Archiv der Kategorie: Auf Reisen

… Allerlei von Ankes Reisen. Oder so.

Neues Hobby: Geocaching

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cache2Wie bin ich eigentlich auf die Idee gekommen, bei meiner ohnehin schon knappen Freizeit auch noch mit Geocachen anzufangen???

Weil es Spaß macht! Zwinkerndes Smiley
Den Einstieg hatte ich im letzten Sommer, als wir mit unseren Azubis eine Geocaching-Schnitzeljagd als Ausflug durchs Stadtgebiet gemacht haben. Und weil das so klasse war, wollte ich das immer mal “richtig” ausprobieren…

Aber allein hatte ich auch nicht so den Antrieb. Der <3-Mann sagte, er habe schon einen Schatz, also müsse er keinen mehr suchen gehen. Na toll.
Da ich bekanntlich doch recht hartnäckig sein kann, hat er sich dann doch irgendwann überredenzeugen lassen, und wir stiefelten mit unseren Garmin-Fahrradnavis los in die Natur zu einem Geocaching-Spaziergang.

Geocaching an sich muss ich nicht extra erklären, oder? Das ist inzwischen doch kein "Geheimtipp" mehr, oder? Falls nicht, ist es hier ganz gut im Video erklärt:

Quelle: geocaching.com

Grob zusammengefasst, Erwachsene Menschen ziehen los in die Natur und suchen Plastikdosen, um sich in ein Logbuch einzutragen…

garminKlingt langweilig?
Ist es aber ganz und gar nicht. Ich finde sogar, dass es ein kleines bisschen süchtig macht. Irgendwie wird dabei mein “Jagdfieber” gepackt, und ich hasse es, wenn ich einen Cache nicht finden kann.

Auf der Web-Seite von Geocaching.com findet man ganz viele Geocaches, die vollkommen unterschiedlich sein können. Manche sind im Wald, manche mitten in der Stadt, bei einigen muss man zunächst Rätsel lösen oder Aufgaben erfüllen, andere bestehen aus mehreren Stationen, die es anzusteuern gilt.
Dazu sind sie in unterschiedliche Schwierigkeitsgrade eingeteilt, wie schwierig es ist, den Cache zu finden oder wie schwierig das “Gelände” ist, in dem er versteckt ist.

Als Anfänger (wie wir es sind) macht es Sinn, schon ein wenig auf diese Schwierigkeitseinteilung (von * leicht bis ***** schwer) zu schauen. So haben wir uns am Osterwochenende an einem Drei-Sterne-Multi die Zähne ausgebissen, weil wir schon an der ersten Station die weiteren Koordinaten nicht finden konnten, und trotz Hinweis des Owners (also des Cache-Besitzers) und zweimaliger intensiver Suche gemeinsam mit Freunden absolut nichts finden konnten. Da kommt dann doch schon mal ein wenig Frust auf.

logbuchSo ganz allmählich entwickelt man dann aber doch auch ein Auge für mögliche oder wahrscheinliche Verstecke. Je mehr Caches man findet, desto “erfahrener” wird man. Ich war am Anfang regelrecht blind.
Nun schaue ich auch erst einmal in Ruhe nach “Spuren” wie Trampelpfade im Wald (“Cacher-Autobahnen”), offensichtlich geeignete Stellen oder auffällig unauffällige Ast- oder Steinhaufen…

Auch wenn wir noch nicht allzu viele verschiedene Caches gesucht und gefunden haben, fasziniert mich dieses vielseitige Hobby jetzt schon unheimlich. Ein bisschen Technik-Schnickschnack mit der Navigation, ein bisschen Denksport, etwas Abenteuer (sieht uns auch niemand?) und den vollkommen verschiedenen Verstecken macht das ganze sehr abwechslungsreich und spannend. Und man kommt raus!
Ich gehe auch so ganz gern spazieren, will dabei aber am liebsten immer neues sehen. Da ist es ideal, sich vorher einen Cache auszusuchen, in die Nähe zu fahren und dort einfach mal neue Fleckchen Erde kennenzulernen. So sind wir schon in landschaftlich wirklich schönen Gegenden gewesen, wo wir sonst wahrscheinlich niemals hingekommen wären.

