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Laufdiagnostik für Laufschnecken?

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RezeptionIn meinem letzten Blogbeitrag hatte ich Euch erzählt, warum ich mich zu einer Leistungsdiagnostik angemeldet hatte und versprochen, darüber ausführlich zu berichten:

Letzten Freitag (06.09.2013) war es so weit. Nach der Arbeit machte ich mich auf den Weg nach Gelsenkirchen zum Sport- und Reha-Zentrum “medicos auf Schalke”.
Das einzige, was ich beachten sollte, war mich zwei bis drei Tage vorher nicht besonders stark zu belasten und zwei bis drei Stunden vorher nichts mehr zu essen.
Davon, dass ich nicht aufgeregt sein sollte, hatten sie zum Glück nichts gesagt…

Rezeption LD

Ich war ganz schrecklich aufgeregt. Warum weiß ich gar nicht so genau, aber das ist fast normal bei mir.
Zunächst an der Rezeption angemeldet – das Medicos wirkt wie ein riesiges Hotel, dann den Weg zur Abteilung Leistungsdiagnostik gesucht, was für mich Orientierungslegastheniker schon die erste Herausforderung war.
Danach zur Umkleide und in die Sportklamotten geworfen.
Als erstes stand das Ruhe-EKG und die sportmedizinische Untersuchung auf dem Programm.
Beim Ruhe-EKG meinte die nette Helferin Frau S. zu mir, “Sie haben einen Puls von 65, von Aufregung kann gar keine Rede sein!”
– Hm, fühlte sich aber doch anders an…
Der Arzt schaute sich das EKG an, stellte wahnsinnig viele Fragen zu meinem Gesundheitszustand, hörte auf Herz und Lunge, kontrollierte Bauch, Rücken und Gelenke, maß den Blutdruck (140/100, also doch ein bissl aufgeregt.) – danach hatte er keine Bedenken, mich aufs Laufband zu schicken.

Das schwierigste an der ganzen Laufdiagnostik war, glaube ich, mich so zu verkabeln, dass alle EKG-Elektroden und der Pulsgurt an der richtigen Stelle saßen und nicht verrutschten. Dazu bekam ich noch einen schicken Netzstrumpf übergezogen, um alles an der richtigen Stelle zu halten. Sehr sexy. Auf den riesigen Spiegel, in dem ich mich so während des Laufens, T-Shirt-los und voll verkabelt bewundern konnte, hätte ich nur zu gern verzichtet!
Und nur damit Ihr nicht auf die Idee kommt – Fotos gibt es davon zum Glück keine… ;)

Zunächst wurde noch im Stehen der erste Laktatwert gemessen. Dazu wird aus dem Ohrläppchen ein Tropfen Blut genommen, was überhaupt nicht weh tat.
Danach bestand meine Aufgabe nur noch darin, zu laufen. Alles weitere wurde mir immer angesagt, erklärt und sich wirklich total nett um mich gekümmert.
Los ging es mit gemütlichem walken (5 km/h). Jede Phase dauert drei Minuten, dann springt man breitbeinig vom Laufband und steht, während wieder ein Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen entnommen wird. Anschließend steigt man wieder ein, und die Geschwindigkeit wurde jeweils um ein weiteres km/h gesteigert.
Bei sieben km/h ging es mir noch gut, der Blutdruck inzwischen bei 180/100 – aber alles noch locker, und ich konnte mich nebenbei noch unterhalten.

Naturgemäß wurden die 3-Minuten-Abschnitte für mich immer anstrengender und die Dauer gefühlt immer länger. Ab neun km/h wurde jedes Mal der Blutdruck gemessen, Laktat natürlich ebenfalls.
Was mir selbst beim Laufen und dem Blick in den Spiegel auffiel, war meine Lippenfarbe. Ich hatte ganz extrem blaue Lippen. Na gut, ich beobachte mich ja sonst auch nie beim Laufen…

