Zarte Laufversuche

Zarte Laufversuche

Meine Liste an Ausreden, warum ich im letzten Jahr das Laufen so vernachlässigt habe, ist so lang wie unsinnig.
Mir fehlte es einfach an Lust und Motivation, ähnlich wie ich es in diesem Beitrag beschrieben habe.

Ich glaube, die Motivation ist jetzt wieder da!
Lust habe ich – und den ersten zarten Laufversuch des Jahres habe ich daher auch bei Kälte, Wind und Regen gestartet. Noch nicht weit, langsam ist gar kein Ausdruck, – aber sehr befriedigend!

Gestern Abend war ich sogar im dunklen und für meine Verhältnisse recht spät unterwegs, um eine kleine Runde ums Eck zu traben schleichen. Es fühlt sich zwar wirklich wie ein erster, zarter Laufversuch an, so als wäre ich nicht doch irgendwann schon einmal zehn Kilometer am Stück gelaufen, aber damit muss ich halt leben – und eben von vorn beginnen.

Wahrscheinlich werdet Ihr also in der nächsten Zeit wieder ein paar Blogbeiträge über meine unspektakulären Laufversuche lesen können. In der letzten Zeit haben hier ja eher andere Themen Einzug gehalten, oder es herrschte Funkstille.

Helfen würde mir sicherlich auch der eine oder andere motivierende oder aufmunternde Ar…tritt von Euch hier in Form von Kommentaren im Blog oder an anderer passender Stelle!?

Optimierungspotenzial steckt auch sicherlich darin, wieviel „Gepäck“ ich aktuell mit mir herum schleppe. Daran arbeite ich auch langsam, aber auf Dauer angelegt – und hoffe, damit fällt es mir dann auch im wahrsten Sinne des Wortes bald wieder „leichter“, längere Zeiten und längere Strecken genießen zu können.

In diesem Sinne… Es läuft.

Auf ein Neues – 2012

Auf ein Neues – 2012

 

Da wir für den Jahreswechsel auf den letzten Drücker noch immer keinen Plan hatten, was wir machen wollten, entschieden wir halbwegs spontan, ein paar Tage wegzufahren. Das Ziel war eigentlich egal, also suchten wir auf booking.com nach einem netten Wellness-Hotel in schöner Landschaft. Gesucht – gefunden, nur 240 km von uns entfernt in Hessen im Knüllwald.

Aussicht auf RengshausenDas Hotel Sonneck liegt wirklich sehr reizvoll auf einer Anhöhe, von der man eine wirklich herrliche Sicht auf Rengshausen hat.
Allerdings ist drumherum wirklich GAR nichts. Der Ort lohnt sich noch nicht einmal, um abends dort was essen oder eine Runde spazieren zu gehen…
Wohl dem, der ein Auto dabei hat, oder einfach nur entspannen will, denn dazu eignet es sich wirklich sehr gut: Ein kleines Hallenbad und eine gemütliche kleine Außensauna ließen uns jeden Tag wunderbar entspannen.

Restaurant Hotel SonneckDas Hotel gefiel uns auch außerhalb des Wellness-Bereiches sehr gut. Das Zimmer war nicht zu klein, das Bad schon eher, aber vollkommen okay für die paar Tage.
Alles sehr geschmackvoll eingerichtet und offensichtlich erst kürzlich renoviert. Das Design war auch modern, hell und freundlich.

Insgesamt wirklich sehr empfehlenswert, insbesondere auch wegen der familiären und angenehm herzlichen Atmosphäre.

Was haben wir denn nun so erlebt im Knüllwald?

Fußweg zur WartburgAm Freitag fuhren wir ins ungefähr 80 km entfernte Eisenach, machten auf eigene Faust unseren eigenen kleinen Stadtrundgang durch die Sehenswürdigkeiten der Stadt und wollten natürlich auch die Wartburg besichtigen.