Was die “Qualität” der Caches angeht, haben wir auch schon sehr unterschiedliche Dinge gesehen. Pfiffige Verstecke, wie eine hohle Schraube an einem Industriedenkmal, ein liebevoll gestalteter “Fuchsbau”, wo man die Dose an einem Fuchsschwanz aus einem Rohr herausziehen muss, mit Magneten an witzigen Orten wie Brückengeländern oder Telefonhäuschen platziert oder handwerklich absolut toll gemacht wie auf diesen Bildern:

Rumpelstilchen2Verschlossener Cache

RumpelstilzchenRumpelstilzchen in seinem Cache

Die andere Variante gibt es auch: Lieblose Caches, bei denen man sich fragt, warum man dort eine Dose versteckt hat. An Orten, wo man sonst auch nicht hingehen würde. Oder wo alles voller Tretminen liegt…

Soweit ein kleiner Einblick in mein neues Hobby. Etwas das man “nebenbei” machen kann, wenn man irgendwo unterwegs ist. Oder Spazierengehen quasi vom Orthopäden verordnet bekommen hat, so wie ich Anfang der Woche bei meinen Rückenschmerzen… ;)
Ansonsten ist mein Terminkalender fast schon ein wenig zu voll für neue Hobbys, wenn ich auch noch mal Laufen, Radeln oder im Haus werkeln möchte…

Jetzt dürft Ihr Euch outen! Wer ist Muggel (noch nix von Geocachen gehört) oder wer von Euch sucht auch Tupperdösken im Wald?
Habt Ihr schon “besondere” Caches gefunden oder lustige Anekdoten zu erzählen?
Dann freue ich mich wie immer sehr über Eure Kommentare!

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Skiurlaub Nauders 23.02.-02.03.2013

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Achtung SkifahrerAuch wenn ich denke, dass es jetzt endlich Frühling werden sollte und die Sonne sich auch mal wieder zeigen könnte, muss ich mich wohl beeilen, um meine Schnee- und Skiurlaubs-Bilder noch halbwegs in der „richtigen Jahreszeit zu veröffentlichen…

In diesem Jahr ging es nach Nauders in Südtirol. Das ist unser „Lieblings-Skigebiet“, einfach weil wir dort schon so oft waren, es gemütlich-ruhig ist und auch das Skigebiet unseren Anforderungen vollkommen entspricht.

Pension TirolIn diesem Jahr gab es dennoch eine Premiere: Wir waren mit Freunden (zwei Paare und ein Kleinkind) unterwegs.
Als Unterkunft hatten wir uns diesmal die „Pension Tirol“ ausgesucht.

Leider begann der Urlaub eher besch…eiden. Auf der Hinfahrt hatte unsere Freundin noch mit
Magenproblemen gekämpft, pünktlich am Abend hatte es mich dann auch erwischt, und ich musste
das wirklich tolle Buffet im Hotel unangetastet stehen lassen und mich mit einem Tee begnügen…

So fiel auch der erste Skitag für mich aus, da ich in der Nacht ständig auf gewesen war und ich mich
auch am Tag nicht allzu weit von den sanitären Einrichtungen weg bewegen wollte…
Meine Skigruppe zog also ohne mich auf den Berg. Das einzige das zu mir hielt, war das Wetter, denn es war reichlich ungemütlich – es schneite fast den ganzen Tag leicht vor sich hin und war trüb und nass.
Erst am Nachmittag machte ich mich auf den Weg ins Dorf, um Cola und Salzstangen einzukaufen.

Okay, das Bild ist ein paar Tage später entstanden ;)

An den darauf folgenden Tagen ging es mir schon besser, auch wenn der Appetit nicht wiederkehren wollte und es der erste Urlaub wurde, in dem ich nicht zu- sondern tatsächlich noch was abgenommen habe… Aber das schadet ja bekanntlich nicht, die Umstände und dann noch im Urlaub waren nur eben nicht so schön.

Aber ich konnte mit auf die Piste und bin ab Montag dann auch mit den anderen Ski gefahren. Für meine Verhältnisse auch ganz passabel. Das gute ist eben an dem Skigebiet, dass ich inzwischen fast jede Piste kenne und weiß, welche ich wann gut fahren kann.
Auch das Wetter wurde kontinuierlich besser, wir konnten zum Schluss bei herrlichstem Kaiserwetter die Pisten genießen.

