Archiv der Kategorie: Ponys & Pferde

Fiasko bei der Bodenarbeit?

Standard
 

Bodenarbeit? Für die Nicht-Pferdeleute unter meinen Lesern klingt das wohl eher seltsam. Was soll das denn sein? Parkett schrubben oder sowas wie Bodenturnen? Allenfalls hat es etwas mit letzterem gemein, allerdings geht es hier um die gymnastizierende Arbeit mit Pferden. Und Bodenarbeit eben deswegen, weil man diese von der Erde aus und nicht wie beim Reiten vom Pferderücken ausübt.

Mitte September erreichte mich eine eMail meiner Freundin Sonja, mit der sie mich zu einer Art Wohltätigkeitsveranstaltung am 2. Oktober 2011 einlud, bei der sie interessierten Menschen verschiedene Arten von Bodenarbeit mit ihren beiden Pferden demonstrieren und erklären wollte. Die während dieser Veranstaltung eingenommenen Geldbeträge sollten dann einem guten Zweck zugute kommen.

Gern sagte ich zu und freute mich darauf, endlich mal wieder meine Freundin Sonja zu treffen, Pferde in Aktion zu sehen, und natürlich ausgiebig zu fotografieren.
Das Wetter an diesem Oktobersamstag war einfach traumhaft, für Oktober fast sogar viel zu warm, und ich hatte ernsthaft Sorge, mir einen Sonnenbrand zu holen. Dadurch auch nicht ganz ideale Foto-Bedingungen, da ich zwischendurch immer wieder mit hässlichem Gegenlicht zu kämpfen hatte.

Das Interesse an Sonjas Bodenarbeits-Demonstration war erfreulich groß. Es waren so ungefähr 25-30 Leute da, die die Vorstellung und die fundierten Erklärungen konzentriert und interessiert verfolgten.
Neben Sonja Schnietz, (selbstständige Reken-Reitlehrerin, Trainerin A (FN) Leistungssport) waren die beiden Wallache Fiasko und Twain die wichtigsten Hauptdarsteller der wirklich sehr anschaulichen und informativen Darstellung, was man mit Pferden “am Boden” erreichen kann.

Hier ein paar Eindrücke: Fiasko bei der Bodenarbeit

Mit ein paar Requisiten wie Pylonen, Stangen und Planen kann man einen abwechslungsreichen Parcours aufbauen, um in vertrauter Umgebung zu üben, sein Pferd in allen Situationen sicher zu führen. Hier werden die Basics, also die vertrauensvolle aber bestimmte Kommunikation von Mensch und Tier trainiert.

Hier sieht man Sonja mit Fiasko in einer Stangengasse Rückwärtsrichten:

Rückwärtsrichten
Im Wechsel zeigten Fiasko und Twain ihr Können. Der nächste Schnupperkurs lag in der Erklärung des richtigen Longierens. Hier liegt die Schwierigkeit darin, das Pferd nicht einfach an einer “langen Leine” unkoordiniert vor sich hin latschen zu lassen, sondern das Pferd über eine ordentliche Biegung und eine Vorwärts-Abwärts-Bewegung zu gymnastizieren.Longenarbeit

Seitengänge an der Hand – Twain macht seine Sache schon ganz prima!

Twain Longieren mit Doppellonge:Doppellonge

Und zuletzt als Highlight die Arbeit am Langzügel, sozusagen das “Reiten” vom Boden aus. Der Mensch läuft etwas versetzt dicht hinter seinem Pferd und kann mit Hilfe des Langzügels, der Gerte und der Stimme viele Lektionen erarbeiten.