Vor Beginn der Laufdiagnostik hatte ich geschätzt, dass ich bis 11-12 km/h kommen würde. Das schaffte ich allerdings nicht ganz. Bei elf km/h legten mir die beiden Helferinnen nah, doch nur noch eine Minute zu versuchen, da auch der Blutdruck kontinuierlich in den Keller (100/60 zum Schluss) gegangen war, und sie mich nicht vom Laufband kippen sehen wollten…
Insgeheim war ich aber froh, dass ich nicht entscheiden musste, wann ich aufhöre, weil ich nie wirklich weiß, wann ich wirklich nicht mehr kann, oder ob ich nur einfach keine Lust mehr habe, weil es mir zu anstrengend wird. Also denke ich, dass der höchste Puls (173 bpm) bei diesem Test nicht zwangsläufig auch mein Maximalpuls ist.

Hauptbelastungsdaten

Zwischendurch kam auch noch einmal der Arzt und schaute aufs EKG, alle fragten immer ganz lieb, ob es mir noch gut ginge – aber ich fühlte mich ganz okay. Kaputt zwar, aber eben nicht schwindelig oder schlecht. Ich wollte nur nach dem Test ganz dringend “ausgehen”, das letzte Mal stehen bleiben fiel mir sehr schwer.

Mit Wasser und Handtuch versorgt, die Kabel wieder entwirrt und abgemacht, war ich erstmal entlassen und konnte in Ruhe duschen gehen. Das Zentrum ist wirklich riesig, alles ganz neu und sehr schick eingerichtet. Sehr angenehmes Ambiente. Man merkt auch nicht, dass man “Auf Schalke” ist, auch wenn das für mich fußballneutralen Menschen vollkommen unerheblich gewesen wäre…

Als nächstes erklärte mir Frau L. sehr nett und ausführlich, was die Auswertung der Leistungsdiagnostik nun für mich bedeutet.:
Wesentliches Ergebnis ist, dass ich bisher meistens “zu schnell” gelaufen bin. Das hört sich für alle halbwegs sportlichen Menschen, die meine bisherigen Zeiten kennen, schon ziemlich lustig an – ist es aber nicht. Mein Trainingsbereich, um Grundlagenausdauer zu trainieren (GA1), liegt bei einem Puls bis 135 bpm. Gelaufen bin ich aber meistens um die 150 bpm, oder höher wenn ich mal ein bisschen schneller wollte…
Dadurch fehlt es eben an der richtigen Grundlage: ich habe meinen Körper immer in den anaeroben Bereich gebracht, also in den Bereich, in dem er nicht mehr ausreichend Sauerstoff bekommt.
Kurz erklärt: Um die Muskeln mit Energie zu versorgen, reicht normalerweise die Atmung. Die Sauerstoffaufnahme ist bei Belastungen im niedrigeren Bereich (aerober Bereich) auch über einen längeren Zeitraum ausreichend. Wenn dann aber die Intensität des Trainings steigt, desto mehr Energie müssen sich die Muskeln aus anderen Quellen besorgen, da der aufgenommene Sauerstoff nicht mehr ausreicht. Nun wird Glucose / d.h. die Kohlehydratspeicher abgebaut, und es entstehen hohe Laktatwerte oberhalb der anaeroben Schwelle. Hierdurch übersäuern die Muskelzellen, so dass die Leistungsfähigkeit der Muskeln rasant abnimmt. Das Training wird dadurch ineffektiv, man baut kaum Fett ab und riskiert schlimmstenfalls sogar Verletzungen.

Ich werde also zukünftig NOCH langsamer laufen. Zweimal in der Woche im GA1-Bereich, dafür für etwa eine Stunde oder länger. An meinem dritten Trainingstag “darf” ich dann etwas mehr, kleinere Intervalle, Berge oder GA2.
Langfristig soll sich dadurch eine Verschiebung der Laktat- und Leistungskurve ergeben, d.h. man wird durch das langsame Laufen schneller. Klingt komisch, probiere ich nun aber mal aus…

LeistungskurveNach der Auswertung der Leistungsdiagnostik und der ermittelten Werte gab es noch ein Gespräch mit dem Arzt. Auch er nahm sich noch einmal viel Zeit, um alles mit mir zu besprechen, ging auf meine Fragen zu meiner Schilddrüsen-Unterfunktion ein und beruhigte mich, dass mit meinem EKG alles in Ordnung war. Das Absacken des Kreislaufs bei so hohen Laktatwerten ist ebenfalls ganz normal und nicht Besorgnis erregend. Meine blauen Lippen, die auch den Helferinnen aufgefallen waren (“tragen Sie Lippenstift???”), waren ein sichtbares Zeichen für die sinkende Sauerstoffversorgung, aber eben normal zu diesem Zeitpunkt.

