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So wird das nix

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Zwischenstand nach zwei vorsichtigen Laufversuchen nach langer Pause – Immer noch… Daumen runter  Vor Wut kochen nix.

Am Mittwoch sagte meine Physiotherapeutin zu mir “Gehst Du heute laufen?” – Und ich war total happy, dass sie meinte, ich könnte mal einen vorsichtigen Versuch wagen. Sie riet mir zu einem kurzen Lauf mit Be- und Entlastung durch Laufen und gehen im Wechsel.
Also machte ich früh Feierabend und schwang mich in die Laufklamotten, um das herrliche Wetter vor dem Sonnenuntergang noch auszunutzen. Sonne pur!

Ich startete mit zwei Minuten laufen und einer Minute Gehpause im Wechsel. Dabei versuchte ich so gut wie möglich, auf einen ordentlichen Laufstil zu achten und nach Möglichkeit mit dem Mittelfuß zu landen ohne zu stark einzuknicken. Dabei musste ich feststellen, dass eine “saubere Technik” in dem Schneckentempo, in dem ich sonst so laufe, fast unmöglich ist. Da muss ich noch viel üben oder brauche in irgend einer Form professionelle Anleitung…
Als der Knöchel recht schnell müde wurde, hörte ich auch brav auf. War somit nur ungefähr 25 Minuten unterwegs.

Was ich mir überhaupt nicht erklären kann, ist der viel zu hohe Puls:
image

Das ist doch nicht normal, oder? Ich war wirklich nicht schnell. Es fühlte sich aber auch so an. Richtig schwerfällig. So war ich irgendwie gefrustet, anstatt das herrliche Laufwetter und die Bewegung durch die bunten Herbstfarben zu genießen…

EinlagenDie neuen Einlagen (die eigentlich propriozeptiv = aktivierend sein sollten,) fühlen sich auch äußerst seltsam an. Sie sind betont hoch, stützen meiner Meinung nach also eher noch mehr als die vorherigen. Davon wollte ich doch weg. Leider hatte der Orthopädietechniker noch keine Zeit. mir zu erklären, wie das nun funktionieren soll…

Ansonsten versuche ich momentan, mit allen Tricks und Hilfsmitteln etwas für meinen Knöchel zu tun. Ich salbe wieder fleißig vor dem Schlafengehen, habe mir ein Balancepad für Stabilitätsübungen gekauft, “laufe” auf dem gelenkschonenden Trampolin und gehe fleißig zweimal in der Woche zur Physio. Dort versucht meine liebe Physiotherapeutin alles erdenkliche, um meinen Knöchel wieder ins Lot zu bringen. Ultraschallanwendungen, Kinesio-TapeKinesio-Tape, Mobilisierung, Stabilitätsübungen – alles mit sehr viel Engagement und Hingabe. Führt zwar manchmal dazu, dass ich nach der Behandlung nass geschwitzt von der Liege steige, was daran liegt, dass die Mobilisierung der Sehnen und Strukturen eher schmerzhaft als unmittelbar wohltuend ist. Aber wenn es hilft, jammere ich nur ein bisschen vor mich hin…

Den zweiten vorsichtigen Laufversuch habe ich am Samstag gestartet. Wieder war das Wetter ein Traum – Sonne und quitschbunte Blätter in jeglichen Herbstfarben.
Der Lauf hingegen war ähnlich deprimierend wie am Mittwoch. Puls wieder jenseits von allem, was ich kenne (außer von “Tempoläufen”) und ein leises Zwicken im Knöchel.

Normalerweise bin ich zwar nicht so eine Heulsuse, aber während des Laufs war ich zeitweise echt den Tränen nah. Dann habe ich aber mit mir selbst geschimpft und musste fast wieder über mich lachen…

Hinzu kommt, dass diese winzige Laufrunde zur Abwechslung auch noch ziemliche Schienbeinschmerzen (Muskelkater?) hinterlassen hat, an denen ich mich zusätzlich erfreuen kann. Auch am Folgetag merke ich den Knöchel wieder.

