Neues Hobby: Geocaching

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cache2Wie bin ich eigentlich auf die Idee gekommen, bei meiner ohnehin schon knappen Freizeit auch noch mit Geocachen anzufangen???

Weil es Spaß macht! Zwinkerndes Smiley
Den Einstieg hatte ich im letzten Sommer, als wir mit unseren Azubis eine Geocaching-Schnitzeljagd als Ausflug durchs Stadtgebiet gemacht haben. Und weil das so klasse war, wollte ich das immer mal “richtig” ausprobieren…

Aber allein hatte ich auch nicht so den Antrieb. Der <3-Mann sagte, er habe schon einen Schatz, also müsse er keinen mehr suchen gehen. Na toll.
Da ich bekanntlich doch recht hartnäckig sein kann, hat er sich dann doch irgendwann überredenzeugen lassen, und wir stiefelten mit unseren Garmin-Fahrradnavis los in die Natur zu einem Geocaching-Spaziergang.

Geocaching an sich muss ich nicht extra erklären, oder? Das ist inzwischen doch kein "Geheimtipp" mehr, oder? Falls nicht, ist es hier ganz gut im Video erklärt:

Quelle: geocaching.com

Grob zusammengefasst, Erwachsene Menschen ziehen los in die Natur und suchen Plastikdosen, um sich in ein Logbuch einzutragen…

garminKlingt langweilig?
Ist es aber ganz und gar nicht. Ich finde sogar, dass es ein kleines bisschen süchtig macht. Irgendwie wird dabei mein “Jagdfieber” gepackt, und ich hasse es, wenn ich einen Cache nicht finden kann.

Auf der Web-Seite von Geocaching.com findet man ganz viele Geocaches, die vollkommen unterschiedlich sein können. Manche sind im Wald, manche mitten in der Stadt, bei einigen muss man zunächst Rätsel lösen oder Aufgaben erfüllen, andere bestehen aus mehreren Stationen, die es anzusteuern gilt.
Dazu sind sie in unterschiedliche Schwierigkeitsgrade eingeteilt, wie schwierig es ist, den Cache zu finden oder wie schwierig das “Gelände” ist, in dem er versteckt ist.

Als Anfänger (wie wir es sind) macht es Sinn, schon ein wenig auf diese Schwierigkeitseinteilung (von * leicht bis ***** schwer) zu schauen. So haben wir uns am Osterwochenende an einem Drei-Sterne-Multi die Zähne ausgebissen, weil wir schon an der ersten Station die weiteren Koordinaten nicht finden konnten, und trotz Hinweis des Owners (also des Cache-Besitzers) und zweimaliger intensiver Suche gemeinsam mit Freunden absolut nichts finden konnten. Da kommt dann doch schon mal ein wenig Frust auf.

logbuchSo ganz allmählich entwickelt man dann aber doch auch ein Auge für mögliche oder wahrscheinliche Verstecke. Je mehr Caches man findet, desto “erfahrener” wird man. Ich war am Anfang regelrecht blind.
Nun schaue ich auch erst einmal in Ruhe nach “Spuren” wie Trampelpfade im Wald (“Cacher-Autobahnen”), offensichtlich geeignete Stellen oder auffällig unauffällige Ast- oder Steinhaufen…

Auch wenn wir noch nicht allzu viele verschiedene Caches gesucht und gefunden haben, fasziniert mich dieses vielseitige Hobby jetzt schon unheimlich. Ein bisschen Technik-Schnickschnack mit der Navigation, ein bisschen Denksport, etwas Abenteuer (sieht uns auch niemand?) und den vollkommen verschiedenen Verstecken macht das ganze sehr abwechslungsreich und spannend. Und man kommt raus!
Ich gehe auch so ganz gern spazieren, will dabei aber am liebsten immer neues sehen. Da ist es ideal, sich vorher einen Cache auszusuchen, in die Nähe zu fahren und dort einfach mal neue Fleckchen Erde kennenzulernen. So sind wir schon in landschaftlich wirklich schönen Gegenden gewesen, wo wir sonst wahrscheinlich niemals hingekommen wären.

Was die “Qualität” der Caches angeht, haben wir auch schon sehr unterschiedliche Dinge gesehen. Pfiffige Verstecke, wie eine hohle Schraube an einem Industriedenkmal, ein liebevoll gestalteter “Fuchsbau”, wo man die Dose an einem Fuchsschwanz aus einem Rohr herausziehen muss, mit Magneten an witzigen Orten wie Brückengeländern oder Telefonhäuschen platziert oder handwerklich absolut toll gemacht wie auf diesen Bildern:

Rumpelstilchen2Verschlossener Cache

RumpelstilzchenRumpelstilzchen in seinem Cache

Die andere Variante gibt es auch: Lieblose Caches, bei denen man sich fragt, warum man dort eine Dose versteckt hat. An Orten, wo man sonst auch nicht hingehen würde. Oder wo alles voller Tretminen liegt…

Soweit ein kleiner Einblick in mein neues Hobby. Etwas das man “nebenbei” machen kann, wenn man irgendwo unterwegs ist. Oder Spazierengehen quasi vom Orthopäden verordnet bekommen hat, so wie ich Anfang der Woche bei meinen Rückenschmerzen… ;)
Ansonsten ist mein Terminkalender fast schon ein wenig zu voll für neue Hobbys, wenn ich auch noch mal Laufen, Radeln oder im Haus werkeln möchte…

Jetzt dürft Ihr Euch outen! Wer ist Muggel (noch nix von Geocachen gehört) oder wer von Euch sucht auch Tupperdösken im Wald?
Habt Ihr schon “besondere” Caches gefunden oder lustige Anekdoten zu erzählen?
Dann freue ich mich wie immer sehr über Eure Kommentare!

