Es ist Rosa(lie)

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Rosalies FüßeIch hatte ja angekündigt, ein bisschen regelmäßiger was aus meinem (Schwangerschafts-)Alltag zu bloggen. Und das versuche ich jetzt einfach einmal. Ein Thema, nach dem ich jetzt schon häufiger mal gefragt worden bin, ist zum Beispiel die Fruchtwasser-untersuchung.

Für meinen Mann und mich stand schon immer fest, dass wir gern alle erfahrbaren Risiken abklären lassen wollten, sollte ich mal ein Baby erwarten. Wir wollten gern (so weit wie möglich) wissen, dass das Kind gesund ist.

Und so stellte sich im letzten Jahr die Frage, welche Formen der Pränataldiagnostik wir in Anspruch nehmen wollten, um diese Frage zu beantworten.

Mit meiner Frauenärztin besprach ich die Möglichkeiten und Risiken und bekam eine Empfehlung zu einem Spezialisten in Dorsten.

Dort hatten wir im November einen Termin zum Ersttrimester-Screening, auch bekannt unter dem Namen „Nackenfaltenmessung“. Der Arzt war außergewöhnlich nett und nahm sich ganz viel Zeit für die Untersuchung und die Besprechung. Bei dem „Hightec“-Ultraschall konnte der Doc schon ganz viel darstellen, wirklich beeindruckend, wie detailliert man schon zu diesem frühen Zeitpunkt (13. Woche) Gefäße und Organe darstellen kann!

Neugierig wie ich bin, fragte ich den Doc natürlich auch, ob man zwischen den Beinen schon was erkennen könne oder eben auch nicht? ;)
Dazu wollte er aber noch kein Statement abgeben, obwohl er für sich bereits jetzt eine Vermutung hatte…

Der Ultraschall ergab keinen Anlass zur Beunruhigung, alles war normal, alles so wie es sein sollte. Dennoch besprachen wir meinen Wunsch nach einer Fruchtwasseruntersuchung, die Frauen ab 35 Jahren (Risikogruppe! ;) empfohlen und dann auch von den gesetzlichen Versicherungen bezahlt wird.

Nachdem wir alle Beweggründe, Möglichkeiten und Risiken besprochen hatten, (der Doc war wirklich sehr genau und beantwortete alles ausführlich und empathisch), bekamen wir einen Termin zur Fruchtwasseruntersuchung in der 16. Schwangerschaftswoche, also Anfang Dezember.
Während des Gespräches ließ der Doc den Satz einfließen „…spätestens wenn der Schwiegersohn später vor der Tür steht…“ – und ich freute mich wie ein Kind, dass er sich bezüglich seiner Vermutung doch (absichtlich?) verplappert hatte!
(Wobei das heutzutage ja auch nichts aussagt oder ausmacht J)

Am Tag der Untersuchung war ich fast gar nicht aufgeregt. Wir fuhren nach Dorsten, hatten Montagsmorgens direkt den Termin um acht und besprachen mit dem Doc die Entnahme. Dazu muss man vielleicht sagen, dass die Entnahme von Fruchtwasser durch die Bauchdecke (Amniozyntese) mit einem gewissen Risiko für eine Fehlgeburt behaftet ist. Sie liegt im Schnitt bei ungefähr einem Prozent. Bei entsprechend erfahrenen Ärzten aber dann schon unter 0,5%. Dessen muss man sich einfach bewusst sein, insbesondere dann wenn die statistische Wahrscheinlichkeit für eine Chromosomenstörung noch geringer ist. So bekamen wir noch einmal eine Stunde Zeit, um einen Kaffee in der Stadt zu trinken und diese Entscheidung zu festigen.

Der Doc hatte mir versichert, er würde die Entnahme nur durchführen, wenn alle Rahmenbedingungen gut seien, daher wurde nochmal alles gründlich untersucht, alles war in bester Ordnung.