Vielleicht sollte ich einfach ohne irgendwelche Vorgaben vor mich hin zockeln und entspannen, so wie ich es sonst auch gemacht habe –
aber dann wird sich nichts an meiner Lauftechnik ändern und die Entzündung im Knöchel voraussichtlich immer wieder auflodern. Blöde Situation. Ich weiß einfach nicht, was das Richtige im Moment ist…

Den Plan, am Silvesterlauf teilzunehmen, habe ich schon verworfen. Schade, aber so wird das nix.

Falls Ihr also irgendwelche Tipps, Tricks, Hausmittel oder Voodoo-Zauber für mich habt, ich nehme ALLES! Falls nicht, freue ich mich trotzdem über jeden Kommentar!

Zwinkerndes Smiley

 

 

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Wettkampf – Herbstlauf im Gysenberg

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Nachdem ich die letzte Zeit recht fleißig nach Plan gelaufen bin, stand am Mittwoch 3. Oktober 2012 der Herbstlauf vom Herner Triathlon Team auf dem Programm. Ein WETTKAMPF – au weia…

Vor dem Start war die Welt noch in OrdnungIm Vorfeld hatten wir ein paar Arbeitskolleg/innen zusammengetrommelt und starteten als Team. Ziel war es, das teilnehmerstärkste Team zu sein, wenn schon nicht das schnellste.

Es war Feiertag, man hätte so schön gemütlich zu Hause im Bett bleiben können, aber nein – ich hatte ja die wahnwitzige Idee, an diesem 5km-Lauf teilzunehmen. Es schüttete den ganzen Morgen, und als es endlich aufhörte, war es ziemlich windig und ungemütlich.

Aber angemeldet ist angemeldet, also machte ich mich fertig – die Laufklamotten hatte ich schon am Vortag zurecht gelegt, bastelte den Mikachip an meinen Laufschuh und war dann doch leicht aufgeregt.
Zwei Toasts und Milchreis gefrühstückt, rechtzeitig losgefahren. Eigentlich alles bestens.

Meine Fans waren auch schon vor Ort im Gysenberg Herne, d.h. meine Family und Freunde, aber natürlich auch meine Mitläufer, zu denen ich mich direkt gesellte.
Startnummer abgeholt, nochmal das Örtchen aufgesucht, geplaudert und gelacht. (Da war die Welt noch in Ordnung ;) Es kamen sogar ein wenig blauer Himmel und ein paar Sonnenstrahlen zum Vorschein.

Natürlich vergaß ich im Trubel, meinen Energieriegel noch zu essen, aber eigentlich sollten 5km auch ohne Doping zu schaffen sein ;)

Schön war es, noch vor dem Start die Twitter-Lauftreffler runHerne, Markus und Sven persönlich kennen zu lernen und ein bisschen zu quatschen. Sehr netter “Virtualitätsverlust” sozusagen…
(RunHerne hat auch einen tollen Blogbeitrag zum Herbstlauf geschrieben!)

Start des HerbstlaufsDer Schülerlauf über 1.500 m war schon vorbei, die Walker kamen gerade ins Ziel, und vor uns liefen dann erst einmal noch die Kleinsten beim 400 m – Tollpatschlauf. Total niedlich!

Um halb eins fiel dann der Startschuss für den 5km-Lauf. Der Start war mir als Laufschnecke schon viel zu schnell, also ließ ich mich von Anfang an hinter meine Mädels zurück fallen und versuchte, allein mein Tempo zu finden.

Los gehts durch den GysenbergDie ersten zwei Kilometer ging es dann den Berg rauf, was mir schon sehr schwer fiel. Oben angekommen hätte ich eigentlich schon aufhören können, ich versuchte aber, mich damit zu motivieren, dass es ja nun fast nur noch bergab geht…

Die restliche Strecke war ich allein unterwegs und habe ziemlich viel mit mir selbst diskutiert und mich gleichzeitig darüber selbst geärgert… Jetzt fehlte mir ein Zugpferd, allein konnte ich mich nicht antreiben. Puls war hoch, Atmung SEHR schwer. Das kannte ich so nicht.