LangzügelEs war wirklich ein sehr spannender und abwechslungsreicher Nachmittag, ich habe viel informatives gelernt und bin im Nachhinein ein wenig traurig, dass ich nicht (mehr) die Möglichkeit habe, die vielen interessanten Varianten der Bodenarbeit selbst auszuprobieren…

Falls von Euch nun jemand Interesse daran hat, diese interessante Form der Arbeit mit seinem Pferd mit professioneller Hilfe zu erlernen oder eine gute und engagierte Reitlehrerin im Raum Fröndenberg und Umgebung sucht, schaut einfach mal auf der Hompage von Sonja vorbei und informiert Euch dort:

www.reiterdurchblick.de

Advertisements

Watt’n Wettkampf

Standard

Wenn wir in Büsum sind, ist immer was los!

Seit gestern bin ich mit meiner Freundin N. in Büsum und mache Mädels-Urlaub! Ein paar Tage nur, schließlich war ich schon vor nicht allzu langer Zeit in Spanien und konnte dort die Sonne genießen…

Etwas anderes ist es aber, ein paar stressfreie Tage in meiner zweiten Heimat an der Nordsee zu verbringen. Das ist für mich noch mal entspannender, weil ich mich fast wie zu Hause fühle. Und das Wetter spielt gerade auch ganz wunderbar mit.

Gestern morgen sind wir schon früh losgefahren und konnten bereits ab Mittags durch die Einkaufsmeile in Büsum bummeln. Zur Sicherheit habe ich mir erstmal einen Schal gekauft, könnte ja kalt werden
Nein, das wird es hoffentlich nicht, denn im Moment haben wir das beste Wetter, das wir uns vorstellen können. Sonne pur!

Gestern haben wir noch unsere Zweitfamilie vom Reiterhof besucht, den Ferienkindern beim Reiten zugesehen, gegrillt und auch die eine Nacht dort gewohnt, da unser Ferien-Appartement erst ab heute frei war. (Danke nochmal dafür!)
Dort konnten wir aber netter Weise direkt heute Morgen einziehen, so dass wir gleich nach dem Frühstück an den Strand gingen.

Springturnier Lesen, Schlafen, Quasseln, Nichtstun – als wir damit fertig waren, schauten wir uns den ganzen Nachmittag das Büsumer Watt-Turnier an. Das freute uns besonders, denn wir hatten gar nicht gewusst, dass das stattfinden sollte – wir hatten uns also ganz zufällig genau das richtige Wochenende ausgesucht! Ein L- und M-Springturnier im Wattenmeer ist ja auch mal was besonderes. Die Hindernisse standen im Schlick, im Hintergrund fuhren Schiffe, das war schon toll anzuschauen!

Jetzt sitze ich ganz gemütlich auf dem Balkon und genieße die Restsonne, dabei wird es langsam auch kalt.
Für morgen Früh habe ich mir vorgenommen, am Strand zu laufen… Ich werde berichten, wie es geklappt hat. (Schließlich fehlt mir im Moment ein wenig der Ehrgeiz). Am besten, ich lege mir jetzt schon mal die Laufklamotten demonstrativ in den Weg, damit ich gar nicht auf die Idee komme, mich zu drücken…

Bis morgen!

Himmelfahrtskommando

Standard

… unter diesem Motto stand das Reitwochenende für Erwachsene über den Christi-Himmelfahrt-Feiertag. Leider gab es ein paar krankheitsbedingte Ausfälle, so dass wir nur mit einem Auto am Donnerstag in der Früh Richtung Norden brausten. Ein bisschen traurig war ich schon, denn meine Freundinnen N. und B. fehlten mir schon auf der Hinfahrt…

Wir kamen ganz gut durch, obwohl ich mit mehr Stau auf den Straßen wegen des langen Wochenendes gerechnet hatte. Schon Mittags waren wir in Büsum und genehmigten uns das erste Fischbrötchen. Anschließend fuhren wir zum Reiterhof Hennings, wo wir das lange Wochenende “Reiterferien” erleben wollten. Der Hof ist eigentlich ein Ferienreiterhof für Kinder, wo ich 1991 zum ersten mal Feriengast war… (Ich glaube, ich werde alt!) Danach folgten viele supertolle Ferien mit netten Leuten, tollen Pferden und unzähligen Kindheits- und Jugenderlebnissen. Später dann wurden wir Betreuer und hatten dabei die Aufgabe, mit den Ferienkindern auszureiten, Unterricht zu geben, Spiele auszuhecken und hatten selbst wahnsinnig viel Spaß dabei.

