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Laufdiagnostik für Laufschnecken?

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RezeptionIn meinem letzten Blogbeitrag hatte ich Euch erzählt, warum ich mich zu einer Leistungsdiagnostik angemeldet hatte und versprochen, darüber ausführlich zu berichten:

Letzten Freitag (06.09.2013) war es so weit. Nach der Arbeit machte ich mich auf den Weg nach Gelsenkirchen zum Sport- und Reha-Zentrum “medicos auf Schalke”.
Das einzige, was ich beachten sollte, war mich zwei bis drei Tage vorher nicht besonders stark zu belasten und zwei bis drei Stunden vorher nichts mehr zu essen.
Davon, dass ich nicht aufgeregt sein sollte, hatten sie zum Glück nichts gesagt…

Rezeption LD

Ich war ganz schrecklich aufgeregt. Warum weiß ich gar nicht so genau, aber das ist fast normal bei mir.
Zunächst an der Rezeption angemeldet – das Medicos wirkt wie ein riesiges Hotel, dann den Weg zur Abteilung Leistungsdiagnostik gesucht, was für mich Orientierungslegastheniker schon die erste Herausforderung war.
Danach zur Umkleide und in die Sportklamotten geworfen.
Als erstes stand das Ruhe-EKG und die sportmedizinische Untersuchung auf dem Programm.
Beim Ruhe-EKG meinte die nette Helferin Frau S. zu mir, “Sie haben einen Puls von 65, von Aufregung kann gar keine Rede sein!”
– Hm, fühlte sich aber doch anders an…
Der Arzt schaute sich das EKG an, stellte wahnsinnig viele Fragen zu meinem Gesundheitszustand, hörte auf Herz und Lunge, kontrollierte Bauch, Rücken und Gelenke, maß den Blutdruck (140/100, also doch ein bissl aufgeregt.) – danach hatte er keine Bedenken, mich aufs Laufband zu schicken.

Das schwierigste an der ganzen Laufdiagnostik war, glaube ich, mich so zu verkabeln, dass alle EKG-Elektroden und der Pulsgurt an der richtigen Stelle saßen und nicht verrutschten. Dazu bekam ich noch einen schicken Netzstrumpf übergezogen, um alles an der richtigen Stelle zu halten. Sehr sexy. Auf den riesigen Spiegel, in dem ich mich so während des Laufens, T-Shirt-los und voll verkabelt bewundern konnte, hätte ich nur zu gern verzichtet!
Und nur damit Ihr nicht auf die Idee kommt – Fotos gibt es davon zum Glück keine… ;)

Zunächst wurde noch im Stehen der erste Laktatwert gemessen. Dazu wird aus dem Ohrläppchen ein Tropfen Blut genommen, was überhaupt nicht weh tat.
Danach bestand meine Aufgabe nur noch darin, zu laufen. Alles weitere wurde mir immer angesagt, erklärt und sich wirklich total nett um mich gekümmert.
Los ging es mit gemütlichem walken (5 km/h). Jede Phase dauert drei Minuten, dann springt man breitbeinig vom Laufband und steht, während wieder ein Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen entnommen wird. Anschließend steigt man wieder ein, und die Geschwindigkeit wurde jeweils um ein weiteres km/h gesteigert.
Bei sieben km/h ging es mir noch gut, der Blutdruck inzwischen bei 180/100 – aber alles noch locker, und ich konnte mich nebenbei noch unterhalten.

Naturgemäß wurden die 3-Minuten-Abschnitte für mich immer anstrengender und die Dauer gefühlt immer länger. Ab neun km/h wurde jedes Mal der Blutdruck gemessen, Laktat natürlich ebenfalls.
Was mir selbst beim Laufen und dem Blick in den Spiegel auffiel, war meine Lippenfarbe. Ich hatte ganz extrem blaue Lippen. Na gut, ich beobachte mich ja sonst auch nie beim Laufen…

Vor Beginn der Laufdiagnostik hatte ich geschätzt, dass ich bis 11-12 km/h kommen würde. Das schaffte ich allerdings nicht ganz. Bei elf km/h legten mir die beiden Helferinnen nah, doch nur noch eine Minute zu versuchen, da auch der Blutdruck kontinuierlich in den Keller (100/60 zum Schluss) gegangen war, und sie mich nicht vom Laufband kippen sehen wollten…
Insgeheim war ich aber froh, dass ich nicht entscheiden musste, wann ich aufhöre, weil ich nie wirklich weiß, wann ich wirklich nicht mehr kann, oder ob ich nur einfach keine Lust mehr habe, weil es mir zu anstrengend wird. Also denke ich, dass der höchste Puls (173 bpm) bei diesem Test nicht zwangsläufig auch mein Maximalpuls ist.