Kirchturm im ReschenseeAn einem Nachmittag fuhren wir zum nahe gelegenen Reschensee in Italien. Das war auch das einzige Mal, das ich die “richtige” Kamera mitgenommen habe, sehr viele Fotos gibt es aus diesem Urlaub also nicht.
Wir spazierten ein bisschen um den versunkenen Kirchturm herum und genossen das tolle Wetter.
Die Geschichte des Reschensees und die unschöne Geschichte der Flutung eines ganzen Dorfes ist schon sehr interessant. Als ich nachts mal wieder (aus bestimmten Gründen) auf war, habe ich das bei Wikipedia und einer anderen Webseite mal ausgiebig nachgelesen.

Mittwoch fuhren wir nach Italien ins Skigebiet „Schöneben“, das wie es der Name schon erahnen lässt, wirklich schön flach mit breiten Pistenautobahnen ist. Auch hier hatten wir tolles Wetter und genossen die Sonne ausgiebig.

Am Donnerstag beschlossen wir, einen Tag Pause zu machen, da wir eh einen „5 in 6“ – Skipass hatten.

Stattdessen bummelten wir ein wenig nach dem Frühstück herum und fuhren dann nach Samnaun zum Shopping in die Schweiz. Um die Möglichkeit des zollfreien Einkaufs zu nutzen, kauften wir Parfum, ein paar hochprozentige Mitbringsel und Zigaretten für unseren krank in der Pension gebliebenen Freund ein. (Der nächste, den es erwischt hatte)

Auch bei unserem Ausflug nach Samnaun hatten wir wieder super Glück mit dem Wetter, so dass wir herrlich in der Sonne eine riesige Pizza bzw. ein Stück Kuchen essen konnten.

Samnaun Samnaun

Am letzten Skitag strahlte die Sonne, und wir fuhren noch einmal in Nauders Ski. Schön für meinen <3-Mann ist ja wirklich, dass außer mir Ski-Schnecke auch noch seine Freunde dabei waren, mit denen er dann auch anspruchsvollere Pisten in schwarz und vor allem in höherem Tempo fahren konnte. So konnte ich mich immer nett an der Hütte ausruhen oder eben auch allein ins Tal fahren und mich schonmal in Richtung Pension begeben, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Rundherum war es ein gelungener Urlaub. Leider dauerte die Rückfahrt diesmal fast zwölf Stunden, das war sehr anstrengend und nervenaufreibend.
Fast so, dass man jetzt direkt schon wieder Urlaub gebrauchen könnte…Bank im Schnee

Hat Euch Nauders gefallen? Lust auf mehr Schnee- und Skiurlaubs-Fotos?
Fahrt Ihr auch Ski? Rasant oder eher so wie ich im Schneckentempo auf den Brettern?
Über Eure Meinung zu Skifahren, Schnee oder sonst was freue ich mich wie immer in den Kommentaren…

 Zwinkerndes Smiley

Hier findet Ihr die Beiträge zu den Skiurlauben der vergangenen Jahre:

>>> Nauders 2011

>>> Nauders 2010

Samnaun

Tour de Büsum (6) Bremerhaven-Glückstadt

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Mit dem Fahrrad nach Büsum? – 500 km Radtour in 7 Etappen
24.06.2012 – Etappe 6 (Bremerhaven-Glückstadt)

Die letzten beiden Etappen der Tour de Büsum will ich Euch auch nicht vorenthalten – also raffe ich mich jetzt mal auf und versuche, noch alles zusammen zu bekommen. Ganz genau kann ich das noch nicht einmal sagen, warum es so ewig gedauert hat, bis Ihr nun auch das Ende der Urlaubstour zu lesen bekommt. Vielleicht liegt es daran, dass es die nassesten und anstrengendsten Etappen waren…

Aber nun der Reihe nach:

Regen auf der FahrradbrilleDer erste Blick morgens aus dem Fenster verhieß nichts Gutes. Es regnete. Ziemlich fest und ausdauernd. Au weia. Aber wir wollten ja nicht unzufrieden sein, denn schließlich hatten wir bis hierher noch kein einziges Mal die Regenklamotten auspacken müssen.

Also erst einmal zum Frühstück. Davon waren wir positiv überrascht. Wer den letzten Etappenbericht gelesen hat, erinnert sich daran, dass die Unterkunft eher wenig einladend und eher schmuddelig war. Nicht so das Frühstück. Der Raum war voller Rentner, was eigentlich im Zusammenhang mit Essen immer schon ein Zeichen von “gut, viel und günstig” ist.
Die Auswahl war wirklich sehr groß, alles liebevoll angerichtet, und wir wurden gefragt, ob wir normale, Rühr- oder Spiegeleier essen wollten. Die bekamen wir dann ganz frisch serviert.