Aufhören kam aber gar nicht in Frage! Also weiter gekämpft, kurz vor dem Ziel noch einen Mini-Anstieg hoch – inzwischen hatten mich einige Team-Kolleg/innen des 10km-Laufs überholt und ganz lieb angefeuert. Nutze aber auch nicht viel ;-)

geschafft ins ZielAber angekommen. 34:37.

Abgeklatscht auf der Ziellinie von unserem Team-Organisator Maik. Kurzer Dialog : “Und?” und meiner knappen Antwort “Zu langsam“!” Damit war alles geklärt.

Ich konnte auch nicht direkt stehen bleiben, der Puls bewegte sich nur ganz langsam aus astronomischer Höhe wieder abwärts. Leider hatte es wieder angefangen zu schütten, was für die Zuschauer und Fans ziemlich blöd war, mich jetzt eher weniger störte da ich eh nass war…

Immerhin war ich nicht die letzte, also ein persönliches Ziel erfüllt. (Noch drei Frauen und zwei Männer mit langsamerer Zeit als ich.)
Gut war, dass der Knöchel GAR NICHT geschmerzt hat. Auch die Wade, die sich seit zwei Wochen gezerrt anfühlt, sagte nix. Also leider keine Ausrede deswegen. (Nach dem Lauf habe ich dann EINEN unkontrollierten Ausfallschritt gemacht und hätte wieder jodeln können. Aber es scheint doch besser zu werden!)

Es war eine sehr schöne, liebevoll organisierte Veranstaltung mit toller Stimmung, vielen Zuschauern und einer schönen, aber für mich recht schwierigen Strecke.
Ich wäre gerne nach dem Lauf noch länger geblieben, um die Wettkampfluft, die Siegerehrungen und das Kuchenbuffet noch etwas mitzubekommen, aber mein Fan und Starfotograf war durchnässt und wollte heim…

Zusammengefasst: Keine Bestleistung von mir, aber ein tolles Erlebnis!!! (Und sicher nicht der letzte “Wettkampf”, auch wenn mir wahrscheinlich etwas Ehrgeiz dazu fehlt…)

Ziel

Nach dem Lauf: Als ich zu Hause aus dem Auto aussteigen wollte, hatte ich richtig Krämpfe in den Füßen, so unter der Sohle. Vielleicht hatte ich die Schuhe zu fest zugebunden?
Daheim erst einmal mit einem heißen Bad belohnt und entspannt.

Zwei Tage danach hatte ich tierischen Muskelkater in den Oberschenkeln. Scheine mich also doch irgendwo angestrengt zu haben… :-)))

Was mich an dem Ergebnis eigentlich nur wurmt ist die Tatsache, dass ich die selbe Strecke am Freitag vorher bei der “Generalprobe” in der Gruppe in 34:17 geschafft habe. Das war für mich zwar auch kein lockeres Tempo, aber ich konnte unterwegs noch quasseln und kichern und habe nur kurz vor Ende etwas mehr gekämpft. Auch der Puls kam danach schnell runter und von Muskelkater keine Spur…

Was ich als Fazit mitnehme, ist der feste Plan, dass ich den Berg auf jeden Fall mit ins regelmäßige Training einbaue, um da einfach besser mit umgehen zu können. Schließlich muss ich beim Silvesterlauf wieder dort rauf ;-))) Vergleich

Alles nach Plan

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20120820-174001.jpgIn Sachen „Laufen“ gab es hier in der letzten Zeit eigentlich kaum etwas von mir zu hören. Die meisten Beiträge stammen von der „Tour de Büsum“ und handeln daher naturgemäß vom Rad fahren.

Da aber das Thema „Laufen“ eigentlich ja sogar meinen Blog-Subtitel schmückt, sollte ich vielleicht auch in dieser Hinsicht mal einen kurzen Lagebericht abgeben:

Zusammengefasst: Es läuft alles nach Plan.
Beziehungsweise Ich laufe nach Plan. Smiley

Das ist eine Premiere für mich, denn bisher bin ich immer so gelaufen, wie ich gerade Lust und Laune hatte bzw. auch mal nicht und eben vollkommen unstrukturiert.