Hauptbelastungsdaten

Zwischendurch kam auch noch einmal der Arzt und schaute aufs EKG, alle fragten immer ganz lieb, ob es mir noch gut ginge – aber ich fühlte mich ganz okay. Kaputt zwar, aber eben nicht schwindelig oder schlecht. Ich wollte nur nach dem Test ganz dringend “ausgehen”, das letzte Mal stehen bleiben fiel mir sehr schwer.

Mit Wasser und Handtuch versorgt, die Kabel wieder entwirrt und abgemacht, war ich erstmal entlassen und konnte in Ruhe duschen gehen. Das Zentrum ist wirklich riesig, alles ganz neu und sehr schick eingerichtet. Sehr angenehmes Ambiente. Man merkt auch nicht, dass man “Auf Schalke” ist, auch wenn das für mich fußballneutralen Menschen vollkommen unerheblich gewesen wäre…

Als nächstes erklärte mir Frau L. sehr nett und ausführlich, was die Auswertung der Leistungsdiagnostik nun für mich bedeutet.:
Wesentliches Ergebnis ist, dass ich bisher meistens “zu schnell” gelaufen bin. Das hört sich für alle halbwegs sportlichen Menschen, die meine bisherigen Zeiten kennen, schon ziemlich lustig an – ist es aber nicht. Mein Trainingsbereich, um Grundlagenausdauer zu trainieren (GA1), liegt bei einem Puls bis 135 bpm. Gelaufen bin ich aber meistens um die 150 bpm, oder höher wenn ich mal ein bisschen schneller wollte…
Dadurch fehlt es eben an der richtigen Grundlage: ich habe meinen Körper immer in den anaeroben Bereich gebracht, also in den Bereich, in dem er nicht mehr ausreichend Sauerstoff bekommt.
Kurz erklärt: Um die Muskeln mit Energie zu versorgen, reicht normalerweise die Atmung. Die Sauerstoffaufnahme ist bei Belastungen im niedrigeren Bereich (aerober Bereich) auch über einen längeren Zeitraum ausreichend. Wenn dann aber die Intensität des Trainings steigt, desto mehr Energie müssen sich die Muskeln aus anderen Quellen besorgen, da der aufgenommene Sauerstoff nicht mehr ausreicht. Nun wird Glucose / d.h. die Kohlehydratspeicher abgebaut, und es entstehen hohe Laktatwerte oberhalb der anaeroben Schwelle. Hierdurch übersäuern die Muskelzellen, so dass die Leistungsfähigkeit der Muskeln rasant abnimmt. Das Training wird dadurch ineffektiv, man baut kaum Fett ab und riskiert schlimmstenfalls sogar Verletzungen.

Ich werde also zukünftig NOCH langsamer laufen. Zweimal in der Woche im GA1-Bereich, dafür für etwa eine Stunde oder länger. An meinem dritten Trainingstag “darf” ich dann etwas mehr, kleinere Intervalle, Berge oder GA2.
Langfristig soll sich dadurch eine Verschiebung der Laktat- und Leistungskurve ergeben, d.h. man wird durch das langsame Laufen schneller. Klingt komisch, probiere ich nun aber mal aus…

LeistungskurveNach der Auswertung der Leistungsdiagnostik und der ermittelten Werte gab es noch ein Gespräch mit dem Arzt. Auch er nahm sich noch einmal viel Zeit, um alles mit mir zu besprechen, ging auf meine Fragen zu meiner Schilddrüsen-Unterfunktion ein und beruhigte mich, dass mit meinem EKG alles in Ordnung war. Das Absacken des Kreislaufs bei so hohen Laktatwerten ist ebenfalls ganz normal und nicht Besorgnis erregend. Meine blauen Lippen, die auch den Helferinnen aufgefallen waren (“tragen Sie Lippenstift???”), waren ein sichtbares Zeichen für die sinkende Sauerstoffversorgung, aber eben normal zu diesem Zeitpunkt.