So gestärkt machten wir uns dann für unsere Verhältnisse recht früh auf den Weg, denn wir hatten heute eine recht weite Strecke vor uns. Ungefähr 80 km sollten es werden. Kurz vor neun verließen wir den trockenen Pavillon und folgten dem Navi Richtung Glückstadt.

Zu dieser Tour konnte man sagen:

Immerhin wurden wir nur einmal nass.
Schließlich regnete es die GANZE ZEIT.

Wir halten nur fürs Foto an...Hat auch was. Wenn man dann erst einmal nass
ist, ist das auch (fast) egal. Man lässt die Regenklamotten einfach an, ist dennoch klatschnass, weil man ja auch schwitzt – ist aber froh, dass einen die Regenkluft gegen den recht frischen Wind schützt.

Wasser von oben und unten und in der Mitte...Das Motto hieß also “Kette rechts”. Großer Gang, Blick nach unten und strampeln. Pausen gab es keine, das Wetter lud auch nicht dazu ein.
So wurde diese Etappe die längste mit 80 km, die nasseste, aber auch die schnellste mit durchschnittlich 18 km/h. Wir hielten wirklich kaum an, kämpften uns durch den Regen und versuchten, das nicht auf die Stimmung schlagen zu lassen.

Auch unsere Unterhaltung unterwegs beschränkte sich auf Dialoge in diesem Stil:
”Schatz, meinst du es regnet noch mehr als heute Morgen?”
”Ja, tut es.”

Zwinkerndes Smiley

Mit dem Rad über die ElbeIn Wischhafen kamen wir dann am Fähranleger an, mussten auch gar nicht allzu lange (im Regen) warten, bis die Fähre kam. Wenn ich gewusst hätte, dass die Überfahrt über die Elbe rund eine Dreiviertelstunde dauert, wäre ich auch ins warme Innere der Fähre gegangen. So wollte ich aber einfach ein bisschen an Deck gucken und fror mir beinahe alles ab. Der Wind pfiff nur so über das Deck, es war wirklich bitterlich kalt und noch immer alles pitschenass…
(Dass wir uns da nicht den Tod geholt haben, war eigentlich sehr verwunderlich!)

Auf der anderen Uferseite hatten wir es dann nicht mehr weit, sondern waren überglücklich, dass es laut Navi nur noch läppische zwei Kilometerchen bis zu unserer Unterkunft sein sollten. Die Pause an Bord war wirklich kontraproduktiv, nun fühlten wir uns nur noch kalt und nass und sehnten nichts mehr herbei als eine heiße Dusche!

Offiziershaus in GlückstadtDie Pension hatten wir am Vorabend reserviert, Ein ganz uriges, ehemaliges Marine-Offiziershaus mit einem gemütlichen exklusiven Charme. Wir wurden sehr nett empfangen und setzten erst einmal das ganze Haus mit unseren regennassen Klamotten, Gepäck und Rädern unter Wasser. War uns ein wenig unangenehm, ließ sich aber nun nicht vermeiden. Ich hatte auch angeboten, den Wischer zu schwingen, was ich aber nicht brauchte. Die Räder durften wir im Hausflur lassen und bekamen sogar einen großen Wäscheständer zum Trocknen unserer Sachen.

Ob das je wieder trocknet?Leider musste ich dann im (frischen) Radtrikot zum Abendessen, da meine “Abendgarderobe”, die ich im oberen Koffer transortiert hatte, leider nass geworden war… Eigentlich steckten ja alle unsere Sachen in Plastiktüten – die Radtrikots und Sportklamotten in diesen praktischen, durchsichtigen Ziploc-Tüten zum Verschließen. Damit war auch nix passiert, alles blieb trocken wie es sein sollte. Leider hatte ich die Mülltüte, in der im oberen Koffer die Hosen und Shirts für abends eingepackt waren, nicht richtig verschlossen, so dass das Wasser seinen Weg in die Tüte gefunden hatte… Mist! Alles aufgehangen und dann eben in trockenen Radklamotten und Sandalen zum Abendessen.

