Zwischen Lauffrust und Leistungsdiagnostik

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Nun ist der Brooks-Münster-City-Run schon zwei Monate her, und eigentlich hatte ich ja in meinem Wettkampfbericht angekündigt, dazu noch ein Fazit zu schreiben…
Wie das manchmal so ist – zunächst kam ich einfach nicht dazu, dann „lief“ es einfach nicht so wirklich, und ich hatte keine Lust mehr, mich mit dem aus meiner Sicht doch irgendwie „missglückten Wettkampf“ noch einmal ausführlicher auseinander zu setzen als mit der Erkenntnis, dass ich die erste Runde VIEL zu schnell war und damit alle Körner verbraucht hatte, die mir für die Strecke zur Verfügung standen.
In der Zwischenzeit wollte ich einfach nur laufen, wieder unbeschwert und entspannt, gerne auch länger mal durch die Gegend traben, aber es funktionierte einfach nicht.
Einmal hatte ich mir beispielsweise die Runde um den Kemnader Stausee ausgesucht (~8 km), die ich nach der Hälfte aber abbrechen musste, weil es einfach nicht mehr ging. Dabei konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal sagen, woran es lag. Der Kopf sagte einfach „es geht nicht“ – und ich konnte die restlichen vier Kilometer zurück zum Auto spazieren gehen…
Ziemlich frustrierend.
Highlights gab es aber dennoch. Ich bekam Gesellschaft beim Laufen. Einmal traf ich mich mit Claudia, und wir machten eine ganz gemütliche, langsame Quasselrunde auf meiner 5 km – Heimatstrecke.
Regelmäßig treffe ich mich nun einmal in der Woche mit Sabrina zu einer Plauderrunde, wobei unser Tempo dabei für mich nicht immer ganz so gemütlich ist. Aber Spaß macht es auf jeden Fall, auch wenn ich weiterhin das Gefühl hatte, dass ich total schwerfällig laufe und auf keinen Fall mehr als fünf Kilometer momentan schaffen könnte.
Wer meine Statements bei Twitter verfolgt, bekam also mit, dass mich das Laufen in der letzten Zeit eher frustriert als entspannt hat. Eigentlich war ich mit jedem Lauf unzufrieden, fühlte mich müde und schlapp und kam einfach kein Stückchen weiter.
Ich musste mir sogar den Ratschlag anhören, ob ich mir nicht vielleicht eine andere Sportart suchen wolle, denn das Hobby „solle doch schließlich Spaß machen“…

Das hat mich schon ein bisschen getroffen.
Sollte Laufen wirklich nichts für mich sein? Bin ich dafür doch zu unsportlich, unförmig, untalentiert? Gleichzeitig erreichte mich aber auch der Tipp, doch mal eine Leistungsdiagnostik machen zu lassen. Das bedeutet, über die Bestimmung der Laktatwerte während steigender Belastung feststellen zu können, wo die optimalen Trainingsbereiche liegen und damit ein gezielteres Training zu ermöglichen. Diese Idee fand ich sehr interessant.
Zunächst dachte ich ja, dass so etwas nur etwas für Profis ist, oder für die, die es noch werden wollen, aber ich ließ mich durch verschiedene Menschen vom Twitterlauftreff davon überzeugen, dass das eigentlich gerade für Laufanfänger ideal sei, um einfach „richtig“ zu trainieren.
Gesagt getan, ich meldete mich bei „medicos auf Schalke“, einem Zentrum für Physio, Gesundheit und Sport, in Gelsenkirchen zur Leistungsdiagnostik an. Bis zuletzt war ich mir nicht sicher, ob ich diesen Test wirklich machen wollte, also behielt ich das Vorhaben auch eher dezent für mich.
Letzten Freitag (am 06.09.2013) war es dann so weit.
Wie so eine Leistungsmessung aussieht, und ob sich das Ganze auch für so Laufschnecken wie mich lohnt, erfahrt Ihr in meinem nächsten Bericht…
In der Zwischenzeit könnt Ihr mit mir hier diskutieren, ob Ihr schon einmal ähnlich Erfahrungen gemacht habt, auch schonmal dachtet, die Laufschuhe an den Nagel zu hängen oder wie Ihr mit meinem Lauf-Frust umgegangen wärt!? Ich freu‘ mich drauf!
(Fortsetzung folgt in den nächsten Tagen!)