VierNach der “aktiven” Betreuerzeit waren wir noch ganz oft zu Betreuertreffen und planten irgendwann das erste Erwachsenen-Reitwochenende, zu dem auch unsere Männer mit “durften”. Einmal im Jahr findet nun dieses Treffen statt, für das es sich wirklich lohnt, die recht lange Anreise von 460 km auf uns zu nehmen!
(Hier der Beitrag aus dem letzten Jahr…)

Natürlich bestand unser erster Programmpunkt darin, uns so schnell wie möglich auf den Pferderücken zu schwingen. Jeder von uns schnappte sich ein passendes Pony oder Pferd – auf dem Hof ist wirklich für jeden das passende dabei, egal ob groß oder klein, brav oder wild, für Anfänger oder Fortgeschrittene…

PonysDie Dressurstunde in der Halle machte mir mal wieder so richtig Spaß und klappte auch ganz gut, schließlich war ich jetzt schon mehr als ein halbes Jahr nicht mehr geritten. (Seit Oktober letzten Jahres habe ich dieses Hobby aus verschiedenen Gründen an den Nagel gehängt, und manchmal fehlt es mir doch…)

Nach der Reitstunde gab es ein mörderleckeres Abendessen, und der Abend klang gemütlich in geselliger Runde bei einem (oder zwei) Bierchen und alten Geschichten aus.

Am nächsten Morgen lachte mich die Sonne schon zwischen den Vorhängen an, und ich pellte mich schon um sieben Uhr aus den Federn, um einen gemütlichen Lauf zu wagen. Da mein Bein das Reiten gestern schon ohne einen Mucks mitgemacht hatte, war ich recht zuversichtlich, dass es vielleicht sogar ohne Schmerzen gehen würde. Und tatsächlich, ich schaffte vier langsame, aber herrlich einsame Kilometer durch den Sommerkoog, am Deich und unzähligen Schafen entlang und wieder zurück zum Reiterhof.

Ich habe diesen Lauf so sehr genossen, dass ich tatsächlich auch am nächsten Tag vor dem Frühstück meine Laufschuhe schnürte und am nicht vorhandenen Meer nach Büsum lief. Da wurden es sogar fünf Kilometer mit nicht zu verachtendem Gegenwind auf dem Rückweg… Und alles ohne Schmerzen, gemerkt habe ich die Stelle nur noch ein klitzekleines Bisschen! Ich bin so froh!

BüsumIdylle

Den Rest des ersten Vormittages verbrachte ich mit Fotografieren und entspannen, während sich die anderen wieder in den Sattel schwangen. Am Nachmittag ließ ich mir die Stunde dann aber nicht entgehen und probierte mal ein “neues” Pferd aus. “Fee” ist wirklich total süß, macht prima mit und ist dabei ganz brav. Da machte es mir gar nicht viel aus, ein “fremdes” Pferd zu reiten, auch wenn es bei mir immer eine ganze Weile dauert, bis ich mich an ein neues Pferd gewöhne.

Hoch hinaufAnke mit Fee 

Am Freitag schauten wir uns in Büsum am Sandstrand das Kite-Festival an. Das ist so eine Art Surfen, wobei die Surfer statt eines Segels einen Gleitschirm haben, also so in etwa an einem überdimensionierten Lenkdrachen hängen. Wir schauten uns einen Wettkampf an, bei dem die Kiter verschiedene Kunststücke zeigten oder gar spektakulär aus dem Wasser sprangen…

P1070325Kitesprung Kitefestival

Mit dem Wetter hatten wir auch richtig viel Glück. Es wehte zwar ein frischer Wind, sommerliche Temperaturen wie im letzten Jahr gab es auch nicht – aber immerhin schien die Sonne, und wir konnten uns über keinen einzigen Tropfen Regen beschweren.