Meine neuen Trainingsbereiche:

Trainingsbereiche

Was Euch sicher noch interessiert, ist meine Einschätzung, ob sich so eine Leistungsdiagnostik auch für so Laufschnecken und Freizeitläufer wie mich lohnt, oder?
Mein Fazit dazu ist – Ja. Wenn man ein wenig beratungsresistent ist wie ich, hilft einem so eine hochprofessionelle Untersuchung dabei, den “richtigen” Trainingsbereich zu finden.
Ich hätte auch alternativ auf viele der gut gemeinten Tipps und Ratschläge der wirklich erfahrenen Läufer um mich herum hören können – dabei hätte ich das Geld gespart. Aber da ich die nie so wirklich ernst genommen habe und meinte, ich könnte gar nicht so langsam laufen – glaube ich zumindest jetzt den bunten Ergebnissen auf Papier…
(Ich erinnere mich noch gut, dass mein Kollege und Triathlon-Experte M. mir einmal sagte “Du trainierst mit zu hohem Puls. Fang doch mal mit walken an!” – Das wollte ich ja gar nicht hören… :) ) 

Medicos auf SchalkeZudem weiß ich nun, dass mein Herz und Kreislauf in Ordnung ist, und woran es lag, dass ich so überhaupt nicht vorwärts kam mit meinem Training.

Statt also die Laufschuhe an den Nagel zu hängen, habe ich wieder neue Motivation für mein Hobby und fange einfach noch einmal mit dem “Grundgerüst”, der Grundlagenausdauer an.

Zitat Frau L. “In Ausdauer steckt das Wort Dauer”, heißt also, ich muss Geduld mit mir haben und dafür schon einen längeren Zeitraum einplanen, als ich es gern hätte…

Sonntag und Freitag letzter Woche habe ich das ganze auch direkt umgesetzt und bin 60 Minuten bei 133 bpm und 70 Minuten bei 137 bpm gelaufen. Sehr langsam, sehr entspannt und nur mit Gehpausen, wenn der Puls an Steigungen jenseits der 150 Schläge kletterte.

Über die Distanz bzw. die Pace spreche ich dabei nicht, das hört sich fast ein wenig lächerlich an –
aber ich laufe ja nicht für andere, sondern für mich.
Und genau aus diesem Grund hat sich die Leistungsdiagnostik auch wirklich gelohnt.
Weil sie MIR hilft!

“Medicos auf Schalke” kann ich dazu auch vollstens empfehlen. Ich habe mich bei Frau S. und Frau L., aber auch bei Herrn Dr. M. sehr gut aufgehoben gefühlt. Auch hatte ich nicht das Gefühl, als “Laufschnecke” belächelt zu werden. Ich kann mir durchaus vorstellen, wenn ich jetzt wirklich dran bleibe, das ganze in einem oder eineinhalb Jahren noch einmal zu wiederholen und die Ergebnisse zu vergleichen.

Jetzt seid Ihr dran!
Habt Ihr auch schon einmal eine Leistungsdiagnostik machen lassen? Oder daran gedacht?
Mit welchen (neuen) Erkenntnissen?
Wie ist Eure Meinung?
Ich freue mich über jeden Kommentar!

Neues Hobby: Geocaching

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cache2Wie bin ich eigentlich auf die Idee gekommen, bei meiner ohnehin schon knappen Freizeit auch noch mit Geocachen anzufangen???