Angekommen. – Brooks Münster City Run 2013

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TitelVorgestern, am 07.07.2013 war es so weit:

Der Brooks-Münster-City-Run stand in meinem Kalender.

Der ominöse Lauf, den ich seit ziemlich genau sieben Wochen vor Augen hatte, und weswegen ich in den letzen Tagen dann doch ziemlich nervös war…

Entsprechend verlief auch der Tag. Die Wetter-Vorhersage hatte nicht zuviel versprochen – es war brütend heiß mit Temperaturen bis 30°C.
Bis zum Nachmittag versuchte ich mich abzulenken oder mit einem Bad zu entspannen, Mittagsschlaf fiel ebenso aus, mein Ruhepuls lag fast 20 Schläge über normal.

Meinen Rucksack mit Wechselsachen, Getränken, Forerunner und allem, was man so braucht, hatte ich schon am Samstag gepackt. Natürlich kontrollierte ich alles nochmal, ob ich auch nichts vergessen hatte.

Gegen achtzehn Uhr waren wir in Münster im Parkhaus angekommen. Es wurde schon alles für die Schülerläufe aufgebaut und leuchtete schon überall in fröhlichem Brooks-blau.

Die Startnummer war dann schnell im Innenhof des Münsteraner Rathaus abgeholt. Danach noch kurz in die Schlange vom Dixie-Klo gestellt (das ist ja auch so eine Erfahrung, die man nicht unbedingt machen muss… igitt.)
Zwischendurch immer mal noch etwas getrunken und eine halbe Banane gefuttert. Und den <3-Mann mit meiner Nervosität auf den Senkel gegangen.

Brooks Münster City Run (27)

vor dem Start

Brooks Münster City Run (13)Startnummer 314

Die Schülerläufe starteten um zehn nach sieben. Erst die Mädels, dann die Jungen über eine Strecke von 1,2 km.
Herr Kas suchte sich dann einen Platz zum Fotografieren, so dass ich die letzten Minuten vor dem Start noch für mich allein war. Ich kämpfte ein wenig mit der Technik, da der Garmin Forerunner 410 zwischen den Häusern immer wieder das GPS-Signal verlor.

Dann sah ich Sabrina (@runpanty) und gesellte mich für einen kurzen Wortwechsel zu ihr. In den wenigen Minuten vor dem Startschuss konnte ich dann noch schnell Matthias (@runherne), und André (@bluecherHROs) “Hallo” sagen, dann ging es auch schon los.

Tatsächlich machte Markus (@hr_markus) seine “Mission” wahr und war von Anfang an an meiner Seite! So ganz geglaubt hatte ich das noch immer nicht. Aber tatsächlich – er wollte sich der Herausforderung stellen, ein aufgeregtes, talentfreies Nervenbündel ins Ziel zu bringen und damit seinen langsamsten Lauf seiner Karriere erleben…
Auch Christian (@Koerb_de) schloss sich uns spontan an, und so konnten wir (zumindest als die Luft noch in der ersten Runde reichte) nett plaudern.

Nun aber der Reihe nach:

Brooks Münster City Run (43)

Die Laufstrecke war eine flache 2-km-Runde durch die Innenstadt von Münster, die fünf Mal gelaufen werden musste. Für die Zuschauer / Supporter / Fans / Fotografen total super, da sie so fünf Mal das Feld an sich vorbei kommen sahen! Aber auch für mich war es schön, jede Runde einmal nach dem Liebsten Ausschau zu halten.

In der ersten Runde war noch alles in Ordnung. Soweit konnte man noch von “run happy”, dem Brooks-Motto sprechen. Wir liefen “nach Gefühl” los, man könnte auch sagen “viel zu schnell”  mit einer Pace von 5:36 min/km auf dem ersten Kilometer.

Zwinkerndes Smiley 

Ein großer Teil der Strecke lief über Kopfsteinpflaster, was ich für meine “Wackelknöchel” sehr besorgniserregend fand. Sehr schön hingegen war der Abschnitt an der “Promenade” entlang, wo die Baumallee wohltuenden Schatten spendete und flacher Asphalt wesentlich angenehmer war.