Was will man mehr?

Das Wochenende war wie immer viel zu schnell vorbei. Für mich ist das immer eine Reise zurück in meine Jugend mit Erinnerungen an lustige und spannende Erlebnisse auf dem Reiterhof, da werde ich immer fast ein wenig melancholisch, denn inzwischen haben die ersten von uns schon eigene Kinder oder warten darauf…

Falls von Euch also mal jemand einen Ferienreiterhof für Kinder sucht, denen kann ich den Reiterhof Hennings uneingeschränkt empfehlen. Mal abgesehen von der wahnsinnig netten Familie dort, geht es auch den Pferden richtig gut. Sie leben auf einer riesigen Weide, müssen nur im Winter in den Stall und leben ein absolut unbeschwertes Pferdeleben. Die Sicherheit der Kinder geht immer vor, und auch der Spaß kommt keineswegs zu kurz. (Schade, dass ich kein Kind mehr bin…)

EmmaNatürlich darf auch “Emma” nicht unerwähnt bleiben. Inzwischen ist aus dem Babyhund aus dem letzten Jahr eine stattliche Hundedame geworden, die stundenlang mit Ball werfen beschäftigt werden möchte.

Diese Aufgabe und jede Menge Streicheleinheiten fordert sie regelrecht ein, so dass man diesem netten Hundeblick kaum widerstehen kann.

Am Sonntag hieß es dann schon wieder Abschied nehmen, Mittags nach der letzten Reitstunde machten wir uns auf den Heimweg. Diesmal erwischte uns der Rückreiseverkehr des langen Wochenendes knallhart. Am Elbtunnel standen wir zum ersten Mal im Stau, zwischen Hamburg und Bremen ging es einigermaßen, aber zwischen Osnabrück und Münster “genossen” wir fast ausschließlich die schöne Landschaft, die man von der Landstraße aus sehen konnte. Das war zwar im Ergebnis wahrscheinlich nicht schneller, als wenn wir uns brav in den Stau gestellt hätten, aber immerhin fuhren wir.

Ich bin mal gespannt, wann man die A1 durchfahren kann, ohne alle paar Kilometer durch eine Baustelle zu müssen…

      lustig    

Fazit: Ein total gelungenes, lustiges Wochenende mit passablem Wetter, tollen Reitstunden, spaßigem Abendprogramm und netten Leuten. Wiederholung im nächsten Jahr ist Pflicht!

Ganz lieben Dank noch einmal (nicht nur für dieses Jahr) an Kathrin, Willi, Astrid, Ziska und Merle – meine liebe Nordsee-Familie ;-)

Nordsee-Reitwochenende 30.04.2009 – 03.05.2009

Standard

Für das Wochenende stand wieder einmal ein Reitwochenende an der Nordsee auf dem Programm.
Aufgrund mangelnden Interesses männlicher Teilnehmer sollte es ein nettes Mädels-Event werden, also fuhren wir zu dritt am Donnerstagmorgen gegen halb neun in Richtung Norden.
Am Nachmittag kamen wir gut gelaunt bei herrlichstem Sonnenschein in Büsum an, wo wir erstmal durch die City bummelten, bevor wir zum Reiterhof fuhren.
Für die, die die Geschichte noch nicht kennen, wieso ich immer wieder auf einem Reiterhof in Westerdeichstrich lande, hier eine kurze Zusammenfassung: 1991 wollte ich unbedingt Reiterferien machen und reiten lernen. Den Hof durfte ich mir selbst aussuchen, während meine Eltern an der Nordsee Urlaub machen wollten. So landete ich beim Reiterhof Hennings, wo ich einige Male als Ferienkind und dann nahezu in allen Oster- und Sommerferien als Betreuerin hinfuhr. Nachdem ich dann irgendwann ins Berufsleben eingestiegen war und als Betreuerin sozusagen “in Rente” gegangen bin, fuhren wir mit einigen Betreuer-Oldies regelmäßig noch zu den Betreuertreffen oder veranstalteten Erwachsenen-Reitwochenenden mit unseren Männern. Man kann sagen, wenn ich nicht mindestens einmal im Jahr bei Hennings sein kann, bin ich nicht glücklich. Es ist jedes Mal wieder toll, dort zu sein. Ich verbinde damit so wahnsinnig viele lustige, spannende, erlebnisreiche, pferdige Erinnerungen meiner Jugend.

