Tour de Büsum (6) Bremerhaven-Glückstadt

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Mit dem Fahrrad nach Büsum? – 500 km Radtour in 7 Etappen
24.06.2012 – Etappe 6 (Bremerhaven-Glückstadt)

Die letzten beiden Etappen der Tour de Büsum will ich Euch auch nicht vorenthalten – also raffe ich mich jetzt mal auf und versuche, noch alles zusammen zu bekommen. Ganz genau kann ich das noch nicht einmal sagen, warum es so ewig gedauert hat, bis Ihr nun auch das Ende der Urlaubstour zu lesen bekommt. Vielleicht liegt es daran, dass es die nassesten und anstrengendsten Etappen waren…

Aber nun der Reihe nach:

Regen auf der FahrradbrilleDer erste Blick morgens aus dem Fenster verhieß nichts Gutes. Es regnete. Ziemlich fest und ausdauernd. Au weia. Aber wir wollten ja nicht unzufrieden sein, denn schließlich hatten wir bis hierher noch kein einziges Mal die Regenklamotten auspacken müssen.

Also erst einmal zum Frühstück. Davon waren wir positiv überrascht. Wer den letzten Etappenbericht gelesen hat, erinnert sich daran, dass die Unterkunft eher wenig einladend und eher schmuddelig war. Nicht so das Frühstück. Der Raum war voller Rentner, was eigentlich im Zusammenhang mit Essen immer schon ein Zeichen von “gut, viel und günstig” ist.
Die Auswahl war wirklich sehr groß, alles liebevoll angerichtet, und wir wurden gefragt, ob wir normale, Rühr- oder Spiegeleier essen wollten. Die bekamen wir dann ganz frisch serviert.

So gestärkt machten wir uns dann für unsere Verhältnisse recht früh auf den Weg, denn wir hatten heute eine recht weite Strecke vor uns. Ungefähr 80 km sollten es werden. Kurz vor neun verließen wir den trockenen Pavillon und folgten dem Navi Richtung Glückstadt.

Zu dieser Tour konnte man sagen:

Immerhin wurden wir nur einmal nass.
Schließlich regnete es die GANZE ZEIT.

Wir halten nur fürs Foto an...Hat auch was. Wenn man dann erst einmal nass
ist, ist das auch (fast) egal. Man lässt die Regenklamotten einfach an, ist dennoch klatschnass, weil man ja auch schwitzt – ist aber froh, dass einen die Regenkluft gegen den recht frischen Wind schützt.

Wasser von oben und unten und in der Mitte...Das Motto hieß also “Kette rechts”. Großer Gang, Blick nach unten und strampeln. Pausen gab es keine, das Wetter lud auch nicht dazu ein.
So wurde diese Etappe die längste mit 80 km, die nasseste, aber auch die schnellste mit durchschnittlich 18 km/h. Wir hielten wirklich kaum an, kämpften uns durch den Regen und versuchten, das nicht auf die Stimmung schlagen zu lassen.

Auch unsere Unterhaltung unterwegs beschränkte sich auf Dialoge in diesem Stil:
”Schatz, meinst du es regnet noch mehr als heute Morgen?”
”Ja, tut es.”

Zwinkerndes Smiley

Mit dem Rad über die ElbeIn Wischhafen kamen wir dann am Fähranleger an, mussten auch gar nicht allzu lange (im Regen) warten, bis die Fähre kam. Wenn ich gewusst hätte, dass die Überfahrt über die Elbe rund eine Dreiviertelstunde dauert, wäre ich auch ins warme Innere der Fähre gegangen. So wollte ich aber einfach ein bisschen an Deck gucken und fror mir beinahe alles ab. Der Wind pfiff nur so über das Deck, es war wirklich bitterlich kalt und noch immer alles pitschenass…
(Dass wir uns da nicht den Tod geholt haben, war eigentlich sehr verwunderlich!)

Auf der anderen Uferseite hatten wir es dann nicht mehr weit, sondern waren überglücklich, dass es laut Navi nur noch läppische zwei Kilometerchen bis zu unserer Unterkunft sein sollten. Die Pause an Bord war wirklich kontraproduktiv, nun fühlten wir uns nur noch kalt und nass und sehnten nichts mehr herbei als eine heiße Dusche!

Offiziershaus in GlückstadtDie Pension hatten wir am Vorabend reserviert, Ein ganz uriges, ehemaliges Marine-Offiziershaus mit einem gemütlichen exklusiven Charme. Wir wurden sehr nett empfangen und setzten erst einmal das ganze Haus mit unseren regennassen Klamotten, Gepäck und Rädern unter Wasser. War uns ein wenig unangenehm, ließ sich aber nun nicht vermeiden. Ich hatte auch angeboten, den Wischer zu schwingen, was ich aber nicht brauchte. Die Räder durften wir im Hausflur lassen und bekamen sogar einen großen Wäscheständer zum Trocknen unserer Sachen.

Ob das je wieder trocknet?Leider musste ich dann im (frischen) Radtrikot zum Abendessen, da meine “Abendgarderobe”, die ich im oberen Koffer transortiert hatte, leider nass geworden war… Eigentlich steckten ja alle unsere Sachen in Plastiktüten – die Radtrikots und Sportklamotten in diesen praktischen, durchsichtigen Ziploc-Tüten zum Verschließen. Damit war auch nix passiert, alles blieb trocken wie es sein sollte. Leider hatte ich die Mülltüte, in der im oberen Koffer die Hosen und Shirts für abends eingepackt waren, nicht richtig verschlossen, so dass das Wasser seinen Weg in die Tüte gefunden hatte… Mist! Alles aufgehangen und dann eben in trockenen Radklamotten und Sandalen zum Abendessen.

Lecker MatjesIn Glückstadt war gerade die Matjeswoche zu Ende gegangen, schade dass wir das Fest nur knapp um einen Tag verpasst hatten. Trotzdem aßen wir natürlich das Kultgericht “Matjes”. Sehr lecker. Inzwischen konnten wir sogar trockenen Fußes durch Glückstadt spazieren. Es war zwar noch dicht bewölkt, aber es regnete immerhin nicht mehr.
Wir gingen davon aus, dass die Klamotten bis morgen ohnehin nicht trocken werden würden, daher war es auch nicht so schlimm, dass auch weiterhin Regen angesagt war… Ein kleiner Zipfel blau zwischen den Wolken ließ und aber doch ein kleines bisschen auf eine regenfreie letzte Etappe für morgen hoffen…

Glückstadt

Glückstadt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer sich die Tourdaten bei Garmin Connect ansehen möchte, schaut hier
->
Etappe 6 (Bremerhaven-Glückstadt)

Alle anderen Etappen findet Ihr auf dieser Übersicht  >>> hier.

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