Auch der zweite Kilometer war mit 6:46 min/km noch recht flott für meine Verhältnisse und im Plan. Aber es “lief” eben auch nur in der ersten Runde (1. offizielle Rundenzeit 13:11 min).
Angepeilt und insgeheim erhofft hatte ich eine 1:09 als Zielzeit – aber jeglichen Plan beim Laufen über den Haufen geworfen und fast kein einziges Mal mehr auf die Laufuhr geschaut.

Km 3 und 4 waren mit 6:50 und 7:27 min/km auch noch gut. (2. offizielle Rundenzeit 14:36).

Nach der zweiten Runde war dann aber anscheinend bei mir die Luft raus, und ich lief deutlich unentspannter, wohlwollend ausgedrückt. Anfangs versuchte ich noch, mich an meinen Vorsatz, nicht zu jammern zu halten, das wurde aber mit fortschreitender Strecke immer schwieriger und ich gab ihn letztendlich dann doch auf…

Es war unerträglich heiß. Mein Puls lag weit jenseits meiner gewohnten gemütlichen Trainingsläufe, auch wenn ich zwischendurch überhaupt nicht auf die Pulsanzeige schauen musste. Das merkte ich auch so.

Markus versorgte mich ganz lieb mit Wasser an der Verpflegungsstation, wovon ich in den ersten beiden Runden auch Gebrauch machte. Ich merkte dann allerdings, dass ich Seitenstechen bekam und entschied, nur noch mein Schweißband nass zu machen und mich damit unterwegs “abzukühlen”. Netter Versuch…

Km 5 mit 7:33 min/km war auch noch okay – an dieser Stelle hätte ich aber höchstwahrscheinlich aufgehört, wenn ich allein unterwegs gewesen wäre. Ernsthaft. Ab da fingen die negativen Gedanken an, die mir die zweite Hälfte des Laufes so vermiest haben.
Christian und Markus versuchten es unterdessen, mit einer mir unverständlichen Geduld, mich mit aufmunternden Worten, lieben Sprüchen und viel Zuspruch zu motivieren, nicht in Gehpausen zu verfallen. Und bereits hier war Markus’ Diagnose “Das ist nur der Kopf, Deine Beine können noch!” ohne Zweifel zutreffend!

Brooks-Muenster-City-RUN-2013_248_Sven-Zieseniss

Foto: Sven Zieseniß / Brooks.de

Die Stimmung an der Strecke war wirklich klasse, und eben auch als “Schlusslicht” oder “Schlusstern (Zitat André ;) wurde man von den Zuschauern unheimlich angefeuert.
Auf dem Bild sieht man, dass wir die ganze Zeit vom “Besenläufer” mit gelber Warnweste begleitet wurden – ihn neckten wir unterwegs, ob es für ihn nicht unheimlich anstrengend wäre, so langsam zu laufen, oder ob er etwa eine Wette verloren hätte ;)

Km 6 war mit 8:20 min/km dann jenseits von allem Plan – aber von nun an häuften sich meine Gehpausen. (Offizielle Rundenzeit der dritten Runde 16:07 min)
Das einzige, das ich wusste war unterdessen, dass ich irgendwie ankommen musste. Leider reichte mein Ehrgeiz nur für diesen Vorsatz, nicht mehr für irgendeinen Antrieb, nochmal die Zähne zusammen zu beißen und durchzulaufen.

In der vierten Runde wünschte ich mir nichts sehnlicher, als dass dies doch bitte die letzte sein möge, aber hier zeigte mir die km-Anzeige am Forerunner die bittere Wahrheit. Das Ziel lag noch weit entfernt… :(
Es gab eigentlich keinerlei Ausreden, die mir den Lauf so besonders schwer gemacht hätten. Noch nicht einmal eine Blase, die ich im Training regelmäßig bekam, meldete sich. Kein Zwicken (von dem kurzen Seitenstechen abgesehen, das aber auch wieder vollständig verschwand), keine Schmerzen, nix. Nur das Gefühl, der Akku sei leer.
(4. Offizielle Rundenzeit 17:25, km 7 = 7:52 und km 8 = 9:04 min/km)

Auch in der letzten Runde wurde es nicht mehr besser (km 9 = 8:21 und km 10 = 9:31 min/km).  Immerhin hatte ich nicht mehr die Sorge, die könnten inzwischen schon das Ziel abgebaut haben, denn der Besenläufer war noch bei uns und wurde von seinen Streckenposten-Kollegen immer gefragt, wie viele Runden wir denn noch laufen müssten.

