Nordsee-Reitwochenende 30.04.2009 – 03.05.2009

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Für das Wochenende stand wieder einmal ein Reitwochenende an der Nordsee auf dem Programm.
Aufgrund mangelnden Interesses männlicher Teilnehmer sollte es ein nettes Mädels-Event werden, also fuhren wir zu dritt am Donnerstagmorgen gegen halb neun in Richtung Norden.
Am Nachmittag kamen wir gut gelaunt bei herrlichstem Sonnenschein in Büsum an, wo wir erstmal durch die City bummelten, bevor wir zum Reiterhof fuhren.
Für die, die die Geschichte noch nicht kennen, wieso ich immer wieder auf einem Reiterhof in Westerdeichstrich lande, hier eine kurze Zusammenfassung: 1991 wollte ich unbedingt Reiterferien machen und reiten lernen. Den Hof durfte ich mir selbst aussuchen, während meine Eltern an der Nordsee Urlaub machen wollten. So landete ich beim Reiterhof Hennings, wo ich einige Male als Ferienkind und dann nahezu in allen Oster- und Sommerferien als Betreuerin hinfuhr. Nachdem ich dann irgendwann ins Berufsleben eingestiegen war und als Betreuerin sozusagen “in Rente” gegangen bin, fuhren wir mit einigen Betreuer-Oldies regelmäßig noch zu den Betreuertreffen oder veranstalteten Erwachsenen-Reitwochenenden mit unseren Männern. Man kann sagen, wenn ich nicht mindestens einmal im Jahr bei Hennings sein kann, bin ich nicht glücklich. Es ist jedes Mal wieder toll, dort zu sein. Ich verbinde damit so wahnsinnig viele lustige, spannende, erlebnisreiche, pferdige Erinnerungen meiner Jugend.

Donnerstag, 30. April 2009
Als wir am Nachmittag auf dem Hof ankamen, wurden wir drei wie immer riesig nett empfangen und lernten gleich den vier Monate alten Hundenachwuchs “Emma” kennen. Total goldiges Fellbündel:
Wir bezogen schnell das Viererzimmer, packten unsere Taschen aus und fühlten uns direkt wieder wie in Reiterferien ;-)
Natürlich folgte dann ein Rundgang über den Hof, um zu gucken, was es seit dem letzten Jahr alles Neues gibt. Insbesondere, ob neue Ponys / Pferde dazu gekommen waren…
Und wie immer liefen wir direkt zum Strand, um zu schauen, ob das Meer da ist ! Was ich ja ganz erstaunlich finde ist, dass es tatsächlich Menschen gibt (meine Freundin D.), die noch nie durchs Watt gelaufen sind ;-) Das änderten wir natürlich direkt nach unserem Strandspaziergang und während eines romantischen Sonnenunterganges.

Abends fand dann das traditionelle Maifeuer auf dem Hof statt. Das ist so ein Brauch, wie bei uns das “in den Mai Tanzen”. Mit einer Horde Viertklässler, die noch den letzten Tag ihrer Klassenfahrt auf dem Hof verbrachten, genossen wir das Lagerfeuer, grillten Würstchen und backten uns das obligatorische Stockbrot.
Ich habe ein bisschen gestaunt, dass die Kinder-Monster doch gar nicht so schrecklich waren, wie wir erst befürchtet hatten. Vielleicht lag es daran, dass es eine Waldorf-Schule war – jedenfalls waren die Kinder alle sehr nett und höflich… Fand ich ungewöhnlich.