Die fehlende Kondition machte sich bei mir schon ziemlich bemerkbar, denn die “30 Minuten Fußweg” entpuppten sich als ziemlich steile Angelegenheit…
Mit dem Wetter hatten wir Glück, es regnete heute nicht, und auf unserem Weg zur Wartburg kam sogar für einen Moment die Sonne heraus.

auf dem Weg zur WartburgOben auf der Burg angekommen, erwartete uns allerdings nicht die Sonne, sondern dichter Nebel und sogar nicht unerhebliche Reste von Schnee –
das erste Mal, das ich in diesem Winter Schnee sehe!

Von der Wartburg aus konnten wir (durch den Nebel) auf Eisenach herunter schauen, dafür hatte sich der Weg schon gelohnt.
Aber auch die Burg bot ein eindrucksvolles Motiv:

Wartburg, Eisenach

Nach einer Stärkung mit Pflaumenkuchen in der Burgschänke nahmen wir noch an einer Führung durch die Wartburg teil. Die “Erzählerin” machte ihre Sache sehr gut, erklärte die historische Geschichte der Burg und Luthers interessant und fesselnd – aber die Besichtigung war in einer knappen Stunde doch etwas kurz.

Am Silvestervormittag bummelten wir durch Rotenburg an der Fulda. Ein uriges Dörfchen mit unzähligen, liebevoll gestalteten Fachwerkhäusern.
Eigentlich sehr hübsche Fotomotive, aber das Wetter spielte nicht so richtig mit, so dass ich meine “richtige” Kamera nicht mitschleppen wollte und meine “kleine” für ein paar Erinnerungsbilder herhalten musste.

Rotenburg an der FuldaZurück im Hotel ließen wir den Tag gemütlich in der Sauna ausklingen und machten uns dann so langsam für den Silvesterabend “fein”.

Hier hatten wir mangels Alternativen auf das Angebot des Hotels zurückgegriffen und das Silvesterbuffet mit Musik gebucht. Zum Glück hatte ich in einer weisen Vorahnung entschieden, dass wir nicht im Raum mit der Busladung Altenheim und dem Alleinunterhalter sitzen wollten, sondern im Restaurant an “unserem” Tisch.

Happy New YearUnser Silvester wurde also ganz ruhig und besinnlich. Wir spielten den ganzen Abend lang Gesellschaftsspiele, tranken erstmals (!) Wein zusammen und waren so froh, dass wir nicht mit Polonaise und alten Leuten feierten…

Ich darf Euch doch noch ein tolles Neues Jahr wünschen?

Ein glückliches und gesundes 2012, in dem  Eure Träume in Erfüllung gehen, wünsche ich allen Freunden, Bekannten, Verwandten und Bloglesern!!!

Hutewald-Wanderweg 1Am Neujahrstag unternahmen wir eine Wanderung auf dem direkt am Hotel gelegenen “Hutewald-Wanderweg”.
Ungefähr 350 m oberhalb des Hotels verlief der ca. 11,5 km lange Rundweg – bis wir die Stelle allerdings fanden, hatten wir uns allerdings schon das erste Mal verlaufen und fast keine Lust mehr…

Der Weg war dann aber absolut super ausgeschildert, so dass man an fast keiner Stelle überlegen musste, welche Richtung oder welchen Weg man einschlägt.
Die Einstufung des Pfades als “Leicht” fanden wir allerdings auch wiederum relativ. Es war schon recht steil an vielen Stellen, und durch den lang anhaltenden Regen der letzten Tage glich der Weg an vielen Stellen einer Schlammlandschaft.

Das machte uns aber nichts aus, wir genossen die herrliche Landschaft, tolle Aussichten und sahen sogar ein Rudel Rehe vor uns über den Weg springen. So schnell ist meine kleine Cam dann aber doch nicht (und ich schon erst recht nicht), so dass dieses Bild nur in unserer Erinnerung bleiben wird…

Hutewaldweg3Hutewaldweg2

 

Unser letzter Urlaubstag in Hessen war total verregnet. Aber nicht so tragisch, so fuhren wir in das nahe gelegene Städtchen Bad Hersfeld zum Bummeln. Das war ganz urig mit vielen schönen Geschäften und malerischen Fachwerkhäusern.