Nach der letzten Kurve wollte ich nur noch ins Ziel und habe sogar noch mal die restliche Kraft für einen letzten Mini-Zielsprint zusammengekratzt. Sah dennoch eher kläglich aus, daher erspare ich mir und Euch an dieser Stelle auch die Bilder von meinem Zieleinlauf…

Im Zielkanal, in dem schon alle anderen entspannt ihr Ziel-Bierchen schlürften, hatte ich ersteinmal das Gefühl, ich müsste einem der schon aufräumenden Helfer den Müllsack entreißen, um… naja ihr wisst schon… ;) Aber auch hier noch einmal das letzte Quentchen Würde behalten und noch etliche Meter weiter gegangen, um den Puls (im Ziel Maximum 186 bpm) wieder herunter zu bekommen.

Auf der Uhr standen am Ende netto 1:19:11.
Keine Meisterleistung, aber angekommen.

Ich bin einfach nur froh und dankbar, dass Markus mich so lieb und aufmunternd begleitet hat. Ich allein wäre zu irgendeinem Zeitpunkt ausgestiegen und hätte mich danach 1000%ig schwarz geärgert. So ärgere ich mich zwar auch, dass ich es nicht fertig gebracht habe, die Strecke in einem passableren Tempo als im Training und ohne Gehpausen hinter mich zu bringen. Aber ich bin angekommen.

Danke Markus!

Ich überlege noch, wie ich das wieder gut machen kann, aber da lasse ich mir noch etwas einfallen!

laeufer

Anschließend haben wir uns noch ein bisschen unterhalten, Wasser und Weizenbier getrunken und ein natürlich ein Erinnerungsfoto von Christian, Sabrina, Markus und mir gemacht.
Manu (hatten wir unterwegs schon gesehen, als sie uns überrundet hat ;) und Sven traf ich dann auch noch kurz – für viel Unterhaltung war dann aber leider kaum Zeit, weil es schon recht spät war und der <3-Mann nach Hause wollte. Schließlich hatten wir noch eine Stunde Fahrtzeit einzuplanen und ich am Folgetag eine Tagung, zu der ich recht früh raus musste.

Ganz großartig und absolut überwältigend fand ich die unzähligen Kommentare, Anfeuerungen und Nachrichten von Euch über WhatsApp, Twitter oder Facebook. Ich habe vorher und insbesondere nochmal NACH dem Lauf so wahnsinnig viel Zuspruch und Gratulationen bekommen, dass ich wirklich sehr “gerührt” war. *schnief*

Soweit meine noch frischen Eindrücke vom Brooks Münster City Run. Ich werde in den nächsten Tagen vielleicht noch ein Fazit dazu schreiben – vielleicht noch einmal überlegen, was genau “nicht so ideal” war und was ich beim nächsten Mal (bzw. ob es ein nächstes Mal geben könnte…) anders machen könnte / sollte.
Nur eine Sache verrate ich Euch schonmal vorab: Ich habe heute (Dienstag) einen mordsmäßigen Muskelkater in den Oberschenkeln!!!

Smiley

Interessiert es Euch, ob und wie es weiter geht?

Nervös…

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… bin ich jetzt doch schon ziemlich.

Nächsten Sonntag steht der “Brooks Münster City Run” auf dem Programm. Worum es geht, habe ich ja schon in meinem letzten Artikel „Wettkampf in Sicht“ beschrieben.

Und ich stelle mir tausend Fragen, anstatt “einfach zu laufen” am nächsten Wochenende:

 