Donnerstag, 30. April 2009
Als wir am Nachmittag auf dem Hof ankamen, wurden wir drei wie immer riesig nett empfangen und lernten gleich den vier Monate alten Hundenachwuchs “Emma” kennen. Total goldiges Fellbündel:
Wir bezogen schnell das Viererzimmer, packten unsere Taschen aus und fühlten uns direkt wieder wie in Reiterferien ;-)
Natürlich folgte dann ein Rundgang über den Hof, um zu gucken, was es seit dem letzten Jahr alles Neues gibt. Insbesondere, ob neue Ponys / Pferde dazu gekommen waren…
Und wie immer liefen wir direkt zum Strand, um zu schauen, ob das Meer da ist ! Was ich ja ganz erstaunlich finde ist, dass es tatsächlich Menschen gibt (meine Freundin D.), die noch nie durchs Watt gelaufen sind ;-) Das änderten wir natürlich direkt nach unserem Strandspaziergang und während eines romantischen Sonnenunterganges.

Abends fand dann das traditionelle Maifeuer auf dem Hof statt. Das ist so ein Brauch, wie bei uns das “in den Mai Tanzen”. Mit einer Horde Viertklässler, die noch den letzten Tag ihrer Klassenfahrt auf dem Hof verbrachten, genossen wir das Lagerfeuer, grillten Würstchen und backten uns das obligatorische Stockbrot.
Ich habe ein bisschen gestaunt, dass die Kinder-Monster doch gar nicht so schrecklich waren, wie wir erst befürchtet hatten. Vielleicht lag es daran, dass es eine Waldorf-Schule war – jedenfalls waren die Kinder alle sehr nett und höflich… Fand ich ungewöhnlich.

Freitag, 1. Mai 2009
Morgens nach dem Frühstück wollten wir natürlich als erstes auf den Pferderücken. Auf eine besondere Empfehlung hin, probierte ich einen neuen Haflinger “Moritz” aus, was mir auch viel Spaß machte. Er war vom Typ her ein bisschen wie meine Reitbeteiligung, und auch vom Temperament war es schon ziemlich “gewohnt”. Klappte auch sehr gut, leider schaffte ich es an dem Wochenende nicht mehr, ihn noch einmal zu reiten.
Von Hundewelpe Emma schauten wir uns den Tagesablauf ab und ergänzten die Abfolge “Schlafen – Essen – Spielen” noch um den Punkt “Reiten” und hatten damit das Motto des Wochenendes festgelegt!
Nachmittags ritten wir gemütlich ins Gelände und um den See hinter dem Hof. Diesmal nahm ich “Tina”, mein absolutes Lieblingspferd. Falls sie bei Hennings mal von der Weide verschwinden sollte, wüssten glaube ich alle, wer sie im Koffer mit nach Hause genommen hat ;-)
Bei einer auch eher gemütlichen Galopp-Aktion habe ich meine Freundin D. im wahrsten Sinne des Wortes einfach auf dem Feld “stehengelassen”. Ihr Pony hatte eine Vollbremsung eingelegt und sich im letzten Moment überlegt, statt zu buckeln lieber die Nase ins hohe Gras zu stecken. Aber D. ist ja sattelfest, und so kam sie noch hinterhergetrödelt… Muss auf alle Fälle sehr lustig ausgesehen haben ;-)
Abends haben wir dann Pizza bestellt. Es war eigentlich so wie immer-
wessen Pizza wurde irrtümlich nicht mitgeliefert? Natürlich ANKES! Aber keine Sorge, ich bin nicht verhungert.