Meine neuen Trainingsbereiche:

Trainingsbereiche

Was Euch sicher noch interessiert, ist meine Einschätzung, ob sich so eine Leistungsdiagnostik auch für so Laufschnecken und Freizeitläufer wie mich lohnt, oder?
Mein Fazit dazu ist – Ja. Wenn man ein wenig beratungsresistent ist wie ich, hilft einem so eine hochprofessionelle Untersuchung dabei, den “richtigen” Trainingsbereich zu finden.
Ich hätte auch alternativ auf viele der gut gemeinten Tipps und Ratschläge der wirklich erfahrenen Läufer um mich herum hören können – dabei hätte ich das Geld gespart. Aber da ich die nie so wirklich ernst genommen habe und meinte, ich könnte gar nicht so langsam laufen – glaube ich zumindest jetzt den bunten Ergebnissen auf Papier…
(Ich erinnere mich noch gut, dass mein Kollege und Triathlon-Experte M. mir einmal sagte “Du trainierst mit zu hohem Puls. Fang doch mal mit walken an!” – Das wollte ich ja gar nicht hören… :) ) 

Medicos auf SchalkeZudem weiß ich nun, dass mein Herz und Kreislauf in Ordnung ist, und woran es lag, dass ich so überhaupt nicht vorwärts kam mit meinem Training.

Statt also die Laufschuhe an den Nagel zu hängen, habe ich wieder neue Motivation für mein Hobby und fange einfach noch einmal mit dem “Grundgerüst”, der Grundlagenausdauer an.

Zitat Frau L. “In Ausdauer steckt das Wort Dauer”, heißt also, ich muss Geduld mit mir haben und dafür schon einen längeren Zeitraum einplanen, als ich es gern hätte…

Sonntag und Freitag letzter Woche habe ich das ganze auch direkt umgesetzt und bin 60 Minuten bei 133 bpm und 70 Minuten bei 137 bpm gelaufen. Sehr langsam, sehr entspannt und nur mit Gehpausen, wenn der Puls an Steigungen jenseits der 150 Schläge kletterte.

Über die Distanz bzw. die Pace spreche ich dabei nicht, das hört sich fast ein wenig lächerlich an –
aber ich laufe ja nicht für andere, sondern für mich.
Und genau aus diesem Grund hat sich die Leistungsdiagnostik auch wirklich gelohnt.
Weil sie MIR hilft!

“Medicos auf Schalke” kann ich dazu auch vollstens empfehlen. Ich habe mich bei Frau S. und Frau L., aber auch bei Herrn Dr. M. sehr gut aufgehoben gefühlt. Auch hatte ich nicht das Gefühl, als “Laufschnecke” belächelt zu werden. Ich kann mir durchaus vorstellen, wenn ich jetzt wirklich dran bleibe, das ganze in einem oder eineinhalb Jahren noch einmal zu wiederholen und die Ergebnisse zu vergleichen.

Jetzt seid Ihr dran!
Habt Ihr auch schon einmal eine Leistungsdiagnostik machen lassen? Oder daran gedacht?
Mit welchen (neuen) Erkenntnissen?
Wie ist Eure Meinung?
Ich freue mich über jeden Kommentar!

So wird das nix

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Zwischenstand nach zwei vorsichtigen Laufversuchen nach langer Pause – Immer noch… Daumen runter  Vor Wut kochen nix.

Am Mittwoch sagte meine Physiotherapeutin zu mir “Gehst Du heute laufen?” – Und ich war total happy, dass sie meinte, ich könnte mal einen vorsichtigen Versuch wagen. Sie riet mir zu einem kurzen Lauf mit Be- und Entlastung durch Laufen und gehen im Wechsel.
Also machte ich früh Feierabend und schwang mich in die Laufklamotten, um das herrliche Wetter vor dem Sonnenuntergang noch auszunutzen. Sonne pur!

Ich startete mit zwei Minuten laufen und einer Minute Gehpause im Wechsel. Dabei versuchte ich so gut wie möglich, auf einen ordentlichen Laufstil zu achten und nach Möglichkeit mit dem Mittelfuß zu landen ohne zu stark einzuknicken. Dabei musste ich feststellen, dass eine “saubere Technik” in dem Schneckentempo, in dem ich sonst so laufe, fast unmöglich ist. Da muss ich noch viel üben oder brauche in irgend einer Form professionelle Anleitung…
Als der Knöchel recht schnell müde wurde, hörte ich auch brav auf. War somit nur ungefähr 25 Minuten unterwegs.