  • Laufe ich mit Musik oder ohne?
    (Ich laufe im Training IMMER mit Musik. Würde sie mir nicht fehlen, wenn ich sie dann mal weglasse?)
  • Nehme ich was zu trinken mit im Gürtel?
    (Nehme ich sonst auch immer auf den “längeren” Strecken. Wobei so ein Gürtel ja nicht wirklich bequem ist.)
  • Welches Tempo laufe ich?
    (Ich glaube, ich brauche so etwas wie eine “Vorgabe” – aber da hoffe ich einfach auf
    Markus. Ich möchte nicht darüber nachdenken müssen, ob ich nicht doch schneller könnte, wollte oder müsste…)
  • Was für eine Zeit ist realistisch?
  • Was ist wohl für ein Wetter am Sonntag?
    (Ich hoffe auf kühl und bedeckt. Warm ist Gift für mich.)
  • Schaue ich zwischendurch auf den Puls?
    (Oder blende ich den am besten auf dem FR410 aus?)
  • Welche Anzeige am FR410 brauche ich, ohne mich ablenken zu lassen?
  • Wie hält man FÜNF Runden aus?
  • Was ziehe ich an?
  • Wann fahren wir los?
  • Wo parken wir am besten?
  • Was esse ich vorher?
  • Wie ertragen mich meine Mitläufer und Mitmenschen am nächsten Sonntag???
    Zwinkerndes Smiley

Falls Ihr Antworten, Baldrian oder sonstige Tipps für mich habt, lasst es mich wissen!

Wettkampf in Sicht

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Wettkampf in Sicht

Über Facebook oder Twitter bekommt Ihr ja schon im groben mit, ob ich gerade mal wieder fleißig laufe oder eine Null-Bock-Phase verbringe…

Und da merkt Ihr – aktuell läuft es ganz prima. Ich trainiere dreimal in der Woche, wenn ich nicht gerade in Partyvorbereitungen stecke, denn da fiel aus Zeitmangel mal eben eine ganze Woche aus.

Der Grund für meine momentane Motivation ist ein Ziel, das ich mir ein kleines bisschen willkürlich und mehr oder weniger als Schnapsidee ausgedacht habe:

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Mit FrauRadLos und Kaeterakete haben wir mal so nebenbei bei Twitter über ein mögliches Treffen geplaudert, als Markus den „Brooks-Münster-City-Run“ als Vorschlag in den Ring warf. Und irgendwie keimte da die irre Idee auf, ich könnte doch mal wieder an einem Wettkampf teilnehmen.

Allerdings war es vom Zeitpunkt der Idee bis zum Wettkampftag am 07.07. nur sieben Wochen (von denen ich jetzt gerade eine schonmal versemmelt habe). 10 km sind zwar selbst für mich zu schaffen – das Problem ist dabei nur, dass ich so furchtbar langsam bin und sicherlich eine der Allerletzten sein werde. Das ist nicht untertrieben, sondern ziemlich sicher.
Allerdings sollte mich das auch nicht unbedingt so arg belasten, denn dann wäre ich immer noch besser als alle diejenigen, die an diesem Tag auf der Couch liegen bleiben…

Was mich zusätzlich motiviert, ist das aberwitzige Angebot von Markus im Sinne von „wenn Du das wirklich durchziehst, laufe ich mit Dir!“ – Das fand ich ja erstmal etwas bedenklich, der unterschwellig hörbare Zweifel an meinem Vorhaben spornt mich aber doch an! *grins*
So langsam, wie ich laufe, kann aber doch kein „normaler Läufer“ laufen… !?

Aber den Vorteil, im Wettkampf jemanden “Erfahrenes“ neben mir laufen zu haben, der mich ein bisschen „anschubst“ und bei dem ich vielleicht nicht ganz so viel jammern werde, wie ich es machen würde, wenn ich allein unterwegs wäre, werde ich aller Voraussicht nach gerne und dankend annehmen!
(Falls mein Zugpferd es sich dann doch kurzfristig anders überlegt, kann ich das aberauch gut nachvollziehen und es wäre kein Drama.)

Normalerweise hasse ich es ja, RUNDEN zu laufen, aber in Münster werden es fünf Runden à zwei Kilometer mitten durch die Stadt sein. Sehr zuschauerfreundlich – meine Fans werden mich also häufig zu sehen bekommen, sofern sie es so lange am Rand aushalten oder nicht lieber vorher schonmal zum Bierstand abdriften … :D

Der <3-Mann hat sich beim Fußballspielen einen Muskelfaserriss zugezogen und fällt leider die nächste Zeit wohl fürs Laufen aus. Bedeutet – keine aktive Teilnahme für ihn am BMCR – aber die wesentlich wichtigere Aufgabe des Supporters…

Ansonsten freue ich mich darauf, viele Leute in Münster zu treffen, die man schon von Twitter, Facebook oder aber auch schon „in echt“ kennt. Ich habe so im Gefühl, da könnten schon einige „Bekannte“ zusammen kommen!

