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6 Monate Mama

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6 Monate Mama

27.11.2014 – Ich bin seit sechs Monaten Mama!

Wer mich kennt, darunter ich selbst, konnte sich das bislang absolut nicht vorstellen…
Ich war immer die, die mit Babys und Kleinkindern nichts anfangen konnte. Wo meine Freundinnen lauthals „wie süß“ oder „darf ich es mal auf den Arm nehmen“ kreischten, fand ich Kinder eher nervig und dachte „haltet Euer Baby doch selbst fest“!

Das hatte zur Folge, dass ich in der Schwangerschaft eher so gemischte Gefühle hatte. Würde das weiterhin so sein? Könnte ich ohne Bedienungsanleitung mit einem Zwerg klar kommen? Wäre ich schnell genervt?
Und bis zum allerletzten Tag (siehe hier) hatte ich wirklich Angst, eine miserable Mama zu werden.
Im Nachhinein macht es mich ein wenig traurig, die Schwangerschaft nicht so genossen zu haben wie die von mir so belächelten „Happy-Schwangeren“.

Aber am 27.05.2014 – ich glaube es dauerte keinen ganzen Tag – lernte ich diesen bezaubernden kleinen Menschen kennen. Das tollste Geschenk, dass ich je bekommen habe.
Und seitdem bin ich Mama.
Wahrscheinlich nicht mal so miserabel, – auf jeden Fall mit unendlich viel Liebe, Glück und Mamastolz.

Meine Familie und Freunde waren gleichermaßen erstaunt, wie schnell und bedingungslos aus dem „Kinderschreck“ eine Mama wurde.
Auf einmal war ich die, die sich nicht mehr vorstellen konnte, das Baby im Nebenzimmer schlafen zu lassen oder die aus 100 Metern Entfernung aufsprang, wenn sie ein leises Weinen hörte. Oder die weinte, weil sie den Text in dem Schlaflied „morgen früh, wenn Gott will, wirst du wieder geweckt“ so furchtbar fand, weil sie an die Gefahr des plötzlichen Kindstods denken musste…

Rosalie ist einfach bezaubernd. Mit sechs Monaten ist sie nun eine richtig kleine Persönlichkeit. Sie hat das „auf-den-Bauch-drehen-und-zurück“ inzwischen perfektioniert und bewegt sich zielgerichtet und kullernd durchs Laufgitter oder auf der Krabbeldecke.
Seit ein paar Tagen hebt sie auch schon den Hintern hoch und wackelt so lustig vor und zurück! Zum Schießen komisch!

Essen findet sie ganz besonders spannend und schaut einem ALLES, was man selbst isst, mit den Augen weg. Dabei guckt sie so herzzerreißend hungrig und bettelt wie ein kleiner Hund.
Dabei bekommt sie mittags bereits Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei, den ich meistens sogar selbst gekocht habe. Zwischendurch gab es auch schon mal Getreide-Obst-Brei. Seit gestern beginnen wir auch mit Milch-Getreide-Brei am Morgen, denn so allmählich möchte ich nämlich das Thema Stillen beenden.

Während ich hier liege (ja liege, denn Rosalie ist nach dem Stillen auf der Couch eingeschlafen) fallen mir ganz viele Dinge ein, über die ich noch bloggen könnte – vielleicht gibt es ja in Zukunft auch wieder häufiger etwas hier zu lesen…?
Es könnte allerdings gut sein, dass sich der Schwerpunkt in Richtung „Mama-Alltag“ verschieben wird. :))

Nach sechs Monaten „Mama-Sein“ kann ich sagen, dass es eine wundervolle, befriedigende (nicht immer einfache) Aufgabe ist und ich unendlich glücklich bin, dass es Rosalie gibt.

Ich liebe sie so sehr.

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