Himmelfahrtskommando

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… unter diesem Motto stand das Reitwochenende für Erwachsene über den Christi-Himmelfahrt-Feiertag. Leider gab es ein paar krankheitsbedingte Ausfälle, so dass wir nur mit einem Auto am Donnerstag in der Früh Richtung Norden brausten. Ein bisschen traurig war ich schon, denn meine Freundinnen N. und B. fehlten mir schon auf der Hinfahrt…

Wir kamen ganz gut durch, obwohl ich mit mehr Stau auf den Straßen wegen des langen Wochenendes gerechnet hatte. Schon Mittags waren wir in Büsum und genehmigten uns das erste Fischbrötchen. Anschließend fuhren wir zum Reiterhof Hennings, wo wir das lange Wochenende “Reiterferien” erleben wollten. Der Hof ist eigentlich ein Ferienreiterhof für Kinder, wo ich 1991 zum ersten mal Feriengast war… (Ich glaube, ich werde alt!) Danach folgten viele supertolle Ferien mit netten Leuten, tollen Pferden und unzähligen Kindheits- und Jugenderlebnissen. Später dann wurden wir Betreuer und hatten dabei die Aufgabe, mit den Ferienkindern auszureiten, Unterricht zu geben, Spiele auszuhecken und hatten selbst wahnsinnig viel Spaß dabei.

VierNach der “aktiven” Betreuerzeit waren wir noch ganz oft zu Betreuertreffen und planten irgendwann das erste Erwachsenen-Reitwochenende, zu dem auch unsere Männer mit “durften”. Einmal im Jahr findet nun dieses Treffen statt, für das es sich wirklich lohnt, die recht lange Anreise von 460 km auf uns zu nehmen!
(Hier der Beitrag aus dem letzten Jahr…)

Natürlich bestand unser erster Programmpunkt darin, uns so schnell wie möglich auf den Pferderücken zu schwingen. Jeder von uns schnappte sich ein passendes Pony oder Pferd – auf dem Hof ist wirklich für jeden das passende dabei, egal ob groß oder klein, brav oder wild, für Anfänger oder Fortgeschrittene…

PonysDie Dressurstunde in der Halle machte mir mal wieder so richtig Spaß und klappte auch ganz gut, schließlich war ich jetzt schon mehr als ein halbes Jahr nicht mehr geritten. (Seit Oktober letzten Jahres habe ich dieses Hobby aus verschiedenen Gründen an den Nagel gehängt, und manchmal fehlt es mir doch…)

Nach der Reitstunde gab es ein mörderleckeres Abendessen, und der Abend klang gemütlich in geselliger Runde bei einem (oder zwei) Bierchen und alten Geschichten aus.

Am nächsten Morgen lachte mich die Sonne schon zwischen den Vorhängen an, und ich pellte mich schon um sieben Uhr aus den Federn, um einen gemütlichen Lauf zu wagen. Da mein Bein das Reiten gestern schon ohne einen Mucks mitgemacht hatte, war ich recht zuversichtlich, dass es vielleicht sogar ohne Schmerzen gehen würde. Und tatsächlich, ich schaffte vier langsame, aber herrlich einsame Kilometer durch den Sommerkoog, am Deich und unzähligen Schafen entlang und wieder zurück zum Reiterhof.

Ich habe diesen Lauf so sehr genossen, dass ich tatsächlich auch am nächsten Tag vor dem Frühstück meine Laufschuhe schnürte und am nicht vorhandenen Meer nach Büsum lief. Da wurden es sogar fünf Kilometer mit nicht zu verachtendem Gegenwind auf dem Rückweg… Und alles ohne Schmerzen, gemerkt habe ich die Stelle nur noch ein klitzekleines Bisschen! Ich bin so froh!

BüsumIdylle

Den Rest des ersten Vormittages verbrachte ich mit Fotografieren und entspannen, während sich die anderen wieder in den Sattel schwangen. Am Nachmittag ließ ich mir die Stunde dann aber nicht entgehen und probierte mal ein “neues” Pferd aus. “Fee” ist wirklich total süß, macht prima mit und ist dabei ganz brav. Da machte es mir gar nicht viel aus, ein “fremdes” Pferd zu reiten, auch wenn es bei mir immer eine ganze Weile dauert, bis ich mich an ein neues Pferd gewöhne.

Hoch hinaufAnke mit Fee 

Am Freitag schauten wir uns in Büsum am Sandstrand das Kite-Festival an. Das ist so eine Art Surfen, wobei die Surfer statt eines Segels einen Gleitschirm haben, also so in etwa an einem überdimensionierten Lenkdrachen hängen. Wir schauten uns einen Wettkampf an, bei dem die Kiter verschiedene Kunststücke zeigten oder gar spektakulär aus dem Wasser sprangen…

P1070325Kitesprung Kitefestival

Mit dem Wetter hatten wir auch richtig viel Glück. Es wehte zwar ein frischer Wind, sommerliche Temperaturen wie im letzten Jahr gab es auch nicht – aber immerhin schien die Sonne, und wir konnten uns über keinen einzigen Tropfen Regen beschweren.

Was will man mehr?