So langsam häufen sich bei mir allerdings auch die Gedanken „Was hast Du Dir nur dabei gedacht?“ oder „Was hast Du wieder angestellt?“ ;))

Wer von Euch ist alles dabei? Ihr könnt Euch noch anmelden! ;)

Internetbetrug – gerade nochmal gutgegangen

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Mal ein ganz anderes Thema heute, aber irgendwie auch aus meinem “Alltag”, denn hier geht es um einen Fall von “Datenklau” und einem versuchten Internetbetrug, der mir selbst im letzten Monat passiert ist.

Ich dachte eigentlich, so etwas könnte MIR doch nicht passieren, also vielleicht für Euch zur Info und als gutgemeinter Hinweis, gut auf Eure Passwörter und Daten aufzupassen. Nun aber der Reihe nach – und sorry jetzt schon, dass es eine längere Geschichte wird:

9.04.2013 – ca. 7:00 Uhr

Morgens sehe ich auf meinem Handy eine SMS-Nachricht von DHL in englischer Sprache, ich möchte doch bitte die Änderung meiner Kundendaten verifizieren, nachzulesen sei dies auch in der Mail die ich erhalten haben sollte.
Dies kommt mir komisch vor, da ich nichts geändert habe. Die Absendernummer ist aber echt, da über diesen Weg sonst auch die Benachrichtigungen von der Packstation kommen.

Ich checke meine Mails. Da ist keine von DHL.

Noch denke ich mir nichts böses und will einfach mal bei Amazon nach meiner letzten Bestellung schauen, da ich ein Ladekabel bestellt habe, was unterwegs sein müsste. Vielleicht war da ja etwas mit der Packstation schief gelaufen?

Ich versuche, mich bei Amazon einzuloggen, bekomme aber die Fehlermeldung, mein Passwort sei nicht korrekt. Seltsam, denn mein Kennwort kenne ich und ich habe es auch nicht falsch eingegeben. Mit einem Klick auf “Passwort zurücksetzen” fordere ich ein neues an und warte auf die eMail dazu. Aber in meinem Mailpostkorb kommt nichts an. Dies kommt mir nun doch etwas seltsam vor, noch denke ich an einen Fehler bei Amazon – und schreibe eine eMail mit der Problembeschreibung an den Kundenservice mit der Bitte, mich zurückzurufen.

Dann versuche ich noch, mich bei Packstation.de anzumelden, auch dies gelingt mir nicht. Hier bin ich mir allerdings nicht mehr über mein Passwort sicher – also versuche ich ebenfalls, es zurückzusetzen. Auch hier erhalte ich keine eMail, und ich schreibe wieder an den Kundenservice.

Um zu testen, ob mein Mailpostfach funktioniert, schicke ich mir selbst eine Mail, aber das klappt problemlos.

So ein leises, ungutes Gefühl beschleicht mich, aber noch komme ich nicht auf die Idee, dass da etwas kriminelles im Busch sein könnte und fahre zur Arbeit.

9.04.2013 – ca. 10:00 Uhr

Ich erhalte einen Anruf von einer netten Dame von Amazon, die mir bei der Rücksetzung meines Passwortes behilflich sein will. Ich sage ihr, dass ich die Mail nicht bekomme, und auch ihre nochmalige Rücksetzungs- und eine weitere Test-Mail landet nicht in meinem Postfach, während wir telefonieren.
Auch im Spam-Ordner ist nichts, wie sie vermutet. Ich bekomme sonst ja auch problemlos Mails von Amazon.
”Aber letztens haben Sie noch etwas bestellt? Da hat es noch funktioniert?” , fragt mich die nette Dame von Amazon dann.
”Ja genau. Ein Ladekabel, darauf warte ich noch.” , entgegne ich.

”Und ein Notebook!?”

…fragt sie dann. Und mir wird ganz anders…
(Dass ich nicht vom Stuhl gefallen bin, wundert mich jetzt noch.)

Das verneine ich, und jetzt wird auch die nette Dame von Amazon etwas hektisch. Sie erklärt mir, dass ein Ultrabook bestellt wurde, das offensichtlich auch schon versandt wurde, und sie werde jetzt schnell mit DHL klären, dass der Zugang zur Packstation gesperrt werde, damit niemand an die Sendung kommen könne und danach werde sie mich wieder anrufen.