Weil es Spaß macht! Zwinkerndes Smiley
Den Einstieg hatte ich im letzten Sommer, als wir mit unseren Azubis eine Geocaching-Schnitzeljagd als Ausflug durchs Stadtgebiet gemacht haben. Und weil das so klasse war, wollte ich das immer mal “richtig” ausprobieren…

Aber allein hatte ich auch nicht so den Antrieb. Der <3-Mann sagte, er habe schon einen Schatz, also müsse er keinen mehr suchen gehen. Na toll.
Da ich bekanntlich doch recht hartnäckig sein kann, hat er sich dann doch irgendwann überredenzeugen lassen, und wir stiefelten mit unseren Garmin-Fahrradnavis los in die Natur zu einem Geocaching-Spaziergang.

Geocaching an sich muss ich nicht extra erklären, oder? Das ist inzwischen doch kein "Geheimtipp" mehr, oder? Falls nicht, ist es hier ganz gut im Video erklärt:

Quelle: geocaching.com

Grob zusammengefasst, Erwachsene Menschen ziehen los in die Natur und suchen Plastikdosen, um sich in ein Logbuch einzutragen…

garminKlingt langweilig?
Ist es aber ganz und gar nicht. Ich finde sogar, dass es ein kleines bisschen süchtig macht. Irgendwie wird dabei mein “Jagdfieber” gepackt, und ich hasse es, wenn ich einen Cache nicht finden kann.

Auf der Web-Seite von Geocaching.com findet man ganz viele Geocaches, die vollkommen unterschiedlich sein können. Manche sind im Wald, manche mitten in der Stadt, bei einigen muss man zunächst Rätsel lösen oder Aufgaben erfüllen, andere bestehen aus mehreren Stationen, die es anzusteuern gilt.
Dazu sind sie in unterschiedliche Schwierigkeitsgrade eingeteilt, wie schwierig es ist, den Cache zu finden oder wie schwierig das “Gelände” ist, in dem er versteckt ist.

Als Anfänger (wie wir es sind) macht es Sinn, schon ein wenig auf diese Schwierigkeitseinteilung (von * leicht bis ***** schwer) zu schauen. So haben wir uns am Osterwochenende an einem Drei-Sterne-Multi die Zähne ausgebissen, weil wir schon an der ersten Station die weiteren Koordinaten nicht finden konnten, und trotz Hinweis des Owners (also des Cache-Besitzers) und zweimaliger intensiver Suche gemeinsam mit Freunden absolut nichts finden konnten. Da kommt dann doch schon mal ein wenig Frust auf.

logbuchSo ganz allmählich entwickelt man dann aber doch auch ein Auge für mögliche oder wahrscheinliche Verstecke. Je mehr Caches man findet, desto “erfahrener” wird man. Ich war am Anfang regelrecht blind.
Nun schaue ich auch erst einmal in Ruhe nach “Spuren” wie Trampelpfade im Wald (“Cacher-Autobahnen”), offensichtlich geeignete Stellen oder auffällig unauffällige Ast- oder Steinhaufen…

Auch wenn wir noch nicht allzu viele verschiedene Caches gesucht und gefunden haben, fasziniert mich dieses vielseitige Hobby jetzt schon unheimlich. Ein bisschen Technik-Schnickschnack mit der Navigation, ein bisschen Denksport, etwas Abenteuer (sieht uns auch niemand?) und den vollkommen verschiedenen Verstecken macht das ganze sehr abwechslungsreich und spannend. Und man kommt raus!
Ich gehe auch so ganz gern spazieren, will dabei aber am liebsten immer neues sehen. Da ist es ideal, sich vorher einen Cache auszusuchen, in die Nähe zu fahren und dort einfach mal neue Fleckchen Erde kennenzulernen. So sind wir schon in landschaftlich wirklich schönen Gegenden gewesen, wo wir sonst wahrscheinlich niemals hingekommen wären.