Seit zwei Monaten gehe ich das ganze etwas akribischer an als sonst. Ich laufe ganz regelmäßig drei Mal in der Woche (was bisher noch kein einziges Mal ausgefallen ist!). Davon einmal in meinem „normalen“ Wohlfühltempo, einmal mit einer kleineren „Tempoübung“ und einmal eine (für mich) etwas längere Strecke in einem niedrigen Pulsbereich.
Dabei hilft mir Christian, der sich netter Weise jede Woche für mich ausdenkt, was bzw. welchen Umfang ich laufen „soll“.

Mir hilft das sehr, da ich sonst eher unmotiviert und vor allem eben auch unstrukturiert bin, wenn es ums Laufen geht. So habe ich ein bisschen „Druck“ dahinter und staune fast jedes Mal, was ich alles schaffe, wozu ich mich sonst wahrscheinlich eher nicht bewegt hätte.

Ganz lieben Dank an Christian für die Mühe und Geduld mit mir!!!
Gute und hilfreiche Tipps zu Trainingsplänen habe ich auch von Zickline, Knopf13 und runHerne bekommen! Auch dafür noch einmal herzlichen Dank! Toll, wenn um einen herum so viele hilfsbereite Läufer sind. Das motiviert noch zusätzlich!

Silvesterlauf 2002Das Ziel ist und bleibt das gleiche: Ich möchte so gut auf den 10 km-Silvesterlauf vorbereitet sein, dass ich nicht als letzte ins Ziel komme.
Und wenn ich vielleicht noch die Zeiten von 2002 und 2004 unterbieten könnte, wäre das ein zusätzliches Bonbon. Aber auch nicht tragisch, wenn das nicht klappt. Schließlich war ich da zehn Jahre jünger und trug noch nicht so viel Kilos Lebenserfahrung mit mir herum… ;-)

Meine Laufhighlights der letzten Zeit:

  • Neue Laufschuhe: Asics Gel Kayano 18 in chicem schwarz! Ziemlich spontan bestellt, da kurz im Laden angehabt (gab es dort aber leider nicht in schwarz) und als Alternative zum Asics Gel Foundation empfohlen bekommen.
    So ein drittes Paar kann doch nicht schaden, oder? ;)
     

  • Die Zehn-Kilometer-Marke ist geknackt! Vor zwei Wochen zum ersten Mal, gestern mit einem 11km-Lauf zum zweiten Mal. Zwar in absolutem Schneckentempo, aber da geht es erst einmal nur darum, wieder die Ausdauer zu haben, längere Zeit laufend unterwegs zu sein. Ich war ganz schön stolz auf mich – da es der heißeste Tag des Jahres gewesen sein soll. (Klar, dass auch bei halbwegs erträglichen Morgen-Temperaturen die Pulsvorgabe da nicht eingehalten werden konnte.) 

  • Ich schaffe es tatsächlich, auf einer Strecke, die fast ausschließlich geradeaus geht, bei der einzigen Weggabelung nach dem Weg fragen zu müssen. Und das, obwohl ich dort schon mit dem Fahrrad hergefahren bin. Mit meiner Orientierung ist es wirklich nicht allzu weit her. Aber damit bin ich zum Glück nicht ganz allein… 

  • Laufen mit der GPS-App „runtastic“ ist auch eine ganz witzige Sache. Streckenmäßig zwar nicht sonderlich verlässlich (aber dafür gibt es ja Garmin), dafür aber umso lustiger, wenn einen die Facebook-Freunde live während eines Laufes per „Gefällt mir-Klicks“ oder persönlichen Sprachnachrichten anfeuern. Ich bekomme jedes Mal fast einen Schluckauf, weil ich mich so doll freue, dass gerade jemand an mich denkt! ;)
    Vor allem als Eddymir gestern eine Sprachnachricht geschickt hat, bin ich vor Schreck fast in den Graben gesprungen. Das war absolut lustig und half ungemein, auf den letzten Kilometer auch noch motiviert zu bleiben! Nutzt Ihr auch sowas? 