Nun bin ich total fertig. Das bedeutet, dass jemand Zugriff auf mein Mailkonto bei web.de haben musste! Jetzt schaue ich noch einmal genau in mein Postfach und finde…

… Regeln:

  • Absender enthält amazon – dann sofort löschen
  • wenn Absender enthält dhl – dann Mail in den Ordner Papierkorb verschieben

Und wieder bricht mir der Schweiß aus. Jemand hat in meinem Mailpostfach rumgewerkelt. Ohne dass ich es bemerkt habe! Mit was für einer kriminellen Energie!!!

Die nette Dame von Amazon ruft mich ein paar Minuten später wieder an und erklärt, dass sie meine Packstations-ID sperren lassen hat und nun niemand an die Sendung (die schon in der Packstation lag) herankommen könne. Sie beruhigt mich insoweit, dass dann das Notebook direkt wieder zurück zu Amazon ginge und quasi wie eine normale Rücksendung behandelt würde. Inklusive Rückbuchung auf meine Kreditkarte.

Ich atme aus, zittere immer noch vor Aufregung und erzähle meinem Kollegen die Geschichte. Dann mache ich Screenshots von den Regeln im Postfach (die ich natürlich dann lösche) und von der Notebook-Bestellung und ändere die Passwörter bei web.de und Amazon (jetzt hatte ich wieder Zugriff) in Kennwörter mit über dreißig Stellen…

9:04.2013 – ca. 11:00 Uhr

Verlege meine vorgezogene Mittagspause in die nahegelegene Polizeidienststelle und erstatte Strafanzeige wegen “Ausspähen von Daten”. Die erste Frage der Komissarin lautet, ob ich in der letzten Zeit eine Mail von web.de bekommen hätte mit der Aufforderung, mein Passwort zu ändern. Nicht dass ich wüsste. Aber damit deutet sie an, dass wahrscheinlich mein Passwort direkt bei web.de abhanden gekommen bzw. gehackt worden sein könnte.
Sie nimmt die Anzeige auf, tröstet mich dass so etwas “ständig vorkomme” – macht mir aber keine große Hoffnung, dass jemand gefasst werden würde.

9.04.2013 – abends

Ich rufe dann doch noch einmal selbst bei DHL/Packstation an und schildere meinen Fall. Mein Packstation-Konto ist tatsächlich durch Amazon gesperrt und wird es auch bis zur Dauer der Polizeiermittlung bleiben. Ich kann danach eine neue Post-ID beantragen.
Die Dame beruhigt mich zudem noch einmal, dass niemand an die Sendung heran käme. Mich interessiert, ob der Betrüger tatsächlich die Sendung mit Hilfe meines DHL-Kontos hätte umleiten können (Kundendaten hatte er ja schon geändert laut SMS). Dies ist aber nach Auskunft von DHL gar nicht möglich! Sie gleicht die hinterlegte Handynummer mit meiner ab – auch dort ist inzwischen eine andere eingetragen. Die mtan für die Packstation ist also auch dort hingeschickt worden.

Hier wird die bisher ziemlich raffiniert durchdachte Masche allerdings unplausibel. Wie wollte der Betrüger dann an die Sendung kommen? Ohne die Karte für die Packstation kann man selbst mit der dazugehörigen mtan nichts abholen. Vielleicht ein pfiffiger Plan, nur nicht ganz zu Ende gedacht? Oder wollte er beim DHL-Kundenservice versuchen, irgendwie über “Karte verloren” oder die Mitleidstour die Sendung umzuleiten? Oder die Packstation aufbrechen? Sehr unwahrscheinlich.

Den Rest des Abends verbringe ich damit, alle wichtigen Kennwörter zu ändern, bei Amazon eine andere zu hinterlegen, alles irgendwie mit einem “Sicherheitskonzept” noch sicherer zu machen…

10.04.2013

Ich informiere die Polizei per eMail über die in meinem DHL-Konto hinterlegte fremde Handynummer. Die einzige winzigkleine Spur. Aber ich fürchte, auch damit wird die Polizei keinen durchschlagenden Erfolg erzielen. Aber wer weiß?

wie es weiter ging

Meine Kreditkarte war natürlich schon belastet (799 €), also hieß es auf die Rückbuchung zu warten. Und das dauerte noch nervenzehrend lange.
Die Sendung lagerte volle neun Tage in der Packstation, wurde dann laut Sendungsverfolgung noch einmal in eine Filiale geschickt (hier brach mir erneut der Schweiß aus, weil man nicht erkennen konnte, wohin) – bis sie wiederum nach sieben Tagen wieder wohlbehalten bei Amazon ankam und ich auch die Gutschrift erhielt.