Die Entnahme war ganz easy. Unter Ultraschallüberwachung wurde mit einer Kanüle 12ml Fruchtwasser durch die Bauchdecke entnommen, was nahezu schmerzfrei war. Ich war auch ganz entspannt und hatte keine Angst. Zum Vergleich – Blut Spenden tut mehr weh und dauert zudem auch länger! :)
Danach musste ich noch fünf Minuten liegen bleiben, mir wurde noch Blut abgenommen, und dann sollte ich zur Sicherheit noch eine halbe Stunde im Wartezimmer bleiben. Denn wenn es Komplikationen gegeben hätte, wären die innerhalb dieses Zeitraums aufgetreten.

Ich hatte damit gerechnet, für zwei Tage auf der Arbeit auszufallen, weil man sich noch ein bisschen schonen soll nach einer Punktion, aber ich bekam eine AU für die ganze Woche und sollte einfach ein wenig ausruhen, keinen Sport machen und nicht schwer heben.
Am Abend rief die Praxis mich noch einmal an, um zu fragen, ob es mir gut gehe – ich bin wirklich noch immer ganz begeistert von der Betreuung durch diese Praxis. Aber alles ganz easy. Wenn ich es mir einbilden wollte, merkte ich an diesem Abend noch ein kleines bisschen so wie ganz minimale Periodenschmerzen, aber nichts Beunruhigendes oder unangenehmes.

Zwei Tage später war ich noch einmal zur Kontrolle bei meiner Ärztin, und da lagen dann auch schon die Ergebnisse des Schnelltests vor. Alles okay, keinerlei Auffälligkeiten, und auch die Vermutung des Docs wurde bestätigt. Es wird ein Mädchen!
Zwei Wochen später lagen dann auch die Resultate des „Langtestes“ vor, auch da war alles in Ordnung, und wir wissen jetzt, dass die Kleine keine der am häufigsten auftretenden Chromosomenanomalien haben wird.

Falls das Thema Pränataldiagnostik oder Fruchtwasseruntersuchung für jemanden von Euch auch einmal aktuell werden sollte, gebe ich Euch gern den Namen des Arztes aus Dorsten. Ich kann ihn uneingeschränkt empfehlen!

Inzwischen war ich noch einmal zur erweiterten Feindiagnostik Anfang Januar bei ihm, bei der wieder ein sehr ausführlicher Ultraschall gemacht wird, bei dem die Organe und Gefäße noch einmal näher untersucht werden. Das spannendste dabei waren glaube ich die Füße… Ich finde das Bild so witzig!
Auch diesmal gab es eine DVD von den 2D und 3D Bildern, aber das Fußbild ist mein Favorit ;)

Da wir den Namen unseres Nachwuchses nicht verraten wollen, haben sich meine Freundinnen einen “Codenamen” für sie ausgedacht, damit man nicht immer “das Baby” sagen muss –

Sie heißt daher “Rosalie”, in Anspielung auf die Tatsache, dass ich ROSA als Farbe schrecklich finde und allen verboten habe, uns rosafarbene Babyklamotten zu schenken…
Zwinkerndes Smiley

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  1. Hm, und was spricht dagegen, einen der neuen Bluttests (Praena, Harmony, etc) zu machen? Die bringen nahezu die gleichen Ergebnisse, wie eine Fruchtwasseruntersuchung, nur dass sie exakt 0% Risiko einer Fehlgeburt haben, da nur das mütterliche Blut untersucht wird.
    Oder anders: Warum nimmt man ein Risiko von 0,5 Prozent in Kauf, wenn es überhaupt nicht sein müsste?

