Wettkampf – Herbstlauf im Gysenberg

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Nachdem ich die letzte Zeit recht fleißig nach Plan gelaufen bin, stand am Mittwoch 3. Oktober 2012 der Herbstlauf vom Herner Triathlon Team auf dem Programm. Ein WETTKAMPF – au weia…

Vor dem Start war die Welt noch in OrdnungIm Vorfeld hatten wir ein paar Arbeitskolleg/innen zusammengetrommelt und starteten als Team. Ziel war es, das teilnehmerstärkste Team zu sein, wenn schon nicht das schnellste.

Es war Feiertag, man hätte so schön gemütlich zu Hause im Bett bleiben können, aber nein – ich hatte ja die wahnwitzige Idee, an diesem 5km-Lauf teilzunehmen. Es schüttete den ganzen Morgen, und als es endlich aufhörte, war es ziemlich windig und ungemütlich.

Aber angemeldet ist angemeldet, also machte ich mich fertig – die Laufklamotten hatte ich schon am Vortag zurecht gelegt, bastelte den Mikachip an meinen Laufschuh und war dann doch leicht aufgeregt.
Zwei Toasts und Milchreis gefrühstückt, rechtzeitig losgefahren. Eigentlich alles bestens.

Meine Fans waren auch schon vor Ort im Gysenberg Herne, d.h. meine Family und Freunde, aber natürlich auch meine Mitläufer, zu denen ich mich direkt gesellte.
Startnummer abgeholt, nochmal das Örtchen aufgesucht, geplaudert und gelacht. (Da war die Welt noch in Ordnung ;) Es kamen sogar ein wenig blauer Himmel und ein paar Sonnenstrahlen zum Vorschein.

Natürlich vergaß ich im Trubel, meinen Energieriegel noch zu essen, aber eigentlich sollten 5km auch ohne Doping zu schaffen sein ;)

Schön war es, noch vor dem Start die Twitter-Lauftreffler runHerne, Markus und Sven persönlich kennen zu lernen und ein bisschen zu quatschen. Sehr netter “Virtualitätsverlust” sozusagen…
(RunHerne hat auch einen tollen Blogbeitrag zum Herbstlauf geschrieben!)

Start des HerbstlaufsDer Schülerlauf über 1.500 m war schon vorbei, die Walker kamen gerade ins Ziel, und vor uns liefen dann erst einmal noch die Kleinsten beim 400 m – Tollpatschlauf. Total niedlich!

Um halb eins fiel dann der Startschuss für den 5km-Lauf. Der Start war mir als Laufschnecke schon viel zu schnell, also ließ ich mich von Anfang an hinter meine Mädels zurück fallen und versuchte, allein mein Tempo zu finden.

Los gehts durch den GysenbergDie ersten zwei Kilometer ging es dann den Berg rauf, was mir schon sehr schwer fiel. Oben angekommen hätte ich eigentlich schon aufhören können, ich versuchte aber, mich damit zu motivieren, dass es ja nun fast nur noch bergab geht…

Die restliche Strecke war ich allein unterwegs und habe ziemlich viel mit mir selbst diskutiert und mich gleichzeitig darüber selbst geärgert… Jetzt fehlte mir ein Zugpferd, allein konnte ich mich nicht antreiben. Puls war hoch, Atmung SEHR schwer. Das kannte ich so nicht.

Aufhören kam aber gar nicht in Frage! Also weiter gekämpft, kurz vor dem Ziel noch einen Mini-Anstieg hoch – inzwischen hatten mich einige Team-Kolleg/innen des 10km-Laufs überholt und ganz lieb angefeuert. Nutze aber auch nicht viel ;-)

geschafft ins ZielAber angekommen. 34:37.

Abgeklatscht auf der Ziellinie von unserem Team-Organisator Maik. Kurzer Dialog : “Und?” und meiner knappen Antwort “Zu langsam“!” Damit war alles geklärt.

Ich konnte auch nicht direkt stehen bleiben, der Puls bewegte sich nur ganz langsam aus astronomischer Höhe wieder abwärts. Leider hatte es wieder angefangen zu schütten, was für die Zuschauer und Fans ziemlich blöd war, mich jetzt eher weniger störte da ich eh nass war…

Immerhin war ich nicht die letzte, also ein persönliches Ziel erfüllt. (Noch drei Frauen und zwei Männer mit langsamerer Zeit als ich.)
Gut war, dass der Knöchel GAR NICHT geschmerzt hat. Auch die Wade, die sich seit zwei Wochen gezerrt anfühlt, sagte nix. Also leider keine Ausrede deswegen. (Nach dem Lauf habe ich dann EINEN unkontrollierten Ausfallschritt gemacht und hätte wieder jodeln können. Aber es scheint doch besser zu werden!)

Es war eine sehr schöne, liebevoll organisierte Veranstaltung mit toller Stimmung, vielen Zuschauern und einer schönen, aber für mich recht schwierigen Strecke.
Ich wäre gerne nach dem Lauf noch länger geblieben, um die Wettkampfluft, die Siegerehrungen und das Kuchenbuffet noch etwas mitzubekommen, aber mein Fan und Starfotograf war durchnässt und wollte heim…

Zusammengefasst: Keine Bestleistung von mir, aber ein tolles Erlebnis!!! (Und sicher nicht der letzte “Wettkampf”, auch wenn mir wahrscheinlich etwas Ehrgeiz dazu fehlt…)

Ziel

Nach dem Lauf: Als ich zu Hause aus dem Auto aussteigen wollte, hatte ich richtig Krämpfe in den Füßen, so unter der Sohle. Vielleicht hatte ich die Schuhe zu fest zugebunden?
Daheim erst einmal mit einem heißen Bad belohnt und entspannt.

Zwei Tage danach hatte ich tierischen Muskelkater in den Oberschenkeln. Scheine mich also doch irgendwo angestrengt zu haben… :-)))

Was mich an dem Ergebnis eigentlich nur wurmt ist die Tatsache, dass ich die selbe Strecke am Freitag vorher bei der “Generalprobe” in der Gruppe in 34:17 geschafft habe. Das war für mich zwar auch kein lockeres Tempo, aber ich konnte unterwegs noch quasseln und kichern und habe nur kurz vor Ende etwas mehr gekämpft. Auch der Puls kam danach schnell runter und von Muskelkater keine Spur…

Was ich als Fazit mitnehme, ist der feste Plan, dass ich den Berg auf jeden Fall mit ins regelmäßige Training einbaue, um da einfach besser mit umgehen zu können. Schließlich muss ich beim Silvesterlauf wieder dort rauf ;-))) Vergleich

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  1. Gratuliere! Du bist gelaufen, der Knöchel hat nicht gemuckt – alles prima :)

    Und hey: so von einer Rennschnecke zur anderen: pfeif auf die Zeit, es geht uns doch nicht um Rekorde.

    Rennschnecken rulez!

  2. Ich möchte Dir ebenfalls gratulieren, es muss ja nicht immer eine Bestleistung sein. Die gibt es dann beim nächsten mal.

    Schönen Rest-Sonntag und freundliche Grüße

    Bernd

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