Was ich mir überhaupt nicht erklären kann, ist der viel zu hohe Puls:
image

Das ist doch nicht normal, oder? Ich war wirklich nicht schnell. Es fühlte sich aber auch so an. Richtig schwerfällig. So war ich irgendwie gefrustet, anstatt das herrliche Laufwetter und die Bewegung durch die bunten Herbstfarben zu genießen…

EinlagenDie neuen Einlagen (die eigentlich propriozeptiv = aktivierend sein sollten,) fühlen sich auch äußerst seltsam an. Sie sind betont hoch, stützen meiner Meinung nach also eher noch mehr als die vorherigen. Davon wollte ich doch weg. Leider hatte der Orthopädietechniker noch keine Zeit. mir zu erklären, wie das nun funktionieren soll…

Ansonsten versuche ich momentan, mit allen Tricks und Hilfsmitteln etwas für meinen Knöchel zu tun. Ich salbe wieder fleißig vor dem Schlafengehen, habe mir ein Balancepad für Stabilitätsübungen gekauft, “laufe” auf dem gelenkschonenden Trampolin und gehe fleißig zweimal in der Woche zur Physio. Dort versucht meine liebe Physiotherapeutin alles erdenkliche, um meinen Knöchel wieder ins Lot zu bringen. Ultraschallanwendungen, Kinesio-TapeKinesio-Tape, Mobilisierung, Stabilitätsübungen – alles mit sehr viel Engagement und Hingabe. Führt zwar manchmal dazu, dass ich nach der Behandlung nass geschwitzt von der Liege steige, was daran liegt, dass die Mobilisierung der Sehnen und Strukturen eher schmerzhaft als unmittelbar wohltuend ist. Aber wenn es hilft, jammere ich nur ein bisschen vor mich hin…

Den zweiten vorsichtigen Laufversuch habe ich am Samstag gestartet. Wieder war das Wetter ein Traum – Sonne und quitschbunte Blätter in jeglichen Herbstfarben.
Der Lauf hingegen war ähnlich deprimierend wie am Mittwoch. Puls wieder jenseits von allem, was ich kenne (außer von “Tempoläufen”) und ein leises Zwicken im Knöchel.

Normalerweise bin ich zwar nicht so eine Heulsuse, aber während des Laufs war ich zeitweise echt den Tränen nah. Dann habe ich aber mit mir selbst geschimpft und musste fast wieder über mich lachen…

Hinzu kommt, dass diese winzige Laufrunde zur Abwechslung auch noch ziemliche Schienbeinschmerzen (Muskelkater?) hinterlassen hat, an denen ich mich zusätzlich erfreuen kann. Auch am Folgetag merke ich den Knöchel wieder.

Vielleicht sollte ich einfach ohne irgendwelche Vorgaben vor mich hin zockeln und entspannen, so wie ich es sonst auch gemacht habe –
aber dann wird sich nichts an meiner Lauftechnik ändern und die Entzündung im Knöchel voraussichtlich immer wieder auflodern. Blöde Situation. Ich weiß einfach nicht, was das Richtige im Moment ist…

Den Plan, am Silvesterlauf teilzunehmen, habe ich schon verworfen. Schade, aber so wird das nix.

Falls Ihr also irgendwelche Tipps, Tricks, Hausmittel oder Voodoo-Zauber für mich habt, ich nehme ALLES! Falls nicht, freue ich mich trotzdem über jeden Kommentar!

Zwinkerndes Smiley

 

 

Pause?

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Eine Woche Laufpause liegt hinter mir. Seit dem Herbstlauf letzte Woche war ich nur ein einziges Mal laufen.
Sonntag sollte es eine gemütliche, flache Runde werden, um ohne Trainingsplan- oder Wettkampfdruck zu entspannen.

Das Wetter war auch total herrlich, ein toller sonniger Herbsttag und lud geradezu zu einem schönen Lauf ein…

Leider wurde es aber irgendwie nix. Die rechte Wade fühlte sich immer noch irgendwie gezerrt an, und der linke Knöchel meldete sich wie schon lange nicht mehr…
Es wurde also eine Humpelei schlechthin, ich war so langsam unterwegs, dass man das kaum noch als Laufen bezeichnen konnte. Und nach vier km hatte ich dann den Kaffee auf und ging zurück zum Auto.

im000009Montag hatte ich dann einen Termin bei meinem Orthopäden, um mit ihm das Ergebnis der MRT-Bilder von letzter Woche zu besprechen.

