Tour de Büsum (5) Bremen-Bremerhaven

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Mit dem Fahrrad nach Büsum? – 500 km Radtour in 7 Etappen
23.06.2012 – Etappe 5 (Bremen-Bremerhaven)

Am Wümme-RadwegWir genossen noch ausgiebig das tolle Frühstück im Hotel und machten uns dann reisefertig. Es ist wirklich witzig, mit diesem noblen Gepäckwagendingen, bepackt mit Radtaschen, Helmen, Trinkflaschen und Kram durchs Hotel zu fahren und vor dem Portal die Drahtesel zu beladen. Irritierte Blicke sind einem sicher…

Mehr durch Zufall fanden wir gleich hinter Bremen einen wunderschönen Radweg (hieß er Wümme-Radweg?), der uns auf einem Deich an einem Flüsschen entlang führte. Landschaftlich endlich einmal eine wirklich nette Strecke.

Anke on TourDanach dann wieder ein längeres Stückchen an der Bundesstraße entlang (“Kette rechts”) und Kilometerfressen. Bundesstraße ist wirklich hochgradig langweilig, wenn es kilometerweit nur geradeaus geht und auch rechts und links nichts interessantes zum Anschauen gibt. Also versuchten wir zwischendurch einmal, von der Bundesstraße weg und etwas abseits des direkten Weges zu fahren.
Das Navi fand auch einen alternativen Radweg, und den wollten wir dann lieber fahren als weiter geradeaus. Nach einem guten Stück wurde der Weg, der sogar als RADweg ausgeschildert war, immer sandiger und endete ungelogen in einem reinen Sandweg. Also zum Reiten wäre der Weg traumhaft gewesen, und ich träumte schon von einem gemütlichen Galopp hoch zu Ross vor mich hin. Die Realität war allerdings alles andere als traumhaft, denn in dem tiefen Sand war dann überhaupt nicht mehr an fahren zu denken. Wir mussten ganze zwei Kilometer die schweren Räder schieben, um dann – wie erfreulich – an der gut befahrbaren Bundesstraße wieder heraus zu kommen…

BiergartenpauseAls es uns wieder zu öde wurde, waren wir auch schon ziemlich nah vor Bremerhaven und entschieden uns, doch noch eine Pause zu machen. Kurz von der Bundesstraße abgebogen und sofort einen herrlich gemütlichen Biergarten entdeckt.

Man konnte dort ganz gemütlich draußen sitzen, die Ruhe genießen und die Räder im Blick haben.
Nur den Kellner mussten wir etwas überreden, dass wir doch unbedingt ein Stück Kuchen bräuchten, um uns zu stärken…
Denn seine Antwort auf unsere Bitte war zunächst, dass es Kuchen erst ab 14 Uhr gebe. Fast so schön wie “draußen nur Kännchen”. Aber er ließ sich dann doch breitschlagen, mal nachzusehen, ob vielleicht doch schon ein Kuchen fertig sei und wir ein Stück bekommen könnten.
Tatsächlich, es gab wahnsinnig leckeren Bienenstich. So muss eine Radpause aussehen…

Fischereihaven BremerhavenWieder einmal (*klopfaufholz*) pannen- und regenfrei kamen wir dann am Zielort Bremerhaven an. Etwas zugezogen hatte sich das Wetter zwar schon, es blieb aber trocken und angenehm frisch.
Gerne hätten wir ein Hotel am Fischereihafen gehabt, das Eddy uns empfohlen hatte. Leider war es dort ausgebucht, und eine Suite wollten wir dann doch nicht – obwohl das eigentlich für uns nur angemessen gewesen wäre.

Die Touristeninformation hatte ein paar wenige Vorschläge für uns, und so kamen wir zu einer Unterkunft ziemlich im Zentrum von Bremerhaven “an der Karlstadt”. Das fanden wir dann ganz praktisch, um noch ein wenig Sightseeing zu machen und den Abend ausklingen zu lassen.
Die Fahrräder standen sicher in einem abgeschlossenen Hof unter einem Pavillion, wir luden alles ab und bezogen unser Zimmer. Oh. Wir sind eigentlich nicht so anspruchsvoll, aber von dieser Herberge waren wir dann doch ziemlich enttäuscht. Das Zimmer war vollkommen oll. Ganz abgewohnte Möbel, ein winzigkleines WC mit Dusche (da ist unser Gäste-WC größer, kein Witz) und ein Fernseher in Briefmarkengröße. Letzterer wäre uns normalerweise auch überhaupt nicht wichtich, aber während der Fußball-EM ist das doch schon ein Kriterium.

City of BremerhavenEgal, nun waren wir dort gelandet. Zum Schlafen reichte es, und ärgern wollten wir uns auch nicht, also schnell wieder raus und Bremerhaven angeschaut.
Wir waren uns dann allerdings schnell einig, dass Bremerhaven den Umweg auf der Tour eigentlich nicht unbedingt wert war. Was wollten wir eigentlich nochmal dort? Das wussten wir dann auch nicht mehr so recht, denn die Stadt erinnerte uns ein bisschen an Duisburg bzw. unsere Ruhrpott-Innenstädte. Schön ist was anderes.

Dafür hatten wir herrliches Wetter, blauen Himmel mit malerischen Wölkchen. Fotomotiv! Beim Abendessen in der Sonne wurde uns klar, dass wir nun mal langsam eine Unterkunft in Büsum suchen müssten, wenn wir nicht wieder so einen Zonk bekommen wollten wie heute.
Mein lieber Mann rief dann aufs Geratewohl bei der Sommerurlaub an, die wir im letzten Jahr schon gemietet hatten. Die zwar eigentlich sauteuer ist, aber dafür wunderschön, mit Frühstück und Hotelservice…

Und wir hatten Glück. Die Ferienwohnung war ab Montag für sieben Tage frei, danach hätten sie für die letzte Nacht noch ein Hotelzimmer für uns. Gebucht! Und wie ein Schneekönig gefreut! YEAH.
Zum Nachtisch noch Tiramisu, und meine Welt war wieder vollkommen in Ordnung!Hafen of Bremerhaven

City of Bremerhaven City of Bremerhaven
Hafen in Bremerhaven Hafen in Bremerhaven
Abend in Bremerhaven Brücke in Bremerhaven

Zufrieden und mit Vorfreude auf den Urlaub in Büsum ging dieser sonnige Abend zu Ende. Zwei Etappen lagen noch vor uns, und bis jetzt hatten wir wirklich riesig viel Glück mit Wetter, Wegen, Rädern, Kondition und unserer Stimmung!

rosarot

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