  • Zum Thema “GPS, App und Live-Motivation” hat Eddy letztens einen tollen Blogartikel geschrieben, in dem ich mich zu 100% wiedererkannt habe…Lest doch einmal dort vorbei!

Zu guter Letzt noch ein bisschen Statistik für Juli und den August bis heute, dann war das doch erst einmal wieder genug Lesestoff zum Thema Laufen, oder?

 Zwinkerndes Smiley

Übersicht Juli 2012
Garmin Juli
Übersicht August (bis 19.08.2012)
Garmin August

Engelchen und Teufelchen

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Tor

Im Moment herrscht hier motivationslose Funkstille. Es ist nicht so, als hätte ich nichts zu erzählen oder keine Lust mehr aufs Bloggen oder Blogbeiträge zu lesen, sondern es fehlt mir einfach an Zeit.

In meinem Kopf spukt so vieles herum, auf der Arbeit habe ich viel um die Ihren und fürs Studium muss ich wirklich an jedem Tag etwas machen, um nicht völlig aus dem Tritt zu kommen.

Das Studium ist dabei momentan das zentrale Thema. In meinem Kopf unterhalten sich beinahe täglich ein Engelchen und ein Teufelchen über den Sinn und Unsinn dieses Studiums. Das macht mich fast wahnsinnig, aber ich kann die beiden einfach nicht abschalten.
Im Entscheidungen treffen bin ich als Zwilling ohnehin nicht wirklich gut, und so drehen die beiden sich immer im Kreis und werfen sich konsequent ihre Argumente entgegen:

Meistens fängt das Teufelchen so eine Diskussion an: “Hey Anke, warum machst du das doofe Studium eigentlich? Du hast doch gar keine freie Zeit mehr für Dich. Ist es das wirklich wert?”

Bevor ich dann zu Wort kommen kann, antwortet das Engelchen in der Regel: “Hör’ nicht auf ihn, natürlich ist es richtig, dass du das Studium machst. Du wolltest dich doch weiterbilden und bist ehrgeizig genug, um das zu schaffen!”

Teufelchen: “Aber ganz ehrlich, es bringt dich bei deinem Arbeitgeber doch keinen Schritt weiter und ist nur teuer und zeitaufwändig…”

Engelchen: “Du machst es ja auch nicht für deinen Arbeitgeber, sondern für dich persönlich. Dein Ziel ist doch, stolz auf Dich und deinen Abschluss zu sein, oder? Vielleicht ergeben sich deine Erfolgschancen dann halt woanders…!”

Teufelchen: “Aber nur für dich persönlich? Dafür sind mehr als 200 € im Monat aber ein fraglicher Luxus. Du könntest dir für den Beitrag fürs nächste Semester lieber eine tolle Spiegelreflexkamera kaufen und hättest dann sogar Zeit, schöne Fotos damit zu machen!”

Engelchen: “Es ist doch gar nicht Deine Art, etwas einfach nur so hinzuwerfen. Erst recht nicht für ein Spielzeug! Wenn du jetzt aufgibst, ist dieses Vorhaben ein für alle Male gestorben, denn du wirst diesen Schritt dann nicht wieder gehen. Außerdem hast du dann die ersten 1.300 € in den Sand gesetzt.“

Teufelchen: “Musst du ja auch nicht! Du wirst auch ohne dieses Studium Erfolg haben und hättest dafür mehr freie Zeit und wärst nicht mehr so angespannt und genervt. Du könntest wieder regelmäßig laufen gehen und würdest Dich dadurch noch zusätzlich wieder wohler fühlen!”

So oder in ähnlicher Form tauschen die Beiden fast täglich ihre Argumente miteinander aus. Das schlimme daran ist, dass beide irgendwo Recht haben.

In den wenigsten Fällen mische ich mich dann in das Gespräch ein -  ratlos wem ich den Rücken stärken soll… Bis jetzt ist mein Fahrplan, das Semester zu Ende zu bringen (Ende Januar) und eine Bilanz zu ziehen. Wie sind die Gruppenarbeiten, die Hausarbeiten, die Klausuren gelaufen? Bin ich mit meinen Leistungen zufrieden und neben dem Aufwand, den ich dafür betreibe, glücklich?