Das Wochenende war wie immer viel zu schnell vorbei. Für mich ist das immer eine Reise zurück in meine Jugend mit Erinnerungen an lustige und spannende Erlebnisse auf dem Reiterhof, da werde ich immer fast ein wenig melancholisch, denn inzwischen haben die ersten von uns schon eigene Kinder oder warten darauf…

Falls von Euch also mal jemand einen Ferienreiterhof für Kinder sucht, denen kann ich den Reiterhof Hennings uneingeschränkt empfehlen. Mal abgesehen von der wahnsinnig netten Familie dort, geht es auch den Pferden richtig gut. Sie leben auf einer riesigen Weide, müssen nur im Winter in den Stall und leben ein absolut unbeschwertes Pferdeleben. Die Sicherheit der Kinder geht immer vor, und auch der Spaß kommt keineswegs zu kurz. (Schade, dass ich kein Kind mehr bin…)

EmmaNatürlich darf auch “Emma” nicht unerwähnt bleiben. Inzwischen ist aus dem Babyhund aus dem letzten Jahr eine stattliche Hundedame geworden, die stundenlang mit Ball werfen beschäftigt werden möchte.

Diese Aufgabe und jede Menge Streicheleinheiten fordert sie regelrecht ein, so dass man diesem netten Hundeblick kaum widerstehen kann.

Am Sonntag hieß es dann schon wieder Abschied nehmen, Mittags nach der letzten Reitstunde machten wir uns auf den Heimweg. Diesmal erwischte uns der Rückreiseverkehr des langen Wochenendes knallhart. Am Elbtunnel standen wir zum ersten Mal im Stau, zwischen Hamburg und Bremen ging es einigermaßen, aber zwischen Osnabrück und Münster “genossen” wir fast ausschließlich die schöne Landschaft, die man von der Landstraße aus sehen konnte. Das war zwar im Ergebnis wahrscheinlich nicht schneller, als wenn wir uns brav in den Stau gestellt hätten, aber immerhin fuhren wir.

Ich bin mal gespannt, wann man die A1 durchfahren kann, ohne alle paar Kilometer durch eine Baustelle zu müssen…

      lustig    

Fazit: Ein total gelungenes, lustiges Wochenende mit passablem Wetter, tollen Reitstunden, spaßigem Abendprogramm und netten Leuten. Wiederholung im nächsten Jahr ist Pflicht!

Ganz lieben Dank noch einmal (nicht nur für dieses Jahr) an Kathrin, Willi, Astrid, Ziska und Merle – meine liebe Nordsee-Familie ;-)

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  1. Na das sieht doch alles wirklich sehr entspannt und vergnügt aus. Und ganz wunderschöne Bilder, ach ja, ein wenig Urlaub könnte ich auch gebrauchen…aber wer könnte das nicht?

    Das Du da nächstes Jahr wieder hin fährst kann ich kann ich jedenfalls sehr gut verstehen.

    Blöde das es noch so lange dauert bis da hin, gelle?

    Liebe Grüße,
    Steffen

    P.S. Freut mich zu lesen das Dein Bein keine Mucken mehr macht!!!

    • Vielleicht findet sich ja noch eine Gelegenheit, damit es nicht ein Jahr dauert…
      Aber es ist schon recht weit!

      Keine Mucken wäre übertrieben, aber es wird! ;-)

  2. Anke, sag mir bitte, daß Du ohne Leiter auf die Ponys bist, bitte! *lach*

    Liest sich schön und macht Sehnsucht. Ich bin zwar im Allgemeinen nicht so der Nostalgiker, der schon mal Erlebtes gerne aufwärmt, aber Reiten wäre schon nochmal fein. *hach*
    Freut mich, daß Du das Wochenende so in vollen Zügen und auch laufend genießen konntest! :-)

    • Dann kommst du beim nächsten Mal einfach mit…
      Ich hatte es ja vorgeschlagen! ;-)
      Naaa?

      Und natürlich habe ich die Leiter benutzt, schließlich ist das viel rückenfreundlicher für die Tiere, als wenn sich so ein Plumpsack am Sattel heraufzieht…

  3. Hallo Süße,
    schön, eine Zusammenfassung vom Wochenende bei Dir zu lesen :-).
    Die Bilder sind toll geworden! (Apropos, wann gucken wir die Restlichen zusammen?)
    Dir einen schönen Tag!
    Liebe Grüße!

    • Hm, ich muss mal schauen, dass ich die mal aussortiere. Ob ich sie irgendwo hochlade, weiß ich aber noch nicht. Ansonsten schauen wir sie bei uns ;-)
      Hbt Ihr eigentlich auch welche? Dann her damit!

  4. Ohhhh, das ist so eine Erinnerungsreise und zum Wiedersehen gemacht, gell? Auch wenn das Wetter passte und sonst alles toll war – viel braucht es für so eine Reise nicht damit sie toll wird, oder??

    Hach, wir werden alle Alt … Du bist nicht alleine ;)

  5. Das stimmt, es könnte regnen, ich müsste noch nicht mal reiten, das Wiedersehen würde schon ausreichen!

    Du musstest das mit dem Altwerden ja nicht nochmal so explizit betonen… ;-)

  6. Ich bin noch nicht alt geworden. Pah!
    Aber die Frisuren dieser neuen Generation…., ne, da komm ich ja gar nicht mit klar.

    Kind sein darf man immer und so eine Reise in die Vergangenheit hat was sehr schönes und die darf man auch genießen. Aber nach dem Bericht hab ich auch keine Zweifel das Du das nicht getan hättest.

    Ich wäre aber maximal auf den Hund aufgestiegen und um den Weidezaun drumrum geritten.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du einen Kommentar hinterlässt!

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