Fazit

Ich habe mir den Kopf zerbrochen, wie das passieren konnte…
Die Vermutung, das Passwort könne direkt bei web.de abhanden gekommen sein, erscheint mir noch immer am wahrscheinlichsten. Denn ich nutze keine “einfachen” Kennwörter, niemals nur Buchstaben oder Wörterbuch-Begriffe, notiere sie nicht auf meinem PC und nutze unterschiedliche nahezu überall. Kurz gesagt, ich bilde mir ein zu wissen, wie Sicherheit funktioniert…
Ein Brute-Force-Angriff über die Webseite scheidet aus, da nach mehreren falschen Kennworteingaben eine Sicherheitssperre greift. Ich habe allerdings im Internet nachgelesen, dass ein solcher Angriff über eine IMAP oder POP3-Schnittstelle (so wie man per Smartphone auf sein Mailkonto zugreift) sehr wohl funktionieren kann, wenn der Mailanbieter dafür keine Sicherheitssperren eingebaut hat. Und das scheint mir hier auch wahrscheinlich.
Mein Rechner ist frei von Malware, Viren und Trojanern – also schied so etwas wie ein Keylogger ebenfalls aus und war auch nicht sonderlich wahrscheinlich.

Also nochmal der Hinweis:
Benutzt wirklich lange Passwörter, Kombinationen aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen und ändert diese regelmäßig!
Trennt “wichtige” eMail-Adressen von denen, die ihr “sonstwo” im web verwendet und nutzt nicht die selben bei verbundenen Diensten wie Amazon und DHL.
Eine wirkliche 100%ige Sicherheit wird es allerdings auch dann nicht geben…

Letztendlich wusste ich schon am 9.04., dass die Geschichte zumindest ohne Schaden (mal abgesehen von der gesperrten Packstation-Karte) für mich ausgehen wird. Allerdings hat es mich schwer getroffen, dass AUSGERECHNET MIR das passiert ist. Wo ich doch meine, mich gut auszukennen und alles “sicher” zu managen. Und der Schreck saß wirklich tief…
So etwas brauche ich nicht noch einmal!!!

Aber zum Glück – alles gerade nochmal gutgegangen.

Ansonsten frage ich mich, warum derjenige sich “nur” ein Notebook für 799€ ergaunern wollte… und nicht lieber ein tolles MacBook oder ein richtig fesches, teureres Ultrabook. Auch das werde ich nie erfahren…

Jetzt Ihr!? Ist Euch schonmal etwas ähnliches passiert?
Oder habt Ihr eine Erklärung für den seltsamen Plan?
Habt Ihr gute Sicherheitstipps?
Ich freue mich sehr auf Eure Kommentare!!!

 

Unausstehlich

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Gedanken zum Lauf:

  • Mit schlechter Laune in die untergehende Sonne zu laufen, war eine gute Idee!
  • Laufhose auf links an. Das auch noch! Blieb aber so. Rebellisch kann ich.
  • Der erste Kilometer war der schnellste. Danach war alle Wut raus… Leider auch meine Energie.
  • Ins neuste „Blutengel“-Album reingehört. Gefällt mir. Ist nur ganz und gar nicht stimmungsaufhellend.
  • 5 km geschafft. Jippieh!
  • Puls viel zu hoch, im Schnitt fast bei 170 bpm. Finde ich nicht normal!?
  • Sollte mir nicht so viel Gedanken über den Lauf machen!
  • Sonst auch nicht…
  • Bin ich froh, doch gelaufen zu sein!!!
  • Kann mich heute selbst nicht leiden. Wenn ich könnte, würde ich mich selbst entfolgen…
  • So, ausgepowert, abreagiert und genug rumgejappelt- und dann gleich noch in pinkes Badewasser in Schaumberge von meinem Lieblingsschaumbad von Lush, dann sieht die Welt gleich viel freundlicher aus! :)