P1080201Den Projektauftrag (Ziel: 10 km Laufen und am Silvesterlauf teilnehmen) sehe ich im Moment auch ernsthaft gefährdet, da ich schon wieder eine ganze Weile nicht gelaufen bin.
Es ist so unterschiedlich:
Bei meinem vorletzten Lauf habe ich die herrliche Herbstsonne fünfzig Minuten lang genossen und sogar ein paar klitzekleine Mini-Intervalle eingebaut. Einfach so aus Spaß…
Dann bei meinem letzten Lauf, der dann im Endeffekt keiner war, habe ich mich 2 km gequält, gefroren und bin danach enttäuscht und frustriert wieder zurück zum Auto gegangen. Wie immer mit dem Gedanken, dass ich diese “verlorene” Zeit lieber mit ein paar Seiten aus meinen Studienbriefen hätte verbringen können.

Eigentlich wollte ich meinen Blog nicht zum Jammern missbrauchen, hatte aber vor, zumindest mal ein Lebenszeichen von mir geben, damit Ihr einen Eindruck habt, woran meine aktuelle Blog-Abstinenz liegt.

Ich wünsche Euch ein schönes “Rest-Halloween-Wochenende” und lasst Euch nicht von Vampiren, Skeletten oder Geistern unterkriegen –
… geschweige denn von irgendwelchen Engelchen oder Teufelchen ;-)

Projektauftrag

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Ein ganz normales Gespräch eines Abends im www:

(Anlass ist DIESER ARTIKEL mit dem Titel “Projekt 15”)

 

    • Herr Sinusläufer fragt Frau An-Kas:
      “Macht mit? *liebfrag*”

    •  An-Kas: Das Projekt oder was? ;-)

    • Herr Sinusläufer: Ja,ja,ja! :-)

    • An-Kas:Ich hab‘ aber nur ein Projekt10 und diese Woche noch Auszeit… An-Kas: Aber dann mache ich mit. Und ich habe auch einen Ziel-Termin…
    • Herr Sinusläufer: Ich meinte doch dein Projekt! Jeder seins bis November.
    • An-Kas: Das passt. Im Dezember muss es nämlich sitzen. ;-)
    • Herr Sinusläufer: Deal?
    • An-Kas: Wat gibt’s den da getz noch zu dealen? Sach nich, wir machen ne Zielvereinbarung ;-)
    • Herr Sinusläufer: Ja, genau und zwar eine strategische!
      ;-)
    • An-Kas: Okay, da das deine Idee ist, darfst du auch den Projektauftrag und die Meilensteine definieren, dokumentieren und controllen…
      *gg*
    • Herr Sinusläufer: Dass ich mit dem Internet umgehen kann heißt nicht dass ich von dem Zeug was verstehe!
      Aber bei dir wären das 6,21371192 Meilen! Ich hoffe das reicht für den Anfang. :-)
    • Herr Sinusläufer:
      Projektauftrag:
      Laufen sie bis zum Monat November 10 km am Stück!
      Meilensteine:
      1.mindestens zweimal die Woche laufen
      2.regelmäßige Steigerung…
      3. Abschlusstraining
      Dokumentation erfolgt im jeweiligen Blog.
      Controlling übernimmt jeder selbst und wird in unregelmäßigen Abständen vom gegenüber abgefragt und gegebenenfalls motiviert.
      *schwitz* Das ist ja anstrengender als laufen. ;-)

    • An-Kas:  *schmunzel*
      Dann werde ich diesen Projektauftrag dann hiermit "unterschreiben".
      Aber was verstehe ich unter Punkt 3?

    • Herr Sinusläufer: Punkt drei ist der Abschlussmeilenstein zur Erfüllung des Projektauftrages. Wenn ich das richtig verstanden hab ansonsten streich den von der Liste oder mach ein F dran. :-)
      Das freut mich! Ehrlich!