Der Radiologe im Krankenhaus hatte mir schon gesagt, dass ich eine Sehnen-scheidenentzündung habe und damit wohl erst mal “nicht auf Zeit” laufen solle. Immerhin sei nichts am Knochen oder an den Bändern kaputt.
Der Orthopäde würde mir aber mehr dazu sagen können.

Der riet dann mal wieder zu einer Pause (wie lange, schreibe ich wohlweißlich mal nicht  Trauriges Smiley),
zu Tabletten (Celebrex), Physiotherapie und Elektrotherapie.

Das mit der Pause beschäftigt mich jetzt doch ein wenig mehr. Ich habe dem Doc gesagt, dass ich ja schon im Sommer auf seinen Rat hin einen ganzen Monat Pause gemacht habe, wo ich kein bisschen gelaufen bin, und ich danach ja auch schmerzfrei war. Nur mit dem Training fingen eben auch wieder die Schmerzen an…

Meine Sorge ist nun die, dass das wieder so sein wird, dass die Entzündung zur Ruhe kommt (durch die Tabletten und die Pause), sich aber an der Ursache nichts ändert und mit Trainingsbeginn wieder alles von vorn losgeht.

Ursache ist wohl meine suboptimale Fußstellung mit Knick-Senk-wasweißich-Füßen. Dadurch ist die ganze Statik nicht so, wie sie sein sollte, und die Sehne wird immer wieder gereizt. Meine Einlagen sind schon ganz gut, um das Fußgewölbe zu unterstützen, ändern aber ebenso wenig an der Ursache des Problems. Und leicht bin ich eben auch nicht.

Der Orthopäde war da etwas zuversichtlicher als ich, dass man das hinbekommen kann und ich auch den Silvesterlauf mitmachen kann. Auf meine Sorge hin, dass ich wegen des fehlenden Trainings dann aber allenfalls als Letzte ins Ziel käme, meinte er, er würde mich dann eben ins Ziel ziehen…

Zwinkerndes Smiley Tolle Aussichten!

Direkt noch am Montag  bekam ich dann den ersten von zehn Physio-Terminen bei FitPlus.
Meine Physiotherapeutin kenne ich noch aus unserer Schulzeit, sie meine “Krankengeschichte” schon ein wenig über Facebook ;) Beste Voraussetzungen also, um direkt durchzustarten…

Donnerstag hatte ich auch direkt morgens eine Behandlung vor der Arbeit, -wieder mobilisierte sie meinen Knöchel, lockerte die verspannte Wadenmuskulatur und die Sehne unter dem Fuß. Schön ist was anderes, aber aushaltbar – und wenn es hilft… soll man ruhig merken, dass da was passiert!
Wir werden demnächst dann auch Übungen erarbeiten, und ich hoffe, dass ich mit regelmäßigem Training soweit Stabilität in meine Flunken bringen kann, dass ich langfristig keine Probleme mehr haben werde. An meiner Lauftechnik muss ich sicherlich auch arbeiten, – wie ich das mache weiß ich noch nicht so ganz – wird sich aber sicher auch eine Möglichkeit finden.

Dass ich diese Woche nicht gelaufen bin, fiel mir noch nicht so schwer. Mittwoch waren wir Blut spenden, danach bin ich ohnehin immer so müde und sporteln fällt mir dann auch noch 1-2 Tage schwer. Aber jetzt fange ich an zu überlegen, wann ich denn das erste Läufchen wagen soll…
Der Silvesterlauf rückt auch immer näher, und eigentlich hatte ich ja auch vor, meinen Mika-Chip beim Martinilauf auszuführen.

Jetzt frage ich mich, wie lange ich gar nicht laufe und wann ich wieder einsteigen soll…

Was würdet Ihr machen???

Sehnenscheidenentzündung

Sehnenscheidenentzündung?

Schneeläufe

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Ein bisschen hinke ich ja immer noch hinterher…
Es gab so viele erfolgreiche Jahresrückblicke, sportliche Vorsätze fürs Neue Jahr und schon so viele motivierte Läufe und Wettkämpfe von Euch, dass ich doch ein bisschen motiviert wurde, endlich wieder die Laufschuhe zu schnüren und Spaß beim Laufen zu haben.