Lecker MatjesIn Glückstadt war gerade die Matjeswoche zu Ende gegangen, schade dass wir das Fest nur knapp um einen Tag verpasst hatten. Trotzdem aßen wir natürlich das Kultgericht “Matjes”. Sehr lecker. Inzwischen konnten wir sogar trockenen Fußes durch Glückstadt spazieren. Es war zwar noch dicht bewölkt, aber es regnete immerhin nicht mehr.
Wir gingen davon aus, dass die Klamotten bis morgen ohnehin nicht trocken werden würden, daher war es auch nicht so schlimm, dass auch weiterhin Regen angesagt war… Ein kleiner Zipfel blau zwischen den Wolken ließ und aber doch ein kleines bisschen auf eine regenfreie letzte Etappe für morgen hoffen…

Glückstadt

Glückstadt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer sich die Tourdaten bei Garmin Connect ansehen möchte, schaut hier
->
Etappe 6 (Bremerhaven-Glückstadt)

Alle anderen Etappen findet Ihr auf dieser Übersicht  >>> hier.

Fotoprojekt August – Nacht

Bild

Zum Thema „Nacht“ beim Foto-Projekt “12 Monate – 1 Stadt” bin ich mal wieder ganz spät dran…
Das August-Foto musste eigentlich bis zum 15.09. veröffentlicht sein. Das hat leider nicht geklappt, aber ich hoffe, ich darf trotzdem noch weiter im Projekt bleiben!?

Gestern habe ich dann doch endlich das Stativ eingepackt und das Motiv eingefangen, das ich mir für dieses Thema ausgesucht hatte.

Es hat jetzt mit Herne an sich nichts Besonderes zu tun, ist aber ein Blickfang, an dem ich jeden Morgen vorbeifahre, und den ich insbesondere im Dunklen recht ansprechend finde. Deshalb habe ich als Motiv den Blick von der Brücke der Holsterhauser Straße auf das beleuchtete Chemiewerk von SASOL ausgewählt.

Sasol

Anbei die EXIFs:
Aufgenommen mit einer Canon EOS 600D, Objektiv 24-105 f4 L USM,  ISO 100, Blende 11, Verschlusszeit 30 sec

Die Fotos der vergangenen Monate aus dem Foto-Projekt findet Ihr >>> hier, wenn Ihr mögt…

 

Tour de Büsum (5) Bremen-Bremerhaven

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Mit dem Fahrrad nach Büsum? – 500 km Radtour in 7 Etappen
23.06.2012 – Etappe 5 (Bremen-Bremerhaven)

Am Wümme-RadwegWir genossen noch ausgiebig das tolle Frühstück im Hotel und machten uns dann reisefertig. Es ist wirklich witzig, mit diesem noblen Gepäckwagendingen, bepackt mit Radtaschen, Helmen, Trinkflaschen und Kram durchs Hotel zu fahren und vor dem Portal die Drahtesel zu beladen. Irritierte Blicke sind einem sicher…

Mehr durch Zufall fanden wir gleich hinter Bremen einen wunderschönen Radweg (hieß er Wümme-Radweg?), der uns auf einem Deich an einem Flüsschen entlang führte. Landschaftlich endlich einmal eine wirklich nette Strecke.

Anke on TourDanach dann wieder ein längeres Stückchen an der Bundesstraße entlang (“Kette rechts”) und Kilometerfressen. Bundesstraße ist wirklich hochgradig langweilig, wenn es kilometerweit nur geradeaus geht und auch rechts und links nichts interessantes zum Anschauen gibt. Also versuchten wir zwischendurch einmal, von der Bundesstraße weg und etwas abseits des direkten Weges zu fahren.
Das Navi fand auch einen alternativen Radweg, und den wollten wir dann lieber fahren als weiter geradeaus. Nach einem guten Stück wurde der Weg, der sogar als RADweg ausgeschildert war, immer sandiger und endete ungelogen in einem reinen Sandweg. Also zum Reiten wäre der Weg traumhaft gewesen, und ich träumte schon von einem gemütlichen Galopp hoch zu Ross vor mich hin. Die Realität war allerdings alles andere als traumhaft, denn in dem tiefen Sand war dann überhaupt nicht mehr an fahren zu denken. Wir mussten ganze zwei Kilometer die schweren Räder schieben, um dann – wie erfreulich – an der gut befahrbaren Bundesstraße wieder heraus zu kommen…

BiergartenpauseAls es uns wieder zu öde wurde, waren wir auch schon ziemlich nah vor Bremerhaven und entschieden uns, doch noch eine Pause zu machen. Kurz von der Bundesstraße abgebogen und sofort einen herrlich gemütlichen Biergarten entdeckt.

