrieden nach Hause gefahren.

Nach einer guten Stunde Mittagsschlaf bin ich dann mit Halsschmerzen aufgewacht, mag nicht sprechen (weil es weh tut) und lutsche seitdem ununterbrochen Hals- und Hustenbonbons. Ich kann keine Schweinegrippe gebrauchen, sonst muss meine Schulung in der nächsten Woche verschoben werden… Das wäre ganz übel! Also kämpfe ich jetzt mal am Wochenende tapfer dagegen an uns schaue mal, wer gewinnt.

Ansonsten haben wir seit letztem Wochenende ein 60-Liter-Aquarium, so ein neumodisches Würfelding, in das in zwei Wochen Garnelen einziehen sollen. Jetzt sind schon Pflanzen darin -  das Wasser braucht jetzt allerdings noch Zeit, bis es garnelenfreundliche Werte aufweist. Wenn die neuen Bewohner eingezogen sind, schaue ich mal, ob ich Fotos davon hinbekomme!

 

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Klatschnass und zufrieden.

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So, jetzt habe ich Euch genug auf die Folter gespannt, wer denn nun tatsächlich gewonnen hat…
Natürlich habe ich meinen inneren Schweinehund besiegt. Heute zum zweiten Mal. Gab es Zweifel? Aber der Reihe nach:
Donnerstag war ich fünf Kilometer unterwegs, sozusagen die Hausrunde. Wetter war gut, nicht zu warm und nicht zu kalt, ideal also. Fürs erste Mal war es auch ganz okay, ungefähr vierzig Minuten. Ja ich weiß, das ist langsam. Sehr langsam. Aber ich fange auch gerade erst wieder an, da geht es nur darum, dass ich überhaupt Laufschuhe anziehe! Oder?

Heute Nachmittag sollte das Wetter besser werden, wurde mir gesagt… Also habe ich mich gegen drei in die Laufsachen geworfen, Musik geschnappt und bin losgezogen. Weil es – na sagen wir – immer noch ein bisschen nach Regen aussah (der Himmel war rabenschwarz), hatte ich mir die Parkrunde ausgesucht, weil ich da am schnellsten wieder zu Hause wäre, falls es gewittern würde. Aber es sollte ja nicht regnen…

Fünf Runden à 1,1 km sollten es werden, soweit das Ziel. Bei der ersten war auch noch alles bestens. Die Sonne kam raus, jede Menge Spaziergänger im Park, die Tiere im Minizoo – alles bestens.
Gerade als ich die zweite Runde zur Hälfte hinter mir hatte, drehte der Himmel den Hahn auf und es goss wie aus Eimern. Nicht so’n bisschen Landregen, nein es klatschte nur so herunter. Kurz gezögert und dann entschieden, dass die Option “Nach-Hause-laufen” eh nichts bringen würde, weil ich dann auch nass wäre. Unterstellen schien mir auch was für Mädchen, also lief ich weiter.

Zwischendurch traf ich noch eine Freundin, die auch Laufen wollte, sich aber doch für die erste Option entschied. Ich also allein weiter…
Während ich allmählich klatschnass war, sammelte ich schon mal in Gedanken diese Stichworte für meinen Blog. Sozusagen alles, was einem bei so einem Sauwetterlauf durch den Kopf geht:

  • Wenn man einmal nass ist, kann man auch weiterlaufen.

  • Schon während des Laufes zu duschen hat auch Vorteile, fühlt sich frisch an und riecht auch so.

  • Man ist gar nicht auf einmal allein im Park, wie ich zunächst befürchtete. Nein, an allen Ecken / Bäumen / Vordächern stellen sich die Leute unter und gucken einen mitleidig an.

  • Solange man nicht in eine Pfütze tritt, fühlen sich die Füße gar nicht nass an. Mit dem rechten Schuh in eine Pfütze treten macht auch gar nichts – klatschnass wird dabei nur der linke Schuh…

  • Gut, dass ich meinen MP3-Player wasserfest verpackt hatte – ich habe da eine absolut tolle kleine Plastiktüte in lila für verwendet. Um jetzt keine Schleichwerbung zu machen, verrate ich nur dass es halt (übersetzt) etwas für “alle Tage”  ist. Wie passend…

  • Runden laufen ist mir zu langweilig. Ich habe schon ohne Regen nach der dritten keine Lust mehr. Diesmal ging mir nach vier Stück die Puste aus. Woran das wohl lag? Atmet man irgendwie anders bei Regen, weil man befürchtet, man könnte ertrinken?

  • Billige Lauf-Shirts vom französischen Sport-Discounter ziehe ich auch nicht mehr beim Training an, irgendwie kratzt da was am Arm. (Die Stelle ist jetzt krebsrot, wundgescheuert und tut höllisch weh!)

Klatschnass und zufrieden kam ich zu Hause an, wo ich direkt gefragt wurde “Und? Wo hast du dich untergestellt?”
”GAR NICHT!”

Etwas enttäuscht war ich schon, dass ich nicht wie geplant fünf Runden geschafft hatte, aber wahrscheinlich reicht das für den Anfang auch schon. So ein bisschen merke ich auch schon, dass sich wohl ein leiser Muskelkater ankündigt.

Schnell aus den klatschnassen Sachen gepellt und ein heißes Bad genommen, damit ich mich nicht erkälte. Hm, wenn ich recht überlege, waren da heute auch Schweine im Tierpark, bekomme ich dann vielleicht die Schweinegrippe???