Was die “Qualität” der Caches angeht, haben wir auch schon sehr unterschiedliche Dinge gesehen. Pfiffige Verstecke, wie eine hohle Schraube an einem Industriedenkmal, ein liebevoll gestalteter “Fuchsbau”, wo man die Dose an einem Fuchsschwanz aus einem Rohr herausziehen muss, mit Magneten an witzigen Orten wie Brückengeländern oder Telefonhäuschen platziert oder handwerklich absolut toll gemacht wie auf diesen Bildern:

Rumpelstilchen2Verschlossener Cache

RumpelstilzchenRumpelstilzchen in seinem Cache

Die andere Variante gibt es auch: Lieblose Caches, bei denen man sich fragt, warum man dort eine Dose versteckt hat. An Orten, wo man sonst auch nicht hingehen würde. Oder wo alles voller Tretminen liegt…

Soweit ein kleiner Einblick in mein neues Hobby. Etwas das man “nebenbei” machen kann, wenn man irgendwo unterwegs ist. Oder Spazierengehen quasi vom Orthopäden verordnet bekommen hat, so wie ich Anfang der Woche bei meinen Rückenschmerzen… ;)
Ansonsten ist mein Terminkalender fast schon ein wenig zu voll für neue Hobbys, wenn ich auch noch mal Laufen, Radeln oder im Haus werkeln möchte…

Jetzt dürft Ihr Euch outen! Wer ist Muggel (noch nix von Geocachen gehört) oder wer von Euch sucht auch Tupperdösken im Wald?
Habt Ihr schon “besondere” Caches gefunden oder lustige Anekdoten zu erzählen?
Dann freue ich mich wie immer sehr über Eure Kommentare!

Zwinkerndes Smiley

 

Foto-Ausflug zum Hoesch-Gelände Dortmund

Galerie

Fiasko bei der Bodenarbeit?

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Bodenarbeit? Für die Nicht-Pferdeleute unter meinen Lesern klingt das wohl eher seltsam. Was soll das denn sein? Parkett schrubben oder sowas wie Bodenturnen? Allenfalls hat es etwas mit letzterem gemein, allerdings geht es hier um die gymnastizierende Arbeit mit Pferden. Und Bodenarbeit eben deswegen, weil man diese von der Erde aus und nicht wie beim Reiten vom Pferderücken ausübt.

Mitte September erreichte mich eine eMail meiner Freundin Sonja, mit der sie mich zu einer Art Wohltätigkeitsveranstaltung am 2. Oktober 2011 einlud, bei der sie interessierten Menschen verschiedene Arten von Bodenarbeit mit ihren beiden Pferden demonstrieren und erklären wollte. Die während dieser Veranstaltung eingenommenen Geldbeträge sollten dann einem guten Zweck zugute kommen.

Gern sagte ich zu und freute mich darauf, endlich mal wieder meine Freundin Sonja zu treffen, Pferde in Aktion zu sehen, und natürlich ausgiebig zu fotografieren.
Das Wetter an diesem Oktobersamstag war einfach traumhaft, für Oktober fast sogar viel zu warm, und ich hatte ernsthaft Sorge, mir einen Sonnenbrand zu holen. Dadurch auch nicht ganz ideale Foto-Bedingungen, da ich zwischendurch immer wieder mit hässlichem Gegenlicht zu kämpfen hatte.

Das Interesse an Sonjas Bodenarbeits-Demonstration war erfreulich groß. Es waren so ungefähr 25-30 Leute da, die die Vorstellung und die fundierten Erklärungen konzentriert und interessiert verfolgten.
Neben Sonja Schnietz, (selbstständige Reken-Reitlehrerin, Trainerin A (FN) Leistungssport) waren die beiden Wallache Fiasko und Twain die wichtigsten Hauptdarsteller der wirklich sehr anschaulichen und informativen Darstellung, was man mit Pferden “am Boden” erreichen kann.

Hier ein paar Eindrücke: Fiasko bei der Bodenarbeit

Mit ein paar Requisiten wie Pylonen, Stangen und Planen kann man einen abwechslungsreichen Parcours aufbauen, um in vertrauter Umgebung zu üben, sein Pferd in allen Situationen sicher zu führen. Hier werden die Basics, also die vertrauensvolle aber bestimmte Kommunikation von Mensch und Tier trainiert.