Freitag, 1. Mai 2009
Morgens nach dem Frühstück wollten wir natürlich als erstes auf den Pferderücken. Auf eine besondere Empfehlung hin, probierte ich einen neuen Haflinger “Moritz” aus, was mir auch viel Spaß machte. Er war vom Typ her ein bisschen wie meine Reitbeteiligung, und auch vom Temperament war es schon ziemlich “gewohnt”. Klappte auch sehr gut, leider schaffte ich es an dem Wochenende nicht mehr, ihn noch einmal zu reiten.
Von Hundewelpe Emma schauten wir uns den Tagesablauf ab und ergänzten die Abfolge “Schlafen – Essen – Spielen” noch um den Punkt “Reiten” und hatten damit das Motto des Wochenendes festgelegt!
Nachmittags ritten wir gemütlich ins Gelände und um den See hinter dem Hof. Diesmal nahm ich “Tina”, mein absolutes Lieblingspferd. Falls sie bei Hennings mal von der Weide verschwinden sollte, wüssten glaube ich alle, wer sie im Koffer mit nach Hause genommen hat ;-)
Bei einer auch eher gemütlichen Galopp-Aktion habe ich meine Freundin D. im wahrsten Sinne des Wortes einfach auf dem Feld “stehengelassen”. Ihr Pony hatte eine Vollbremsung eingelegt und sich im letzten Moment überlegt, statt zu buckeln lieber die Nase ins hohe Gras zu stecken. Aber D. ist ja sattelfest, und so kam sie noch hinterhergetrödelt… Muss auf alle Fälle sehr lustig ausgesehen haben ;-)
Abends haben wir dann Pizza bestellt. Es war eigentlich so wie immer-
wessen Pizza wurde irrtümlich nicht mitgeliefert? Natürlich ANKES! Aber keine Sorge, ich bin nicht verhungert.

Samstag, 2. Mai 2009
Morgens ritten wir in der Bahn. Wieder machte mir das Dressurreiten ungewöhnlich viel Spaß. Sonst bin ich ja eher so der Freizeit- und Geländereiter, aber Tina ist einfach immer total klasse.
Eigentlich war alles an diesem Wochenende entspannt und ohne Hektik. Zwischen unseren Reitstunden saßen wir oft gemütlich in der Sonne hinter dem Haus und hielten Smalltalk oder diskutierten über den Ernst des Lebens ;-) Mittags durfte auch ein Schläfchen nicht fehlen, jeder machte wozu er bzw. vielmehr sie Lust hatte – wir verstanden uns alle richtig gut.
Nach dem Mittagessen fuhren wir gemeinsam nach Büsum zum Eisessen und um ein Stündchen durch die Geschäfte zu bummeln. Wieder das totale Urlaubs-Feeling, so entspannt durch das Städtchen zu flanieren und keine Termine oder Zeitdruck zu haben.
So wurde unser Ausritt am Nachmittag ebenfalls mega-witzig, weil wir traditionell einen Besuch bei Familie L. machten. Mit unseren Ponys ritten wir durch den Stinteck und eroberten die Hofeinfahrt, wo wir auf ein Begrüßungsgläschen warteten. Sah bestimmt lustig aus, wie wir alle mit Erdbeerlimes hoch zu Ross anstießen.
Weiter ritten wir dann zu Tante A., wo wir den nächsten Schnappes abholten. War zwar ein ekliger Fusel dort, aber der Ritt wurde immer fröhlicher *gg*
Der Rest der Truppe ist dann anschließend noch zu einem fetzigen Galopp aufs Feld geritten, ich schnappte mir stattdessen meine Kamera und machte noch ein paar (Pferde-)Bilder.
Der Abend wurde dann nochmal einen Level lustiger, weil wir den Pegel ein bisschen weiter voran trieben, Karten spielten und später auch noch TABU spielten, bis wir ALLE Karten einmal durch hatten. Wer hätte es anders erwartet- natürlich gewann unsere Gruppe wohlverdient *gg*.

Sonntag, 3. Mai 2009
Selbstverständlich nutzten wir den letzten Tag noch dazu, morgens zu reiten. Wir ritten noch einmal ins Gelände, natürlich nahm ich wieder Tina. Das Wetter war nicht mehr ganz so toll wie an den Tagen zuvor, aber immerhin blieb es trocken.
Nach dem Mittag fuhren wir dann wieder zurück. Unser Plan, erst nach allen Touris die Rückreise anzutreten, schien auch aufzugehen. Stau gab es hauptsächlich in den tausend Baustellen und am Elbtunnel. Ich hatte es aber ohnehin ganz gut, weil ich nicht fahren musste. So konnte ich es mir auf der Rückbank gemütlich machen und schlief sogar ein wenig.
Die Pause im Feinkostrestaurant mit dem goldenen M durfte natürlich auch nicht fehlen, diesmal wie fast bei jedem Nordsee-Trip in Holdorf.
Gegen Abend waren wir zu Hause. Glücklich und zufrieden nach einem tollen Mädels-Wochenende, was dringend nach einer Wiederholung schreit!
Zu Hause ging es dann auch fast nahtlos damit weiter, Fotos im StudiVZ einzustellen, zu verlinken, Kommentare auszutauschen und neue Freundschaften zu bestätigen…

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