    • Herzlich Willkommen hier!
      Es gibt viele Dinge, die nicht sein „müssen“…
      Man „muss“ zB überhaupt keine Pränataldiagnostik machen lassen.
      Wir haben viel darüber nachgedacht, und wollten (soweit möglich) sicher wissen, dass unser Baby keine Chromosomenanomalie hat.
      Ich bin mit 35 eine „Risikoschwangere“, und in den Bluttest gehen meines Wissens so viele statistische Werte ein, dass am Ende nur eine Wahrscheinlichkeit herauskommt, bei der immer eine 1 im Zähler bleibt. Das hätte mir nicht ausgereicht.
      Ich vertraue der Einschätzung meiner Ärzte sehr und hatte keinerlei Sorge, dass etwas schief gehen würde. Sonst hätte ich es mir vielleicht noch einmal überlegt.
      Ich kann die Bedenken und die Frage aber gut verstehen, weil ich viele Menschen kenne und mit ihnen darüber gesprochen habe, die diesen Wunsch nach einem eindeutigen Ergebnis gar nicht haben und die Schwangerschaft einfach so genießen können.
      Ich kann meine Sorge nun vollkommen vergessen und bin froh, dass alles (bisher – toi toi toi) so gut läuft!
      Viele Grüße, Anke

      • Ich meine nicht den normalen Bluttest beim ETS, sondern die „neueren“ Tests wie Praena, Harmony oder Panorama. Dort gibt es keine Wahrscheinlichkeit, sondern ein definitives Ergebnis (100% oder 0% für die jeweiligen Chromosomenabweichungen). Also ein ebenso definitives Ergebnis, wie nach einer Fruchtwasserpunktion. Einfach mal nach diesen Tests googeln ;)

        Ich finde es schade, dass die Ärzte über die Möglichkeit dieser neueren Tests (so neu sind sie garnicht, nur nicht so „alt“ wie die FWU) so überhaupt nicht aufklären, offensichtlich – sonst wüsstest z. B. du ja von dieser Möglichkeit.
        Das soll auch überhaupt kein Angriff sein, und nichts gegen Pränataldiagnostik grundsätzlich; ich wollte nur sagen, dass es mittlerweile komplett risikolose Alternativen gibt, die exakt das gleiche Ergebnis bringen, wie eine FWU. Ganz ohne verwirrende und nur bedingt aussagekräftige statistische Berechnungen, die ja beim normalen ETS herauskommen.
        Eine schöne Schwangerschaft weiterhin!
        Liebe Grüße,
        roboneko

  2. Hi Anke,
    ach, Du hast tatsächlich beides gemacht? Nackenfaltenmessung UND Fruchtwasseruntersuchung? Dachte, das eine ersetzt das andere. Mir riet der Arzt von der Fruchtwasseruntersuchung ab – auch ich gehöre zur Risikogruppe. Interessant, wie unterschiedlich Ärzte so beraten. Aber das Wichtigste ist, dass man sich gut aufgehoben fühlt!

    Lass es Dir weiter gut gehen!
    Diana

    • Huhu Diana!
      Bei der Untersuchung wird ja nicht nur die Nackenfaltenmessung gemacht, sondern auch ganz viel anderes untersucht – das ist ja alles wichtig! :)
      Es kommt dann auf den individuellen Wunsch nach Sicherheit an, wie einen der Arzt berät.
      Den meisten „reicht“ eine bestimmte Wahrscheinlichkeit aus, andere möchten Gewissheit, die dann allerdings nur mit der FU möglich ist.
      Wir waren dort wirklich sehr gut aufgehoben, und ich hatte nie das Gefühl, in eine Richtung oder zu einer Entscheidung gedrängt zu werden.
      So geht es uns jetzt wunderbar, außer dass ich mir immer so blöd vorkomme, dass ich so schrecklich faul bin während Du noch so toll trainierst… :))
      LG

  3. Pingback: Sie ist da! <3 | Allerlei aus Ankes Alltag...

  4. Mir hat eine Pränatalmediziner zu dem neuen Bluttest mitgeteilt:

    Trisomie 21 Erkennungsrate ca. 99%, das der Test falsch positiv (also falsch sagt, dass mein Kind von dem Down Syndrom betroffen sei) liegt bei ca. 0,1 %.
    Für die Trisomie 18 und 13 sind anscheinend nur 96 % bzw. 91 % möglich, bei einer falsch positiv Rate von etwas mehr als 0,1 %. Die Aussage von oben (roboneko sagte am 8. März 2014 um 14:03 :) ist nicht richtig!

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