Und weil wir noch immer nicht genug von hübschen Fachwerkhäuschen hatten, hielten wir auf dem Rückweg noch in Homberg (Efze) und machten dort ein paar Bilder, denn inzwischen hatte es so gut wie aufgehört zu regnen, dafür wurde es so langsam dunkel.

Homberg (Efze)Insgesamt hatten wir einen sehr ruhigen Jahreswechsel, haben viel sauniert, viel gespielt und weniger Sport gemacht, als ich es mir vorgenommen hatte. Aber das Jahr ist ja noch lang – da geht sicher noch was… Zwinkerndes Smiley

Frohe Weihnachten

Frohe Weihnachten

Am zweiten Weihnachtstag
ist es sicherlich nicht zu spät,
um allen Freunden, Bekannten, Verwandten
und insbesondere hier meinen Blog-Lesern
ein schönes Weihnachtsfest zu wünschen.

Lasst es Euch gut gehen und erholt Euch gut,
um mit einem schwungvollen Rutsch in ein tolles 2012 zu starten!

ausgeschneckt

ausgeschneckt

Heute haben wir von Klemmentine Abschied genommen…

Klemmentine ist war die Posthornschnecke, die unabsichtlich mit der Aquarieneinrichtung unseres 30l Nano-Beckens bei uns einzog. Eigentlich sollten nur Black Bees den Cube bewohnen, aber wie das immer so ist, schneckten nach einiger Zeit ein paar Blasenschnecken in dem Becken herum. Diese Mini-Blasenschnecken habe ich dann akribisch entsorgt, da die zu einer ziemlichen Plage werden können, aber eine Schnecke sah irgendwie anders aus, mit einem kleinen runden Haus… irgendwie niedlich. Also durfte sie bleiben.

Als sie etwas älter war, konnte man erkennen, dass es sich um eine Posthornschnecke handelte. Ungefährlich fürs Becken, für die Garnelen und auch noch hübsch anzusehen. Nun freuten wir uns über den anfänglich ungebetenen Gast und schlossen sie mehr und mehr ins Herz.

Mit der Zeit stellte sich heraus, dass diese Schnecke etwas…
…na sagen wir mal TOLLPATSCHIG veranlagt war. Sie blieb häufig mit ihrem Haus irgendwo zwischen Aquarienwand und Wurzel-Deko hängen oder klemmte sich sonstwo in der Aquarieneinrichtung ein. So bekam sie ihren Namen. Wir tauften sie "Klemmentine".

Manchmal klemmte sie nicht irgendwo fest, sondern war mal wieder irgendwo herunter gefallen und landete dann liegend auf dem Kies. Dann musste ich immer helfend eingreifen, und sie wieder aufrichten, damit sie wieder weiter schnecken konnte.

Das ist so ziemlich regelmäßig passiert, so dass ich mir zwar immer Sorgen machte, wenn sie mal wieder irgendwo feststeckte oder herumlag,
aber bisher hatte sie immer wieder zaghaft aus ihrem Häuschen heraus geschaut und war dann weiter gekrochen, wenn sie wieder befreit war.

Vor ein paar Tagen bewegte sie sich dann aber leider nicht mehr. Keine kleinen Fühler mehr, die vorsichtig herausguckten, um die Gegend zu erkunden…
Wir warteten noch ein paar Tage, leider ohne Erfolg.

Heute haben wir sie im Garten beerdigt. Nicht ganz ihr Element, aber dennoch würdevoll in einem weißen Taschentuch eingewickelt. R.I.P. Klemmentine.

Unsere (damals noch recht junge) Posthornschnecke Klemmentine

Foto-Ausflug zum Hoesch-Gelände Dortmund

Foto-Ausflug zum Hoesch-Gelände Dortmund

Fiasko bei der Bodenarbeit?

Fiasko bei der Bodenarbeit?
 