    • An-Kas:  Okay, habe ich verstanden. Das ist dann also das Training, mit dem das Projekt fertig gestellt ist. Hätte ich ja auch selbst drauf kommen können…
      Ich starte aber erst nächste Woche. Diese Woche ist noch auskurieren angesagt. Aaaaaaber dann……

Au weia – was habe ich denn jetzt wieder angestellt???

Aber eigentlich wollte ich diese Konversation gar nicht kommentieren…

Der Doc sagt…

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Knie… ich habe eine Reizung des Wadenbeinköpfchens.

Hm, irgendwie unspektakulär. Aber das heißt zum Glück auch, dass wohl nichts kaputt ist, sondern eben “gereizt”.

Mein Besuch beim Orthopäden verlief genauso unspektakulär wie die Diagnose. Ich kam ich die Praxis, konnte direkt ins Behandlungszimmer durchgehen, wartete zehn Minuten und erklärte dann meine etwas komischen Beschwerden am rechten Bein einem der vielen Docs der Praxis.

Er nickte immer wissend, meinte dann zu mir er könne sich schon denken, was es sei, wolle das Bein aber dennoch gründlich untersuchen. Also ab auf die Liege, hier rumgedrückt und dort herumgedreht, so bewegt und dort getastet. Dann noch ein schnelles Ultraschall vom Knie (das in Ordnung ist) und von der schmerzenden Stelle, er konnte nur ein bisschen Flüssigkeit sehen, aber alles nichts beunruhigendes.

Und nun?
Zunächst muss ich drei Wochen lang zweimal in der Woche in die Praxis kommen zur Ultraschalltherapie. Die soll bewirken, dass die Reizung schneller heilt. Aha, na gut.  Ein Rezept für neue Einlagen habe ich auch bekommen, die kann ich nächste Woche Freitag abholen.

Laufen? Darf ich ruhig ein wenig, aber nur so, dass es nicht schmerzt. Bewegung wäre ganz gut, besser als nichts zu machen. Na das ist ja schon mal was, hilft mir aber nicht so wirklich, weil ich ja nunmal beim Laufen Schmerzen habe…

Heute war wieder herrlichstes Frühlingswetter und ich war in der müffelnden Muckibude.: 30 Minuten habe ich auf dem Crosstrainer verbracht und KEINERLEI Schmerzen gehabt. Ich dachte mir schon, dass der Doc mit seinen heilenden Händen und dem Versuch, mein Wadenbeinköpfchen zu “mobilisieren”, wie er sagte, tatsächlich merklichen Erfolg gehabt habe.
Wie gesagt, ich habe NICHTS gemerkt auf dem Crosstrainer. Als dann ein Laufband vor mir frei wurde, – na?

Klar, ich wollte es versuchen. Also schnell rauf aufs Laufband und gemütlich mit 8 km/h losgetrabt. Und dann?

Ich glaube, es hat keine zwei Minuten gedauert, da waren sie wieder da die Schmerzen! Es half nichts, ich bin dann nur noch gewalkt, ungefähr weitere zwei Minuten, bis ich auch das abgebrochen habe. Mist…

Jetzt bin ich ein bisschen deprimiert. Ich habe hier zwei hochmotivierte Paare neue Laufschuhe, tolles Wetter und selber ganz viel Lust was zu tun, und dann habe ich sowas unspektakuläres wie eine “Reizung”!!!
Um mich herum (blogmäßig) laufen alle Strecken, von denen ich nur träumen kann, seien es HM-Premieren, Wüstenmarathons oder schwindelerregende Höhenmeter –
dazu Zeiten, die ich allenfalls mit dem Fahrrad schaffe –

und ICH habe dann eine ÜBERLASTUNG ??? Wie kann das denn sein???
(Vielleicht kommt es aber auch vom Ski fahren, das ist das einzige, wie ich mir das jetzt annähernd noch erklären könnte…)

PS: Das Bild hat übrigens mit dieser Geschichte eigentlich gar nichts zu tun, außer dass es tatsächlich mein Bein ist ;-) Ich hatte leider kein aktuelles Foto für diesen Beitrag, also habe ich ein altes MRT-Bild von 2006 herausgekramt, und da war wenigstens was zu sehen… ;-)