Zwinkerndes Smiley

 

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  1. Hallo! Ich habe auch im letzten Jahr mit dem Dosen suchen angefangen, über den Winter eine Pause eingelegt und werde jetzt wieder weiter machen. Eine spannende Sache! Meine ersten Erfahrungen kannm an hier nachlesen: http://firefox05c.wordpress.com/2012/07/25/dosen-suchen/ . Leider gibt es sehr viele lieblose „Micros“, meistens eine Filmdose, die mehr oder weniger sinnlos deponiert wurde. Aber es gibt auch viele sehr schöne Dosen, insbesondere die größeren sind oft fantasievoll versteckt! Zudem kann man dieses Hobby auch sehr gut im Urlaub betreiben, da die Caches euch an Orte führen, die in keinem Reiseführer stehen. Häufig kann man dabei auch noch etwas über die Geschichte lernen.
    Bisher gehe ich mit meinem Streichelhandy auf die Pirsch, da ich kein geeignetes Navi besitze. Aber mit der eingebauten GPS-Funktion und der kostenlosen App c:geo geht es oft auch ganz gut.
    Viel Erfolg bei der weiteren Suche!

    • Dein Artikel ist (wie immer) total klasse! Ich erkenne mich einwandfrei wieder! ;)
      Für unseren nächsten Wochenendtrip habe ich schon einen Multi als Stadtrundgang herausgesucht. Ideal, um alle interessanten Ecken des Örtchens zu entdecken! Bin mal gespannt, da freue ich mich schon richtig drauf!
      Wenn ich „zwischendurch“ einen Cache suche, benutze ich auch die GC-App vom Handy. Aber da ist der Akku so dermaßen schnell leer, das geht wirklich nur für einen – undenkbar für eine ganze Tour.
      Wie gesagt, wenn Du über einen besonders tollen Cache stolperst, sag‘ Bescheid! Ich würde mich freuen!

  2. Hmmm, ich gebe zu, Du hast mich jetzt „angefixt“. Geocaching könnte mir auch gut gefallen. Aus genau den gleichen gründen, die Du oben schon genannt hast! Aber ich fang besser erst gar nicht damit an, weil ich in Zeit-Konflikte geraten würde. Und im Moment bleibt mein Fokus weiterhin beim Laufen. Aber falls ich damit mal aussetzen muss/will, dann komme ich auf dieses Hobby zurück.

    Danke für einen interessanten Beitrag zum Thema, Anke!

    • Probier‘ es doch einfach mal aus! Vielleicht ist das ja auch was, wenn Ihr mal im Urlaub seid. Da kann man dann ganz prima unbekannte Ecken entdecken.
      Vielleicht solltest du das nur nicht ganz allein machen, wir kennen ja deinen Sinn für Orientierung… ;)))

  3. Ja, die eine oder andere Dose habe ich schon gefunden. ;-)

    „Besondere“ Caches waren auch schon so einige dabei; sowohl von der Location als auch vom Versteck her. Das sind auch die die das Geocachen an sich ausmachen.
    Und durch das Geocachen habe ich schon viele nette Orte entdeckt an die ich sonst wohl nie gekommen wäre.
    Ich möchte das Hobby daher auch nicht mehr missen, zumal wir dadurch auch viele nette Leute kennengelernt haben, mit denen man sich inzwischen auch schon außerhalb des Hobbys trifft..
    Leider steht/stand das Ganze oft in zeitlicher Konkurrenz mit dem Laufen, auch wenn es sich gelegentlich miteinander verbinden lässt.
    Das ist vielleicht auch ein Grund warum das Laufen bei mir etwas ins Hintertreffen geraten ist.
    Aber irgendwas ist ja immer… ;-)

    Ach ja: gebloggt wird unter schatzsucher.laufloewe.de .

    • Ich versuche, das vielleicht demnächst mal mit dem Laufen zu verbinden. Dann laufe ich einfach irgendwo in der Nähe eines (interessanten) Caches und suche den dann „zur Belohnung“ ;))

      Glaube, ich muss mal gleich auf Deiner Seite vorbeischauen!

  4. Das Geocachen wurde meines Wissens nach von einem Computerfan erfunden, der irgendwann feststellte, dass er sich nur noch von seinem Rechner zu Hause zum Rechner im Büro bewegte. Damit auch Nerds wieder einen Grund haben, in die „echte Welt“ zu gehen und Bewegung zu bekommen, erfand er das Geocachen, das Computer und Outdoor verbindet. Von daher ist es auch gar nicht dazu gedacht, dafür das Laufen aufzugeben. ;-)

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