Dazu kam noch, dass ich von Christian zu 1-2-sports eingeladen wurde, damit er einen Toaster gewinnen kann. (Dann könntest du immerhin mal was ordentliches frühstücken…) Also habe ich mich natürlich pflichtbewusst direkt dort angemeldet und festgestellt, dass das Programm doch um einiges besser ist als jogmap.de. Werde ich also mal als neues Trainingstagebuch benutzen. Toll finde ich dabei auch, dass ja ganz viele von Euch dort angemeldet sind, da fühle ich mich ja gleich ganz wie zu Hause. Danke an alle, die mich schon so nett begrüßt haben!

Aber so ein neues Trainingstagebuch allein hilft ja alles nix, jetzt musste auch gelaufen werden. Immerhin war ich in diesem Jahr schon dreimal unterwegs, zwar nur langsam und mit dem Gefühl fast wieder von vorn zu beginnen, aber immerhin! Bis jetzt auch immer mit mehr oder weniger Schnee.

Heute Abend war ich auch unterwegs, da habe ich mich schon gefragt, warum ich ausgerechnet abends auf die Idee komme, nochmal loszulaufen. Schließlich hätte ich das ganze Wochenende Zeit dazu gehabt. Egal, Skisocken an, warme Laufhose, Zwiebelprinzip und meine chice reflektierende Weste, die ich bei Christians Preisrätsel gewonnen habe… Dazu Halstuch und Stirnband, Handschuhe brauche ich zum Glück nicht, da die Ärmel immer lang genug sind, dass meine Hände auch noch mit hinein passen.

Hörbuch eingepackt, Forerunner umgeschnallt und ab vor die Tür. Vorher noch schnell getwittert, dass es losgeht, damit ich auch ja wirklich laufe… Das nennt man glaub ich Selbstmotivation ;-)

Am Mittwoch habe ich mich auch selbst überlistet motiviert, in dem ich mir nach der Arbeit doch noch ein halbes Stündchen in der Waagerechten auf der Couch gegönnt habe, ABER nur mit der Voraussetzung, mir VORHER meine Laufsachen anzuziehen. Sonst wäre ich wohl nicht mehr aufgestanden. Hat so aber wunderbar geklappt. Schade eigentlich, dass ich mich immer selbst überlisten muss…

Heute lief ich also motiviert los, schließlich muss man ja auch was zum eintragen bei 1-2-sports haben, und prompt meckert der Forerunner, dass die Batterie schwach sei. Okay, das sollte dann keine Ausrede sein, schließlich kann man Strecken ja auch per googlemaps nachmessen. Allerdings konnte ich die Dauer nur ein wenig schätzen, weil ich rekonstruieren musste, wann ich mit meinem Hörbuch angefangen hatte und konnte damit dann ermitteln, wie lange ich es gehört und wie lange ich also gelaufen war.
Immerhin wurden es 5,35 km in 46 Minuten. Nicht schnell, aber diesmal schon ein wenig lockerer als bei den letzten beiden Malen. Die meisten Gehsteige waren auch ganz gut geräumt, so dass es nur an wenigen Stellen und an Straßenkreuzungen glatt war.

Erstaunlich war, dass ich mich nicht so quälen musste wie bei den letzten beiden Malen, vielleicht komme ich jetzt doch wieder langsam “rein”. Nur wenn es bergauf geht (da können mich jetzt alle Weinbergläufer und Deichsprinter auslachen ;-) ) merke ich schon die überflüssigen (Weihnachts-)Kilos, die ich mit mir herumschleppe, denn dann ächze ich schon ziemlich…

 

Wochenrückblick (-45. KW)

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Damit Ihr Euch nicht fragen müsst, ob ich noch lebe oder noch laufe, folgt hier ein kurzes Lebenszeichen von mir:

In der letzten Zeit habe ich es nur einmal, maximal zweimal in der Woche geschafft zu laufen. Damit bin ich überhaupt nicht zufrieden, schließlich habe ich ein Ziel, nämlich beim Silvesterlauf nicht als Letzte anzukommen…

Das Thema Wettkampf am 8.11. (also heute) hat sich mangels Vorbereitung für mich erledigt. Irgendwie schade, wenn ich mir das Wetter so ansehe, aber das wäre dann wirklich nichts geworden.  Trotzdem noch einmal vielen Dank, dass Ihr Euch bei dem Thema “Soll ich?” so viele Gedanken gemacht und mir Tipps und Entscheidungshilfen gegeben habt! Ich habe fast ein schlechtes Gewissen Euch gegenüber, dass ich das Vorhaben jetzt doch über den Haufen geworfen habe.

