05.09.2009 – Prinz Christian Sund

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PrinzChristanSund2 Inzwischen sind wir schon vier Stunden hinter der “Ruhrgebiets-Zeit” hinterher – was heute mitten in der Nacht (3 Uhr) dazu führte, dass wir aufstehen wollten, um (eigentlich um sieben Uhr) die ersten Eisberge zu sehen. Warum der Wecker zur Heimat-Zeit klingelte, bleibt mir ein Rätsel – aber zum Glück merkten wir den Fehler und konnten uns gemütlich noch einmal herumdrehen.

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Den Vormittag verbrachten wir die meiste Zeit im inneren des Schiffs, da es draußen einfach viel zu kalt war und stellenweise sogar leicht schneite. Wir fuhren durch den Prinz Christian Sund, das ist ein natürlicher Kanal durch Felsformationen Grönlands. Das war schon sehr beeindruckend, denn dieser Sund ist zwischen 350 und 500 Meter breit, was vom Schiff aus wirklich recht schmal ausschaut.

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Geografisch gehört Grönland zu Amerika, politisch ist die größte Insel der Erde unabhängiger Bestandteil Dänemarks.
Wieder etwas dazugelernt…

Gegen Mittag erreichten wir ein winziges Dorf von Inuit-Indianern:
(Aaquipillatoq)

PrinzChristianSund4 Als besonderes Highlight hielt die Aida dort an und holte mit einem Tenderboot einige Dorfbewohner an Bord, wo sie ein Lied für die AIDA-Gäste singen wollten. Allerdings dauerte diese Transaktion einige Zeit, so dass ich auf dem Sonnendeck schon halb erfroren war. Etliche Fotos vom Dorf, den Felsen und Eisbergen um uns herum später war es dann endlich so weit, dass die Inuit-Indianer aufs Pooldeck kamen.

Inuits an Bord Eine sehr lustige, aber auch irgendwie peinliche Aktion. Es schien ein bisschen so etwas wie ein gegen-seitiges Begaffen im Zoo zu sein.
Irgendwie hatten alle “richtige” Eskimos erwartet. So irgendwie mit grünen Parkas und Fellkapuzen…

Aber weit gefehlt, denn die Inuits aller Altersstufen sahen zwar von den Gesichtszügen her “indianisch” aus (ich hoffe, man kann das so sagen ohne irgendwie ins Fettnäpfchen zu treten), waren aber vollkommen “normal” angezogen, d.h. in ihren “traditionellen” Parkas Adidas-Trainingsanzügen ;-)

Dazu technisch hoch ausgestattet mit Fotohandys, Bluetooth-Headset, Camcorder und allem, was da zugehört, während wir noch gedacht hatten, in dem Dorf gebe es bestimmt gar keinen Strom…

Inuit-Dorf AaquipillatoqDer Rest des Tages war nicht so spannend, ich verbrachte den Nachmittag mit meinem Hörbuch, Sudokus und einem Nickerchen. Ich musste mich auch erstmal aufwärmen, denn irgendwie war ich richtig ausgekühlt.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichte unser Schiff Qaqortoq, das grönländische Städtchen, das wir morgen besuchen wollten und ankerte in einiger Entfernung vom Pier.

Abends gab es wieder eine Show, diesmal als TV-Fernsehshow á là Michael Schanzes “1,2 oder 3”. Dort mussten drei Teams Fragen beantworten und das Publikum durfte die Titelmelodien bekannter Fernsehsendungen erraten. War ein bisschen klamaukig das ganze, aber als Unterhaltung noch zu gebrauchen. (Zumal ich mir die Show allein ansehen musste, weil mein Mann sich anscheinend ein bisschen zu viel mit Hochprozentigem auf “echt grönländischen Eisberg-Eiswürfeln” aufgewärmt hatte…)

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  1. Jetzt bekomm ich schon ein schlechtes Gewissen. Du mußtest so wahnsinnig viel Geld für die Reise zahlen und ich erlebe es nahezu umsonst. Danke!
    Wirklich beeindruckend diese Berglandschaft. ChristianSund 1 und 3 hab ich als meine Lieblinge auserkoren.

  2. Wow…die Landschaft ist ja grandios, jedenfalls das was man auf den Fotos sehen kann. Wie toll..oder soll ich sagen, überwältigend muss das für euch gewesen sein. Und die bunten Häuser…sehen aus wie Spielzeug *g*

    1..2 oder 3…du musst dich entscheiden, 3 Felder sind frei…*sing* *lach* oh man…Kindheitserinnerungen werden wach.

    LG

  3. Pingback: 13.09.2009 – New York (Abreisetag) « Allerlei aus Ankes Alltag…

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