Man konnte dort ganz gemütlich draußen sitzen, die Ruhe genießen und die Räder im Blick haben.
Nur den Kellner mussten wir etwas überreden, dass wir doch unbedingt ein Stück Kuchen bräuchten, um uns zu stärken…
Denn seine Antwort auf unsere Bitte war zunächst, dass es Kuchen erst ab 14 Uhr gebe. Fast so schön wie “draußen nur Kännchen”. Aber er ließ sich dann doch breitschlagen, mal nachzusehen, ob vielleicht doch schon ein Kuchen fertig sei und wir ein Stück bekommen könnten.
Tatsächlich, es gab wahnsinnig leckeren Bienenstich. So muss eine Radpause aussehen…

Fischereihaven BremerhavenWieder einmal (*klopfaufholz*) pannen- und regenfrei kamen wir dann am Zielort Bremerhaven an. Etwas zugezogen hatte sich das Wetter zwar schon, es blieb aber trocken und angenehm frisch.
Gerne hätten wir ein Hotel am Fischereihafen gehabt, das Eddy uns empfohlen hatte. Leider war es dort ausgebucht, und eine Suite wollten wir dann doch nicht – obwohl das eigentlich für uns nur angemessen gewesen wäre.

Die Touristeninformation hatte ein paar wenige Vorschläge für uns, und so kamen wir zu einer Unterkunft ziemlich im Zentrum von Bremerhaven “an der Karlstadt”. Das fanden wir dann ganz praktisch, um noch ein wenig Sightseeing zu machen und den Abend ausklingen zu lassen.
Die Fahrräder standen sicher in einem abgeschlossenen Hof unter einem Pavillion, wir luden alles ab und bezogen unser Zimmer. Oh. Wir sind eigentlich nicht so anspruchsvoll, aber von dieser Herberge waren wir dann doch ziemlich enttäuscht. Das Zimmer war vollkommen oll. Ganz abgewohnte Möbel, ein winzigkleines WC mit Dusche (da ist unser Gäste-WC größer, kein Witz) und ein Fernseher in Briefmarkengröße. Letzterer wäre uns normalerweise auch überhaupt nicht wichtich, aber während der Fußball-EM ist das doch schon ein Kriterium.

City of BremerhavenEgal, nun waren wir dort gelandet. Zum Schlafen reichte es, und ärgern wollten wir uns auch nicht, also schnell wieder raus und Bremerhaven angeschaut.
Wir waren uns dann allerdings schnell einig, dass Bremerhaven den Umweg auf der Tour eigentlich nicht unbedingt wert war. Was wollten wir eigentlich nochmal dort? Das wussten wir dann auch nicht mehr so recht, denn die Stadt erinnerte uns ein bisschen an Duisburg bzw. unsere Ruhrpott-Innenstädte. Schön ist was anderes.

Dafür hatten wir herrliches Wetter, blauen Himmel mit malerischen Wölkchen. Fotomotiv! Beim Abendessen in der Sonne wurde uns klar, dass wir nun mal langsam eine Unterkunft in Büsum suchen müssten, wenn wir nicht wieder so einen Zonk bekommen wollten wie heute.
Mein lieber Mann rief dann aufs Geratewohl bei der Sommerurlaub an, die wir im letzten Jahr schon gemietet hatten. Die zwar eigentlich sauteuer ist, aber dafür wunderschön, mit Frühstück und Hotelservice…

Und wir hatten Glück. Die Ferienwohnung war ab Montag für sieben Tage frei, danach hätten sie für die letzte Nacht noch ein Hotelzimmer für uns. Gebucht! Und wie ein Schneekönig gefreut! YEAH.
Zum Nachtisch noch Tiramisu, und meine Welt war wieder vollkommen in Ordnung!Hafen of Bremerhaven

City of Bremerhaven City of Bremerhaven
Hafen in Bremerhaven Hafen in Bremerhaven
Abend in Bremerhaven Brücke in Bremerhaven

Zufrieden und mit Vorfreude auf den Urlaub in Büsum ging dieser sonnige Abend zu Ende. Zwei Etappen lagen noch vor uns, und bis jetzt hatten wir wirklich riesig viel Glück mit Wetter, Wegen, Rädern, Kondition und unserer Stimmung!

rosarot

Pause in Bremen

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Mit dem Fahrrad nach Büsum? – 500 km Radtour in 7 Etappen
22.06.2012 – Pause in Bremen