Bodenarbeit? Für die Nicht-Pferdeleute unter meinen Lesern klingt das wohl eher seltsam. Was soll das denn sein? Parkett schrubben oder sowas wie Bodenturnen? Allenfalls hat es etwas mit letzterem gemein, allerdings geht es hier um die gymnastizierende Arbeit mit Pferden. Und Bodenarbeit eben deswegen, weil man diese von der Erde aus und nicht wie beim Reiten vom Pferderücken ausübt.

Mitte September erreichte mich eine eMail meiner Freundin Sonja, mit der sie mich zu einer Art Wohltätigkeitsveranstaltung am 2. Oktober 2011 einlud, bei der sie interessierten Menschen verschiedene Arten von Bodenarbeit mit ihren beiden Pferden demonstrieren und erklären wollte. Die während dieser Veranstaltung eingenommenen Geldbeträge sollten dann einem guten Zweck zugute kommen.

Gern sagte ich zu und freute mich darauf, endlich mal wieder meine Freundin Sonja zu treffen, Pferde in Aktion zu sehen, und natürlich ausgiebig zu fotografieren.
Das Wetter an diesem Oktobersamstag war einfach traumhaft, für Oktober fast sogar viel zu warm, und ich hatte ernsthaft Sorge, mir einen Sonnenbrand zu holen. Dadurch auch nicht ganz ideale Foto-Bedingungen, da ich zwischendurch immer wieder mit hässlichem Gegenlicht zu kämpfen hatte.

Das Interesse an Sonjas Bodenarbeits-Demonstration war erfreulich groß. Es waren so ungefähr 25-30 Leute da, die die Vorstellung und die fundierten Erklärungen konzentriert und interessiert verfolgten.
Neben Sonja Schnietz, (selbstständige Reken-Reitlehrerin, Trainerin A (FN) Leistungssport) waren die beiden Wallache Fiasko und Twain die wichtigsten Hauptdarsteller der wirklich sehr anschaulichen und informativen Darstellung, was man mit Pferden “am Boden” erreichen kann.

Hier ein paar Eindrücke: Fiasko bei der Bodenarbeit

Mit ein paar Requisiten wie Pylonen, Stangen und Planen kann man einen abwechslungsreichen Parcours aufbauen, um in vertrauter Umgebung zu üben, sein Pferd in allen Situationen sicher zu führen. Hier werden die Basics, also die vertrauensvolle aber bestimmte Kommunikation von Mensch und Tier trainiert.

Hier sieht man Sonja mit Fiasko in einer Stangengasse Rückwärtsrichten:

Rückwärtsrichten
Im Wechsel zeigten Fiasko und Twain ihr Können. Der nächste Schnupperkurs lag in der Erklärung des richtigen Longierens. Hier liegt die Schwierigkeit darin, das Pferd nicht einfach an einer “langen Leine” unkoordiniert vor sich hin latschen zu lassen, sondern das Pferd über eine ordentliche Biegung und eine Vorwärts-Abwärts-Bewegung zu gymnastizieren.Longenarbeit

Seitengänge an der Hand – Twain macht seine Sache schon ganz prima!

Twain Longieren mit Doppellonge:Doppellonge

Und zuletzt als Highlight die Arbeit am Langzügel, sozusagen das “Reiten” vom Boden aus. Der Mensch läuft etwas versetzt dicht hinter seinem Pferd und kann mit Hilfe des Langzügels, der Gerte und der Stimme viele Lektionen erarbeiten.

LangzügelEs war wirklich ein sehr spannender und abwechslungsreicher Nachmittag, ich habe viel informatives gelernt und bin im Nachhinein ein wenig traurig, dass ich nicht (mehr) die Möglichkeit habe, die vielen interessanten Varianten der Bodenarbeit selbst auszuprobieren…

Falls von Euch nun jemand Interesse daran hat, diese interessante Form der Arbeit mit seinem Pferd mit professioneller Hilfe zu erlernen oder eine gute und engagierte Reitlehrerin im Raum Fröndenberg und Umgebung sucht, schaut einfach mal auf der Hompage von Sonja vorbei und informiert Euch dort:

www.reiterdurchblick.de