Samstag, 2. Mai 2009
Morgens ritten wir in der Bahn. Wieder machte mir das Dressurreiten ungewöhnlich viel Spaß. Sonst bin ich ja eher so der Freizeit- und Geländereiter, aber Tina ist einfach immer total klasse.
Eigentlich war alles an diesem Wochenende entspannt und ohne Hektik. Zwischen unseren Reitstunden saßen wir oft gemütlich in der Sonne hinter dem Haus und hielten Smalltalk oder diskutierten über den Ernst des Lebens ;-) Mittags durfte auch ein Schläfchen nicht fehlen, jeder machte wozu er bzw. vielmehr sie Lust hatte – wir verstanden uns alle richtig gut.
Nach dem Mittagessen fuhren wir gemeinsam nach Büsum zum Eisessen und um ein Stündchen durch die Geschäfte zu bummeln. Wieder das totale Urlaubs-Feeling, so entspannt durch das Städtchen zu flanieren und keine Termine oder Zeitdruck zu haben.
So wurde unser Ausritt am Nachmittag ebenfalls mega-witzig, weil wir traditionell einen Besuch bei Familie L. machten. Mit unseren Ponys ritten wir durch den Stinteck und eroberten die Hofeinfahrt, wo wir auf ein Begrüßungsgläschen warteten. Sah bestimmt lustig aus, wie wir alle mit Erdbeerlimes hoch zu Ross anstießen.
Weiter ritten wir dann zu Tante A., wo wir den nächsten Schnappes abholten. War zwar ein ekliger Fusel dort, aber der Ritt wurde immer fröhlicher *gg*
Der Rest der Truppe ist dann anschließend noch zu einem fetzigen Galopp aufs Feld geritten, ich schnappte mir stattdessen meine Kamera und machte noch ein paar (Pferde-)Bilder.
Der Abend wurde dann nochmal einen Level lustiger, weil wir den Pegel ein bisschen weiter voran trieben, Karten spielten und später auch noch TABU spielten, bis wir ALLE Karten einmal durch hatten. Wer hätte es anders erwartet- natürlich gewann unsere Gruppe wohlverdient *gg*.

Sonntag, 3. Mai 2009
Selbstverständlich nutzten wir den letzten Tag noch dazu, morgens zu reiten. Wir ritten noch einmal ins Gelände, natürlich nahm ich wieder Tina. Das Wetter war nicht mehr ganz so toll wie an den Tagen zuvor, aber immerhin blieb es trocken.
Nach dem Mittag fuhren wir dann wieder zurück. Unser Plan, erst nach allen Touris die Rückreise anzutreten, schien auch aufzugehen. Stau gab es hauptsächlich in den tausend Baustellen und am Elbtunnel. Ich hatte es aber ohnehin ganz gut, weil ich nicht fahren musste. So konnte ich es mir auf der Rückbank gemütlich machen und schlief sogar ein wenig.
Die Pause im Feinkostrestaurant mit dem goldenen M durfte natürlich auch nicht fehlen, diesmal wie fast bei jedem Nordsee-Trip in Holdorf.
Gegen Abend waren wir zu Hause. Glücklich und zufrieden nach einem tollen Mädels-Wochenende, was dringend nach einer Wiederholung schreit!
Zu Hause ging es dann auch fast nahtlos damit weiter, Fotos im StudiVZ einzustellen, zu verlinken, Kommentare auszutauschen und neue Freundschaften zu bestätigen…