Lauf durch FelderStattdessen werde ich nachher den Sonnenschein nutzen und einen schönen Lauf in der Herbstsonne machen. Einfach zum Entspannen…
Ohne Wettkampfstress und Zeitdruck!

(So wie auf dem Bild vom 18.10.09, wo ich durch die Felder gelaufen bin und mal mit der Handycam einen schönen Weg festgehalten habe. Auch im Ruhrpott gibt es schöne, grüne Ecken!)

Das letzte Mal bin ich letzten Sonntag gelaufen, gemeinsam mit meinem Mann eine Runde um den Kemnader Stausee.
Das waren 8.10 km in 01:02:21, einer Pace von 7:41 min/km und einem Durchschnittspuls von 155.

Damit war ich ganz zufrieden, vor allem weil ich trotz meiner – na sagen wir mal “Trainingsdefizite” – die ganze Strecke durchgehalten habe und der Puls für meine Verhältnisse recht weit unten blieb. Für meinen Mitläufer war das Tempo allerdings zu anstrengend, er kann halt nicht so langsam laufen… ;-)

Ob sich meine Trainingsmotivation in der nächsten Zeit verbessern wird, kann ich noch nicht so sagen, ich habe momentan ziemlich viel um die Ohren, vor allem im Job. Ich habe eine neue Aufgabe übernommen, für die ich mich sehr kurzfristig und sehr umfassend vorbereiten muss und daher die letzten Wochen fast jeden Tag bis sechs im Büro war. Danach habe ich dann so gut wie nie Lust, die Laufschuhe zu schnüren, weil meine Couch die attraktivere Option für mich ist…

Jetzt werde ich mal noch zwei Stündchen von zu Hause aus arbeiten, dann eine reizvolle Laufstrecke aussuchen und in der Sonne entspannen. Vielleicht geht es dann heute Abend noch in die Sauna, mal schauen…

Ich wünsche Euch allen einen schönen Sonntag!
PS: (Halifax muss noch ein bisschen warten, mir fehlt einfach die Zeit dafür…)

 

Differenzen?

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Vorweg: Ich habe mich heute tatsächlich aufgerafft und bin losgelaufen. Nach einem viel zu langen Arbeitstag, wonach ich eigentlich lieber die Füße hochlegen und mich allenfalls bewegen wollte, um die Fernbedienung in die Hand zu nehmen…

Aber nachdem Christian richtigerweise festgestellt hatte, dass ich beim letzten Kampf mit meinem inneren Schweinehund nur ein lahmes Unentschieden errungen hatte, wollte ich ihn diesmal gar nicht richtig zu Wort kommen lassen (den Schweinehund! Christian darf ruhig weiter reden ;-) )

Als ich gerade meinen Lauf dokumentieren wollte, ist mir aufgefallen, dass zwischen den Daten bei Sporttracks und dem Garmin Trainings-Center eine Differenz besteht.

Garmin sagt:
4,60 km – 33:21 min – Pace 7:15 min/km – Pulsdurchschnitt 157 bpm

Sporttracks sagt:
4,71 km – 33:19 min – Pace 7:07 min/km – Pulsdurchschnitt 157 bpm

Wieso weichen die Daten voneinander ab? Kann mir das jemand erklären? Wem kann ich denn jetzt vertrauen? Nicht, dass das bei meinen Trainings irgendwie von Bedeutung wäre…

Auf alle Fälle war ich relativ flott für meine Verhältnisse unterwegs, lt. Sporttracks sogar 500 Meter in einer Pace von 5:33 min/km *staun*. Vielleicht lerne ich allmählich doch etwas schneller zu laufen. (Da ging es auch nicht bergab, ich habe extra geschaut *gg*)

Allerdings war mir die Strecke eigentlich zu kurz. Es ist nur so, wenn ich allein unterwegs bin und “nur” hier um die Häuser laufe, zieht es mich wie mit einem Magneten immer wieder Richtung Couch. Da kann ich zwar Schlenker einbauen, komme aber kaum über meine fünf km hinaus. Also schließe ich daraus, dass ich mir für Freitag eine schöne Strecke aussuche und mir wieder etwas mehr km vornehme. Vielleicht schaffe ich davor noch einen Lauf zum Thema “kurz und knackig” (Zitat Hannes ;-)

Mal schauen…