Hier sieht man Sonja mit Fiasko in einer Stangengasse Rückwärtsrichten:

Rückwärtsrichten
Im Wechsel zeigten Fiasko und Twain ihr Können. Der nächste Schnupperkurs lag in der Erklärung des richtigen Longierens. Hier liegt die Schwierigkeit darin, das Pferd nicht einfach an einer “langen Leine” unkoordiniert vor sich hin latschen zu lassen, sondern das Pferd über eine ordentliche Biegung und eine Vorwärts-Abwärts-Bewegung zu gymnastizieren.Longenarbeit

Seitengänge an der Hand – Twain macht seine Sache schon ganz prima!

Twain Longieren mit Doppellonge:Doppellonge

Und zuletzt als Highlight die Arbeit am Langzügel, sozusagen das “Reiten” vom Boden aus. Der Mensch läuft etwas versetzt dicht hinter seinem Pferd und kann mit Hilfe des Langzügels, der Gerte und der Stimme viele Lektionen erarbeiten.

LangzügelEs war wirklich ein sehr spannender und abwechslungsreicher Nachmittag, ich habe viel informatives gelernt und bin im Nachhinein ein wenig traurig, dass ich nicht (mehr) die Möglichkeit habe, die vielen interessanten Varianten der Bodenarbeit selbst auszuprobieren…

Falls von Euch nun jemand Interesse daran hat, diese interessante Form der Arbeit mit seinem Pferd mit professioneller Hilfe zu erlernen oder eine gute und engagierte Reitlehrerin im Raum Fröndenberg und Umgebung sucht, schaut einfach mal auf der Hompage von Sonja vorbei und informiert Euch dort:

www.reiterdurchblick.de

Zu zweit.

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Heute habe ich eine tolle standesamtliche Hochzeit gesehen. Ein Kollege und seine Freundin haben sich in voller Motorradkluft das Ja-Wort gegeben. Natürlich sind sie und alle Freunde mit ihren dicken Maschinen zum Standesamt gefahren und haben sie dort mit einem riesigen Lärm und Mega-Aufsehen in einer Formation abgestellt. Sie hatte einen Schleier am Helm, er einen Zylinder auf den Helm geklebt. Sah wirklich absolut klasse aus!

Toll, wenn ein Paar solche Hobbys hat, mit denen es zu zweit Zeit verbringt und gemeinsam Spaß daran hat!

Den Freitagnachmittag hatte ich frei, fuhr direkt von der Arbeit aus zu meiner Freundin D., mit der ich mich nach langer Zeit zum Laufen verabredet hatte. Wir fuhren zu einem kleinen Waldstück an der Stadtgrenze und legten los. Ich genoss es total, mal wieder zu zweit durch den Wald zu traben. Die Zeit verfliegt dabei immer richtig, wir quasseln dabei fast pausenlos und tauschen den neuesten Klatsch und Tratsch aus. Na gut, meine Freundin hatte etwas mehr “Luft” dafür als ich, aber bei mir lief es auch so gut, dass ich nicht nur kurze Antworten geben konnte ;-) Was man beim Laufen alles so bequatschen kann, ist wirklich bemerkenswert…

Nach der ersten Runde und gut 21 Minuten waren wir uns sofort einig, noch eine zweite anzuhängen. Das Wetter war prima, nicht zu warm. Die Gegend etwas einsam, die Wege ein bisschen zugewachsen, aber okay. Ich schätzte unser Tempo auf 7:20 min/km. Nach 42:50 min hatten wir die zweite Runde hinter uns, das reichte uns auch fürs erste.

Hat mir wieder mal richtig Spaß gemacht! Ich laufe zwar auch gern allein, weil ich dann abschalten und mal meinen Gedanken oder meinem Hörbuch folgen kann, zu zweit oder mit mehreren ist es einfach netter…

Schön war auch, dass das Tempo so gut passte! Müssen wir jetzt regelmäßiger machen!? Bei jogmap habe ich den Lauf dann eingetragen, es waren insgesamt 5,6 km und ein Tempo von 7:37 min/km. Etwas verschätzt, aber auch okay.