BremenVor dem Frühstück packten wir wie jeden Morgen unsere Klamotten zusammen, – alles nach einer inzwischen eingespielten Routine, was wo hingehört, damit man es während der Fahrt oder am Abend mit wenigen Handgriffen wiederfinden kann.
Das ist immer ein kleines Kunststück, zumal wir fast alle Sachen in diese Toppits Gefrierbeutel mit dem Zipper gesteckt haben, damit sie auch bei einem Regenguss nicht nass werden.
(In einem späteren Leben kaufe ich mir einfach mal ordentliche Radtaschen, die wasserdicht sind…)

Während wir dann am Frühstückstisch saßen und uns über ein atemberaubend tolles Buffet freuten, witzelten wir ein wenig herum, dass wir einfach in Bremen bleiben könnten, gar nicht mehr weiter fahren und einfach nur noch Wellness machen könnten…

Auf einmal merkte ich , dass ich das eigentlich gar nicht im Spaß meinte und sagte zu Timo: “Schatz, können wir nicht einfach noch einen Tag hier bleiben? Mal EINEN Tag nicht Fahrrad fahren, Bremen anschauen, Wellness machen und vielleicht noch eine Massage buchen???”
Nach kurzer Überlegung, dass der Zeitpunkt (vier Etappen hinter uns, drei noch vor uns) eigentlich ideal für eine Pause ist – waren wir uns einig, dass wir die Entscheidung einfach davon abhängig machen würden, ob unser Zimmer zu den selben Konditionen noch eine Nacht frei wäre.

Nach dem Frühstück fragten wir also an der Rezeption nach – und konnten bleiben! Ich war so froh!
\Smiley mit geöffnetem Mund/

im BürgerparkWas wir dann gemacht haben?
Erst einmal bis Mittag geschlafen… Zwinkerndes Smiley

Zu Fuß gingen wir dann Richtung Bremen City, was bedeutete, dass wir einmal komplett durch den Bürgerpark spazierten.
Es war zwar relativ weit, aber den Fahrrädern wollten wir ja auch eine Pause gönnen, also stiefelten wir ganz gemütlich mit Fotoapparat und guter Laune los.

Herrliches Wetter, nach drei Regentropfen kam die Sonne raus – wie sich das für einen Tag Pause gehört!

Den Bürgerpark finde ich ganz toll. Da gibt es eine Laufbahn, viele wunderschöne Wege, sogar Reitwege und kleine Wasserläufe in der riesigen Anlage. Man ist mitten in der Großstadt und dennoch im Grünen.

Idylle im Bürgerpark Häuschen im Bürgerpark

Shopping ist auf einer Radreise eher schwierig, da man ja nicht wirklich noch viel Platz im Gepäck für dieses oder jene Schnäppchen hat. Also blieb es eher dabei, dass wir gemütlich durch die City bummelten und uns einfach nur die Stadt ansahen.

Bustour BremenAm späten Nachmittag, nachdem aus unserem Erholungstag mehr ein anstrengender Sightseeing-Trip geworden war, fuhren wir noch mit einer kleinen Elektro-Bahn des Tourismusbüros mit. Das ist eigentlich eher was für gehbehinderte und ältere Menschen – aber ich war einfach nur froh, mich eine Dreiviertelstunde durch die Stadt gondeln zu lassen, der Stadtführung zu lauschen und nicht mehr laufen zu müssen…
Zwinkerndes Smiley 

Der Rückweg zum Hotel zog sich dann noch ziemlich in die Länge, aber auch das schafften wir noch – sportlich wie wir sind.

Sofort im Anschluss gönnten wir uns noch ein wenig ausgiebig Sauna und Wellness im Hotel und hatten wenigstens noch ein bisschen Erholung, so wie es eigentlich gedacht war…

Danach war fast schon wieder ein wenig Beeilung angesagt, da heute die Deutsche Mannschaft im EM-Viertelfinale gegen Griechenland stand, und wir das natürlich sehen wollten. Wie gut, dass direkt am Hotel eine Pizzeria war, wir also nicht noch einmal weit laufen mussten.

Zum Schluss noch ein paar Sightseeing-Fotos von Bremen – ob wir dann noch noch irgendwann weiter Richtung Büsum gefahren sind, erfahrt Ihr dann in den nächsten Blogbeiträgen…

Bremen

Bremen Bremen
Dom Bremen
Mühle in Bremen An der Schachte in Bremen